1822direkt passt Kreditkartenkonditionen zum 01.08.2016 an

Auch bei der 1822direkt machen sich nun die gedeckelten Händlergebühren für Kreditkartenzahlungen bemerkbar, sprich die geringeren Gebühreneinnahmen wirken.

Das führt bei der 1822direkt zu Anpassungen der Kreditkartenkonditionen.

Für die MasterCard Standard und die Visa Card Classic gilt ab 01.08.2016 der neue Jahrespreis von 29,90 € (alt 25,00 €). Ab 4.000 € Jahresumsatz wird die Jahresgebühr komplett erstattet. Bisher erfolgte dies bei 2.000 € Jahresumsatz. Die anteilmäßige Erstattung der Jahresgebühr entfällt.

Für die MasterCard Gold und die Visa Card Gold beträgt die Jahresgebühr zukünftig 69,90 € anstelle bisher 50 €. Eine Rückerstattung der Gebühr ab einem bestimmten Jahresumsatz erfolgt hier nicht.

Wer vor dem 01.08.2016 eine Kreditkarte beantragt, wird erst im kommenden Kalenderjahr die neuen Gebühren auf seiner Abrechnung finden.

Gleichzeitig erhöht die 1822direkt ab 01.08.2016 auch die Fremdwährungsgebühren auf 1,75 % (alt 1,5 %).

Damit werden die Kreditkartenprodukte der 1822direkt ein ganzes Stück unattraktiver.

Santander 1plus Visa Card als Alternative

Wer sich jetzt überlegt ob die 1822direkt Kreditkarten noch die optimale Lösung darstellen, sollte einmal einen Blick auf die Santander 1plus Visa Card werfen. Kostenlos Bargeld abheben, keine Fremdwährungsgebühren und dauerhaft keine Jahresgebühr, dürften als Pro-Argumente die Santander 1plus Visa-Card mit weltweitem Tank- und Reiserabatt eine gute Alternative sein lassen.

Bankprodukte regelmäßig einer Überprüfung unterziehen

Grundsätzlich sollte man zudem sowieso regelmäßig sein Portfolio in Sachen Bankprodukten überprüfen. Passen die vorhandenen Karten- und Kontoprodukte noch zum persönlichen Lebensalltag? Benötigt man bestimmte Produkte oder Funktionen gar nicht mehr, andere dafür häufiger? Die aktuellen Konditionsanpassungen zahlreicher Banken und Sparkassen sind da ein guter Grund für eine Überprüfung. Mitunter lässt sich dadurch einiges an Gebühren einsparen.

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Number26 kündigt Nutzern

1822direktAktuell scheint Number26 einer größeren Zahl von Nutzern zu kündigen, wie u.a. bei mobiflip nachzulesen ist. Es ist zwar noch nichts bekannt in Sachen Gründe, aber es hat durchaus den Anschein, daß es mit vermehrtem Bargeldbezug der betroffenen Nutzer zusammenhängt. Anscheinend ist Number26 bemüht nach dem Start und der gewaltigen Neukundengewinnung nun in die Gewinnzone zu wollen und sich dabei von Kunden zu trennen, die mehr Kosten verursachen als Einnahmen generieren.

Was können von der Kündigung durch Number26 betroffene Kunden tun?

Zum einen natürlich die Kündigung akzeptieren und sich eine andere Bank suchen. Wer unbedingt bei Number26 bleiben möchte, der sollte der Kündigung widersprechen und sich hierbei ggf. anwaltliche Hilfe holen. Ob dies wirklich Sinn macht und ob man wirklich bei einer Bank Kunde bleiben möchte, die einen eigentlich gar nicht mehr haben will, sollte man sich natürlich auch mal überlegen.

Welche Alternativen gibt es zu Number26?

Da kommt es natürlich drauf an, was einem bei einem solchen Konto wichtig ist. Geht es um den Bargeldbezug, so sollte man sich für eine Direktbank entscheiden, die den kostenlosen Bargeldbezug anbietet. Da würden sich die 1822direkt und die Deutsche Kreditbank (DKB) für anbieten.

Als Kunde der 1822direkt kann man an allen Sparkassenautomaten in Deutschland kostenlos Geld mit der Sparkassencard abheben, im Euroraum mit der zugehörigen Kreditkarte an allen Automaten.

Wer zur DKB wechselt, kann mit der DKB VisaCard weltweit kostenlos Geld abheben. Für Vielreisende sicher die ideale Bank und eine gute Alternative zu Number26.

Wer auf Bargeld verzichten kann und ansonsten alles bargeldlos abwickelt, dem sei noch die Fidor Bank mit dem Fidor Smart Girokonto empfohlen.

Wer viel im Nicht-Euroraum unterwegs ist, der sollte sich das Fidor Smart Girokonto mit der zugehörigen Fidor SmartCard als Reservekonto auch noch zulegen, da bei Nutzung der Fidor SmartCard zur Bezahlung keine Fremdwährungsgebühren anfallen. Die können sonst mit bis zu 2,2 % vom bezahlten Betrag zu Buche schlagen. Bei der 1822direkt und der DKB würden hier ansonsten Fremdwährungsgebühren berechnet werden.

