In letzter Zeit häufen sich die kostenpflichtigen SEO-Suiten die den (Möchtegern)-SEOs klar machen wollen, daß man mit ihren Hilfe ganz schnell ganz vorne steht. Da werden dann schon mal Preise im vierstelligen Eurobereich fällig, pro Monat versteht sich.

Was ist von solchen SEO-Tools zu halten?

Nichts. Der einzige der dran verdient an solchen Tools ist der Betreiber der sogenannten SEO-Suiten und das sogar doppelt. Diese Tools sind keine Programme die man sich einmalig kauft und dann auf dem heimischen Rechner installiert, sondern es handelt sich dabei lediglich um einen Zugang zu einem Tool das auf dem Server des Herstellers installiert ist. Das wiederum bedeutet, daß sämtliche Eingaben die man selbst dort tätigt, also z.B. die betreuten Kundenprojekte, für den Hersteller der Software einsehbar sind. Und wer stellt solche Software eigentlich her? Genau, Firmen die größtenteils auch selbst SEO für Kunden anbieten. Ein Schelm wer böses dabei denkt….

Was können diese Tools?

Alles, aber kein SEO. SEO basiert zu einem ganz großen Teil auf zwei Pfeilern die mir kein noch so tolles Tool ersetzen kann: Erfahrung und Bauchgefühl. Beides muß man sich erarbeiten. Wenn ich heute eine SEO-Anfrage bekomme, dann weiß ich nach spätestens 15 Minuten ob die gewünschten Ziele realistisch erreichbar sind in einem angemessenen Zeitrahmen oder auch nicht und wie groß der Aufwand dafür sein wird. Ein Blick wie die Seite onsitemäßig aufgebaut ist, eine Site-Abfrage bei Google, ein Blick auf die bereits vorhandenen Links und die aktuellen Rankingpositionen und ein kurzer Blick wer sich so auf Seite 1 bei den jeweiligen Keys rumtreibt. Der Rest ist dann ein reines Bauchgefühl und in 99 % der Fälle lag ich damit bisher immer richtig.

Viele der durch die Tools ausgeworfenen Statistiken und Grafiken mögen unerfahrene Kunden vielleicht begeistern, aber die Aussagekraft auf die Frage ob und in welchem Zeitrahmen die gewünschten Ziele erreichbar sind sagen sie auch nicht aus.

Fazit: Man kann auch ohne diese ganzen kostenpflichtigen Tools erfolgreich SEO betreiben, auch bei Highend-Keywords! Wichtig ist nur, daß man die entsprechende Erfahrung besitzt und die kann nunmal keine noch so teure Software ersetzen. Das eingesparte Geld nehm ich lieber und schaffe noch einen zusätzlichen Arbeitsplatz wenn ich Bedarf habe. Da tu ich dann noch etwas Gutes mit.

Vor jeder Angebotserstellung stellt sich für mich erstmal die wichtigste Frage: auf welche Begriffe soll die Seite optimiert werden? Die Frage stellt sich aber auch jeder Webseitenbetreiber der sich früher oder später einmal mit dem Thema Suchmaschinenoptimierung beschäftigt. Natürlich ist es für viele das wichtigste Ziel bei ihrem Hauptkeyword auf der ersten Seite zu landen. Wer hat nicht schon einmal davon geträumt bei Keywords wie “Kredit”, “Porno” oder “DSL” ganz vorne mitzuspielen und die großen Provisionen zu kassieren?

Solche Keywords sind dementsprechend auch hart umkämpft. Nicht jeder hat das Potential bzw. das nötige Kleingeld um seine Seite entsprechend zu pushen. Doch ist das denn auch unbedingt nötig? Singlekeywords sind zwar zumeist am stärksten umkämpft, doch bedeutet das nicht gleichzeitig, daß sie auch am besten konvertieren oder den meisten Traffic liefern. Zudem stellt sich auch noch die Frage wie qualifiziert der Traffic ist.

Was also tun?

