Wenn sich die Zahl derer häuft die T-Shirts tragen wo irgendwelche seltsamen Wesen drauf sind, dann ist es mal wieder so weit: Jethro Tull ruft und alle strömen hin. So auch gestern zum Eröffnungskonzert der Deutschlandtournee “40 Jahre Jethro Tull” in der Zitadelle in Berlin-Spandau.

Das Konzert war ausverkauft und da die Zitaelle nur einen Zugang hat war auch erstmal wieder anstehen angesagt. Okay, das kannte ich ja vom letztjährigen Konzert im Wasserschloß Klaffenbach. Allerdings ging es hier etwas schneller.

Zur Eröffnung hatte man sich die Neue Philharmonie Frankfurt zur Verstärkung geholt. Lediglich die ersten Stücke spielte Jethro Tull alleine. Ian Anderson sprang mit seinen 61 Jahren immer noch über die Bühne wie ein junger Hund. Andere heutige “Superstars” müßte man wohl schon nach der Hälfte der Zeit ins Sauerstoffzelt bringen. Musikalisch konnten Jethro Tull wieder absolut überzeugen, auch die Akustik in der Zitadelle Spandau war 1A.

Bei Stücken wie “Aqualung”, “Too old to rock’n'roll, too young to die” und natürlich “Locomotive Breath” tobte das Publikum. Auch das Philharmonieorchester konnte absolut überzeugen. Keyboarder John O’Hara übernahm zugleich die Rolle des Dirigenten und das mit einer absoluten Genialität.

Jethro Tull gehören also noch lange nicht zum alten Eisen. Das ihre Musik nicht nur alternde Rocker begeistert, sondern durchaus auch auch junges Publikum in ihren Bann zieht sieht man immer wieder am teilweise recht jungen Publikum bei den Konzerten. Von daher dürften auch in den nächsten Jahren die Konzerte von Jethro Tull sich einer großen Beliebtheit erfreuen.