Es gibt also durchaus gute Alternativen zu Number26, wenn man dort von einer Kündigung betroffen ist.

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Bargeldlos unterwegs in Polen – ein Selbstversuch

Zehn Tage Urlaub in Polen und das ohne Bargeld auszugeben. Ist das möglich, stößt man da auf Schwierigkeiten? In Deutschland wäre das praktisch unmöglich, wenn man sich nicht großartig einschränkt, aber wie sieht das im östlichen Nachbarland Polen aus?

Wer mit offenen Augen in Polen unterwegs ist, der sieht sie regelmäßig, die kleinen Aufkleber an den Geschäften mit Visa- und Mastercardlogo oder auf dem Thresen die kleinen schwarzen Lesegeräte. Egal ob Dönerbude (gibt es tatsächlich in wachsender Zahl in Polen), Eisdiele, Zeitungskiosk, Friseur, Andenkenladen, Bäcker, Café oder Einkaufszentrum – es gibt hier faktisch überall die Möglichkeit bargeldlos mit der Karte zu zahlen und es spielt dabei keine Rolle wie groß oder klein der Betrag ist. Drei frische Brezeln für 2,97 PLN (knapp 70 Eurocent) mit Kreditkarte bezahlen? Aber gerne doch und das geht natürlich kontaktlos. Karte kurz dran halten, es piept, der Zahlungsbeleg kommt raus und fertig. Und man ist auch kein Alien wenn man in der kleinen Eisdiele oder am Pfannkuchenstand seine gerade erworbenen Leckereien kontaktlos mit Karte bezahlen möchte. Das ist so normal wie es in Deutschland normal ist, daß Bäcker nur Bargeld akzeptieren. Immer häufiger sieht man auch Streetfood-Angebote. Egal ob amerikanische Burger oder Currywurst aus Deutschland, niemand besteht darauf, daß man bar bezahlt. Wieso auch, so hat man doch nach Feierabend weniger zu tun mit Bargeld zählen usw.

Aber man kann doch nicht wirklich überall bargeldlos und sogar kontaktlos bezahlen, oder?

In 99,9 % aller Fälle schon. Das ist ganz normal in Polen. In den zehn Tagen gab es genau zwei Fälle wo ich auf die Bargeldreserve zurückgriff: die Kasse am Eingang zum Botanischen Garten in Wroclaw und die Parkeisenbahn Maltanka in Poznań wollten unbedingt Bargeld sehen.

Ansonsten ist Kartenzahlung eine ganz normale Bezahlmöglichkeit, auch bei Bussen und Bahnen. Taxis nehmen sowieso Karten in Polen, da fährt kein Taxi ohne die obligatorischen Aufkleber der Kreditkartenanbieter an der Seitenscheibe rum.

Was ist beim Karteneinsatz in Polen zu beachten?

Advanzia Mastercard GoldPolen hat den Zloty als Währung, das heißt es fallen bei vielen Karten Fremdwährungsgebühren an. Diese betragen je nach kartenausgebende Stelle zwischen 1,00 und 2,2 % des zu zahlenden Betrages und werden dem Karteninhaber belastet. In Deutschland gibt es aber auch noch Banken die Kreditkarten ohne Fremdwährungsgebühren ausgeben. Wer regelmäßig ins Ausland fährt wo der Euro kein gesetzliches Zahlungsmittel ist, dem sei angeraten sich eine der wenigen Kreditkarten zu beschaffen, die keine Fremdwährungsgebühren verlangen. Aktuell kann man die Zahl der entsprechenden Angebote in Deutschland allerdings an einer Hand abzählen und eine Änderung ist eher nicht in Sicht.

Gesamtfazit zum bargeldlosen Bezahlen in Polen

Ja, man kann faktisch problemlos ohne Bargeld in Polen auskommen. Die wenigen Ausnahmen wo keine Karten akzeptiert werden, fallen nicht wirklich ins Gewicht und sind auch nicht für alle relevant. Kontaktloses Bezahlen mittels paypass ist in Polen inzwischen Alltag. Mit der richtigen Kreditkarte fallen nicht einmal Fremdwährungsgebühren an und so ist Polen für Freunde des bargeldlosen Zahlungsverkehrs wirklich ein Paradies.

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Fidor und O2 kooperieren – Smartphonebank entsteht

LogoEin Paukenschlag könnte das werden: O2 hat sich mit der Fidor Bank zusammengetan und gemeinsam soll eine neue Smartphonebank entstehen. O2 hat bereits Erfahrung mit Bankingkooperationen, gab es doch bis vor kurzem die O2 Kreditkarte, die in Zusammenarbeit mit der Barclaysbank herausgegeben wurde.

