Ein Tag in Meissen
Gestern nun stand das Jubiläumskonzert “42 Jahre Stern-Combo Meissen” auf dem Plan und da habe ich den Tag dann gleich mal richtig ausgenutzt. Das Wetter war ja ideal und dank Klimaanlage im Auto war auch die Anreise erträglich.
Meissen war früher Sitz der wettinischen Fürsten, die heute das älteste noch existierende Fürstengeschlecht Europas sind. Hier enrfand der Apothekergehilfe Friedrich August Böttger das berühmte Meissener Porzellan. Und da sind wir auch schon beim Thema. Meissen ist bekannt für seine Porzellanmanufaktur und weil es dort auch eine Schauwerkstatt gibt, habe ich diese auch mal besichtigt. 8 euro für den Besuch der Schauwerkstatt und der Porzellanausstellung mußte ich dafür bezahlen. Finde ich zwar richtig heftig, aber noch viel heftiger waren dort die Preise für das Porzellan. Und so richtig kann ich den Preis dafür nicht nachvollziehen, warum da ne Tasse über 100 Euro kosten soll.
Leid tun mir da die Maler, die das Porzellan bemalen. Die machen tagein tagaus immer das gleiche und auch immer die gleichen Muster. Ich würde da verblöden wenn ich nie Abwechslung in meiner Arbeit hätte.
Nach einer etwas seltsamen Rundfahrt durch den Landkreis Meissen, fanden meine Begleiterin und ich uns dann tatsächlich in ein kleines Kaff namens Heynitz. Wer den Ort nicht kennt, braucht sich nicht zu schämen, ich kannte dieses Dorf bis dato auch nicht. Eigentlich gibt es in Heynitz auch nichts besonders zu sehen, doch ein kleines Eiscafe macht dort von sich reden und entwickelt sich zu einem Geheimtip. Die Kugel Eis kostet dort 40 Cent und das Eis schmeckt dort sehr lecker, weshalb die Leute teilweise auch aus Meissen zum Eisessen nach Heynitz fahren. Ich war auch von den Waffeln begeistert, die dort richtig tolle Formen haben und auch gut schmecken. Nachdem ich sechs Kugeln Eis verdrückt hatte, ging es zurück gen Meissen.
Der Konzertbeginn rückte näher. Aber auch hier machte sich die Fußball-WM bemerkbar, denn es waren weitaus weniger Besucher da, wie man es sonst von den Konzerten kennt und man es den teilnehmenden Künstlern gewünscht hätte. Dennoch würde es eine tolle Mugge, die über 5 Stunden ging. Den Beginn machte die tschechische Beatles-Revival-Band “Professor” aus Prag, die das Publikum etwas aufwärmten. Nach ca. einer Stunden räumten sie die Bühne und machten damit Platz für “Cäsar und die Spieler” und hier wachte das Publikum dann auch richtig auf und rückte näher an die Bühne ran. Mit alten Renft-Titeln wie “Apfeltraum” oder “Wer die Rose ehrt” wurden wohl viele der Konzertbesucher in ihre Jugendzeit zurück versetzt. Die zweite Stunde des Konzerts verging und dann kam sie endlich, die Stern-Combo Meissen, fast komplett in der Besetzung von 1964. Drei Stunden spielten die Jungs in verschiedenen Besetzungen und zeigten, was in den vergangenen 42 Jahren an qualitativ hochwertiger Musik entstanden war. Bis 1 Uhr nachts ging das Konzert und es war wirklich toll. Auf der rückfahrt nach Magdeburg war ich zwar mächtig müde, aber ich würde es jederzeit wieder machen.
Meissen ist also immer eine Reise wert, egal ob des Porzellans wegen oder wegen der Musik. Und auch den Meissener Wein sollte man unbedingt probieren. Meinen Weinvorrat habe ich bei dieser Gelegenheit auch gleich aufgefüllt.





















































On Juni 18th, 2006 at 12:38 am
Hi Torsten,
wusste ich doch das ich die Seite schonmal gesehen hab, und zwar via openBC.
Schön das es auch andere Blogger(wenn auch wenige) aus Magdeburg gibt. Vielleicht lässt du dich ja ab und zu ja auch mal auf meinem (noch frischen) Blog blicken, würde mich freuen
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