In den meisten Fällen gibt es noch zusätzliche Keywords die interessant sein könnten. Anstelle dem Singlekeyword “Handy” könnte man z.B. auf Begriffe wie “Nokia Handy kaufen” oder “LG Handy Vergleich” optimieren. Je umfangreicher die Keywordkombi ist desto geringer ist zwar in der Regel der Traffic, doch er ist auch zugleich qualifizierter und führt zu einer höheren Konversion. Traffic ist also nicht, es kommt auch drauf an, daß er qualifiziert ist. So kann man sich dann erst einmal auf die einzelnen Kombinationen stürzen und später immer noch sich auf umkämpftere Singlekeys stürzen. Dann hat man nämlich bereits einen entsprechenden Grundaufbau in Sachen Linkbuilding und es wird etwas leichter auch die Hammerkeys zu stürmen.

handy-keywords

Gebe ich “Handy” in den Suchschlitz bei Google ein, bietet mir Google auch andere Suchkombinationen an. Hieraus kann man sich durchaus passende Nischenkeywords raussuchen, auf die es sich dann zu Beginn leichter optimieren läßt.

Bei der Auswahl der Keywords sollte man auch bedenken, daß nicht jeder Suchmaschinennutzer auch immer die passenden Fachbegriffe kennt. Daher sollte man auch ruhig auf allgemeinere Umschreibungen für den eigentlichen Begriff optimieren. Suchen die Leute denn wirklich nach “Webdesign” oder nicht doch nach “Homepage bauen”?

Auch beachten sollte man die Zielgruppe. Ist man wirklich bundes/weltweit tätig oder nicht doch nur regional? Was es nützt es einem Eiscafe in Ottendorf-Okrilla wenn es beim Singlekeyword “Eiscafe” auf Platz 1 steht? Wirklich mehr Besucher und Umsatz wird darüber nicht kommen. Mehr als ein streicheln des Egos kommt da nicht bei rum. Auch so etwas ist bei der Findung der passenden Suchbegriffe zu beachten.

Das Google Adwords Keywordtool kann übrigens auch Hilfe leisten bei der Auswahl der richtigen Haupt- und Nebenkeywords. Manchmal soll aber auch schon einfach nachdenken und ausprobieren zum Erfolg geführt haben. ;-)

Heute macht es bei Twitter die Runde: BMW meint: “Kaufen Sie sich lieber einen Audi.” Nunja, ich bin eh kein Fan von Fahrzeugen mit dem blau-weißen Propeller als Erkennungszeichen, doch ganz so viel Ehrlichkeit hat mich natürlich auch etwas stutzig gemacht.

Wer es nicht glaubt, findet hier den Beweis dafür.

Was ist passiert?

Nun der BMW-Webserver läßt es zu, daß jeder x-beliebige eine BMW-URL nach seinen Wünschen manipulieren kann. Das Ergebnis sieht man oben. Sicherlich kann man so etwas noch belächeln, doch wer Böses im Schilde führt, der kann das natürlich auch ausnutzen um Schadecode einzuschleusen, der dann auf anderen Rechner zum Beispiel Trojaner freisetzt o.ä.

Es ist natürlich bedenklich, wenn so etwas bei einem Unternehmen wie BMW passiert, wo man eigentlich genügend fachkundige Sysadmins haben dürfte, die solche Sicherheitslücken bereits im Vorfeld ausfindig machen und schließen sollten.

Jetzt bleibt abzuwarten, wie sich die Sache weiter entwickelt und wann diese Scriptlücke bei BMW geschlossen wird. Bis dahin empfiehlt BMW weiter Audi und Mercedes.

Update:Inzwischen wurde die Lücke seitens BMW geschlossen.

Erfolgreiche Suchmaschinenoptimierung – was ist das eigentlich? Wann kann man die Suchmaschinenoptimierung als erfolgreich bezeichnen?