Nun geht man bei O2 noch etwas weiter und will ein vollwertiges Girokonto anbieten. Das soll über eine neue App komplett geführt werden können. In Zeiten wo viele Banken Probleme haben ihre bisherigen Girokontomodelle weiter zu finanzieren, hat man sich bei O2 und Fidor etwas Neues ausgedacht.

Datenvolumen anstelle Guthabenzinsen

Wer auf Bargeldabhebungen verzichtet, sein Konto aber ansonsten regelmäßig nutzt, wird zwar keine Guthabenzinsen bekommen, dafür aber zusätzliches Datenvolumen für den genutzten O2 Tarif. Das dürfte für alle Beteiligten eine Win-Win-Situation in Zeiten von Niedrigzinsen sein. Zur Zeit arbeitet man noch an einem Preissystem, doch schon bald soll die dafür benötigte App für Android und iOS zur Verfügung stehen. Auch Nicht-O2-Kunden können das Konto eröffnen, haben aber weniger Vorteile als O2-Kunden davon.

300x250IBAN ist Geschichte

Möglich wird es auch sein, Überweisungen an Telefonnummern und Mailadressen zu senden. Statt einer ellenlangen IBAN braucht man nur noch die Telefonnummer oder Mailadresse und schon kann man die Überweisung tätigen.

Kostenlose Kontoführung

Das neue Konto wird kostenlos sein, wobei man noch am überlegen ist, ob man eine Art Nichtnutzungsgebühr einführt, wenn jemand zwar ein Konto eröffnet, dann aber nicht nutzt.

Für die Fidor Bank dürfte diese Kooperation die Chance sein recht schnell viele neue Nutzer zu gewinnen, denn O2 hat mehrere Millionen Kunden und darunter dürften nicht wenige sein, die sehr internetaffin veranlagt sind und schon alleine bei dem Gedanken zusätzliches Datenvolumen zu bekommen, recht leicht zu ködern sind. Für die traditionellen Banken ist das natürlich ein Tiefschlag, daß ein großer Mobilfunkprovider sich nicht mit einer von ihnen sondern der recht kleinen Fidor Bank dafür zusammentut.

Für bisherige Fidor Bank-Kunden dürfte sich nichts ändern, außer daß man seine Bankdienstleistungen mit der neuen App dann auch bequem vom Smartphone aus tätigen kann, was bisher mit der alten Fidor Bewegungsmelder-App noch nicht möglich ist.

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Bald Negativzinsen für Sparkassenkunden?

Der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV), Georg Fahrenschon, verkündete auf dem Sparkassentag, daß es nicht mehr auszuschließen ist, daß die Sparkassen in Zukunft bei Privatkunden Negativzinsen für Sparguthaben berechnen. Grund dafür ist das anhaltende Zinstief und die Negativzinsen, die die Banken selbst gegenüber der EZB für Spareinlagen zahlen sollen. Diese Negativzinsen machen sich speziell in Ländern wie Deutschland stark bemerkbar, wo die Menschen in erster Linie Geld auf Girokonten, Tagesgeldkonten und Sparbüchern horten.

Daneben macht sich bei den Sparkassen auch die hohe Filialdichte bezüglich der Kostenstruktur negativ bemerkbar. So planen die Sparkassen in Bayern in diesem Jahr ca. 10 % ihrer 2200 Filialen zu schließen. Gerade für die häufig ältere Kundschaft der Sparkassen ist das natürlich negativ.

Das Problem der niedrigen Zinsen lässt sich auch nicht nur durch die Vergabe von mehr Krediten lösen. Diese sind zumeist langfristig vergeben, während die Spareinlagen kurzfristig angelegt werden. Sobald die Zinsen wieder ansteigen bzw. die EZB keine Strafgebühr für Einlagen von den Banken verlangt, würden viele ihre Spareinlagen von den niedrig verzinsten Konten abziehen und somit das Gesamtkonstrukt ins Wanken bringen.

Wann die ersten Sparkassen Negativzinsen in Rechnung stellen, bleibt abzuwarten. Sofern sich die finanzwirtschaftliche Situation nicht bald nachhaltig ändert, dürfte dies aber entweder in der zweiten Hälfte des Jahres 2016, aber wohl spätestens in 2017 der Fall sein.

Auch bei den Gebühren für Girokonten dürfte sich die Preischraube weiter drehen. Allerdings müssen die Banken und Sparkassen hier vorsichtig sein. Solange es gerade im Direktbanksegment noch entsprechende kostenlose Kontomodelle gibt, besteht die Gefahr, daß viele Kunden dann das Kreditinstitut wechseln. Das führt dann dazu, daß die Fixkosten auf weniger Kunden umgelegt werden müssen, was dann eventuell wieder zu Gebührenanhebungen führen könnte.

Da die Kritik an der EZB an der nicht so wirklich wirkenden Niedrigzinspolitik immer lauter wird, ist allerdings nicht auszuschließen, daß sich daran etwas ändern könnte. Für Sparer wäre das eher positiv, nur wer Kredite in Anspruch nehmen möchte, der wünscht sich wohl noch länger eine Niedrigzinsphase.

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