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Dietrich der Bedrängte + Heinrich der Erlauchte
Dietrich der Bedrängte + Heinrich der Erlauchte

Dietrich der Bedrängte, als zweiter Sohn Margrafs Otto des Reichen, führt von 1198-1221 die Margraf Meißen. Nach dem Tod seines Vaters zwingt ihn sein älterer Bruder Albrecht der Stolze, das Erbe an ihn abzugeben, weshalb dieser nun 1190 die Mark übernimmt. Die Bruderfehde hat erst ein Ende nachdem Albrecht 1195, wahrschenilich an einem Gift, stirbt. Kaiser Heinrich VI. nimmt die Mark für sich in Anspruch und Dietrich flieht nach Italien. Im September 1197 stirbt Heinrich VI. und Dietrich bekommt die Mark durch Philipp von Schwaben zugesprochen, damit dieser ihn im Streit um die Herrschaft gegen Otto von Braunschweig unterstützt. Noch im selben Jahr heiratet er Jutta von Thürigen, Tochter des Landgrafen Herrman von Thüringen. Philipp wird 1198 zum König gekrönt und steht bis zu seiner Ermordung im Kampf um die Thronfolge im Jahre 1108 auf Dietrichs Seite. 1206 schlichtet Dietrich einen Streit zwischen dem Burggrafen von Dohna und dem Bischof von Meißen, der auf dessen Gebiet eine Burg erbaut hatte. Die dabei erstellte Urkunde erwähnt erstmals Dresden. Dietrich stirbt am 18.Februar 1221. Wahrscheinlich wurde er von seinem Leibarzt auf Anstiften der unzufriedenen Leipziger und des unzufriedenen meißnischen Adels vergiftet.

Heinrich der Erlauchte, Sohn von Dietrich dem Berdängten, wird 1215 geboren und erbt das Mark Meißen 1221. Die Vormundschaft übernehmen sein Onkel, der Landgraf von Thüringen und nach dessen Tod Herzog Albrecht I. Von Sachsen. 1230 wird Heinrich für mündig erklärt. Er übernimmt die Regierungsgeschäfte. Außerdem tritt er als Minnesänger und als Komponist von Kirchenlieder in Erscheinung, weshalb später auch als Erlauchter bezeichnet wird. An seinem Hof finden sich die großen Dichter Wolfram von Eschenbach und Walther von der Vogelweide wieder. 1234 heiratet er Constanze, Tochter des Herzogs Leopold VI. von Österreich. Mit dem Ziel, seine Herrschaft auch entlang der Oder auszudehnen, gründete er die Stadt Guben und das Stift Neuzelle. Nachdem Landgraf Heinrich Raspe IV. von Thüringen kinderlos stirbt, kommt Heinrichs Anwartschaft auf Thüringen zum Tragen. Doch diese muss er in einem 15 Jahre anhaltenden Krieg gegen die Nachfahren der letzten Thüringer Landgrafen um die Herrschaft durchsetzen. Nachdem Dietrichs beide Söhne am 12.Oktober 1263 den Herzog Albrecht von Braunschweig in einem neunstündigen Kampf besiegen, wird der Kampf um Thüringen beendet. Der neue Herrschaftsbereich erstreckt sich nun über die vier Reichsfürstentümer, Meißen und die Ostmark, Thüringen und die Pfalzgrafschaft Sachsen. 1265 teilt Heinrich sein Herrschaftsgebiet zwischen sich und seinen Söhnen auf: Er selbst behält die Herrschaft über Meißen und die Ostmark (Lausitz), Albrecht erhält die Landgrafschaft Thüringen, Dietrich die Mark Landsberg um Leipzig und Weißenfels. Familienstreitigkeiten unter den Wettinern verhindern einen weiteren Machtausbau.Nach 1270 hält sich Markgraf Heinrich fast nur noch in Dresden und Tharandt auf. 1288 stirbt Heinrich der Erlauchte.





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