Häufig bekommt man dann Antworten wie: “..erfolgreiche Suchmaschinenoptimierung ist wenn man ganz vorne steht…”. Doch ist es das wirklich alleine?

Ich sage nein, zu einer erfolgreichen Suchmaschinenoptimierung gehört viel mehr, es geht darum bei den richtigen Keywords vorne zu stehen. Ich möchte hier mal ein Beispiel nennen.

Keyword “dsl info”.

Mehr als 7 Millionen Ergebnisse meint Google in seinen Datenbank für diese Keywordkombi zu finden. Einige Zeit rankte ich mit einem ehemaligen Projekt von mir dort auf Platz 1. Der eine odere andere wird jetzt sagen: toll, Platz 1 für eine Platzierung bei so vielen Ergebnissen.

Was hat es mir gebracht? Nun, ca. 10-12 Besucher am Tag. Ist das wirklich eine erfolgreiche Suchmaschinenoptimierung gewesen?

Ich sage NEIN, denn es kam wie gesagt kein signifikanter Traffic dabei rüber. Deshalb gehört es auch immer dazu vorab zu prüfen über welche Keywords wirklich Traffic zu generieren ist, aus dem man dann neue Kunden, Werbeeinnahmen usw. generieren kann. Da kann es dann auch mal Sinn machen auf ein Keyword mit nur einigen hundert Ergebnissen zu optimieren. Viele Ergebnisse bei Google bedeuten nicht immer auch viel Traffic.

Also nicht gleich in Ehrfurcht erstarren, wenn jemand euch eine Top10-Platzierung bei mehreren Millionen Suchergebnissen zeigt, es muß nicht immer Erfolg oder Kompetenz bedeuten.

Robert Basic hatte ja kurz vor Weihnachten versucht seinen Twitteraccount zu verkaufen (und war bisher kläglich gescheitert damit). Er wollte für seine rund 5.000 Follower mindestens 50.000 Euro haben, sprich jeder seiner Follower sollte 10 Euro wert sein.

Ist es wirklich so teuer Follower zu generieren (und zu halten)? Was bringen mir die Follower wirklich? Kann man darüber Aufträge generieren, Kunden gewinnen?

Diesen Fragen möchte ich in den nächsten Wochen intensiv nachgehen. Zuerst einmal geht es um die Followergenerierung. Regelmäßig sinnvolle Informationen zu twittern und selbst anderen zu folgen bringt natürlich einen guten Stamm an Followern. Um auch mal andere Möglichkeiten zu testen habe ich ein Twittergewinnspiel gestartet bei dem es ein Samsung S5230 zu gewinnen gibt.

Das Samsung S5230 hat einen Wert von ca. 120 Euro. In den ersten knapp 24 Stunden nach Start des Gewinnspiels konnten dadurch 100 neue Follower gewonnen werden. Da das Twittergewinnspiel noch bis 15.02.2010 läuft, dürfte sich diese Zahl in den nächsten Woche noch immens erhöhen.

Nach Ablauf des Gewinnspiels wird dann geprüft wieviele der durch das Gewinnspiel gewonnenen Follower dem Account weiterhin folgen. Dank RSSfriends ist dies recht einfach nachzuvollziehen und ich werde entsprechende Statistiken ausarbeiten im wöchentlichen Rhythmus über ca. 4-8 Wochen nach Beendigung des Gewinnspiels.

Interessant wird dann auch sein, wie stark sich durch die erhöhte Followerzahl die Zugriffe auf gepostete Links verändern werden.

Twitter ist ein interessantes Tool und noch gibt es viel zu wenig detaillierte Analysen über die Einsatzmöglichkeiten von Twitter. Mit diesem Gewinnspiel lege ich einen Grundstein für zukünftige Analysen durch mich. Über das Ergebnis werde ich dann hier auf diesem Blog berichten.

Je nach Ergebnis der Auswertungen werden dann zur Untermauerung der Analyse weitere Twittergewinnspiele organisiert um dem ganzen eine entsprechende Beweisgrundlage zu schaffen.

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