Immer wieder brechen Diskussionen aus wie wichtig bei der Planung eines Webprojektes die Domainendung ist. Hierbei muß man allerdings unterscheiden aus welchem Blickwinkel man diese Diskussion führt.

Wer auf sogenannte Type-Ins setzt, der kommt letztendlich im deutschsprachigen Bereich nicht dran vorbei ein .de-Domain zu nehmen. Allerdings stellt sich die Type-In-Problematik nur für wenige Projekte, denn mit Domains a la blau-gelb-gestreifte-handtasche.de stellt sich die Frage wohl nicht wirklich. Interessant ist dies erst wieder wenn es sich um eingetragene bekannte Marken handelt, wie z.B. Milka oder Nutella. Da lohnt es sich dann auf jeden Fall, sich die entsprechende Domain zu sichern, wobei man in den meisten Fällen auch davon ausgehen kann, daß die Markeninhaber dies auch bereits rechtzeitig vorher getan haben.

Doch wie sieht es nun bei dem Durchschnitts-Webprojekt aus, bei dem kleinen Handwerksbetrieb um die Ecke oder so?

Hier kann man davon ausgehen, daß es letztendlich egal ist, welche Domainendung die Seite hat, denn wie oben schon gesagt, fallen die Type-Ins hier in der Regel weg. Da geht es dann eher darum via den bekannten Online-Marketing-Kanälen neue Kunden zu gewinnen.

Und wie wichtig ist da nun die Domainendung?

Nun, wenn es darum sich eine URL einzuprägen, eignen sich .de und .com immer noch am besten. Ansonsten kann man aber wirklich sagen, daß es mittlerweile fast egal ist, was da hintenan steht. Selbst im Bereich Suchmaschinenoptimierung ist es machbar und immer wieder findet man, wenn auch noch seltener als bei .com und .de, Webseiten mit exotischen Endungen auf vorderen Plätzen.

Der etwaige Bonus den manche Suchmaschinen für bestimmte Endungen vergeben ist eigentlich marginal, sprich man kann ihn durch andere Komponenten recht gut ausgleichen.

Bestes Beispiel sind die Serps beim Begriff Datenschutzerklärung, wo sich auch eine Thirdleveldomain aus Spanien ( .com.es) finden läßt. Die zog dann sogar an amazon.de, fraunhofer.de und google.com(!) vorbei. Okay, der Domainname selbst dürfte da vielleicht auch klein wenig bei geholfen haben, doch das unterstreicht einmal mehr, daß man die Domainendung nicht überbewerten sollte, gerade wenn es um den Bereich Suchmaschinenoptimierung geht.

Fazit: Je nach Projekt kann es Sinn machen auf die Domainendung zu achten, insbesondere wenn es um Marken geht oder auch um allgemeine Begriff a la sex.de. Rein aus SEO-Sicht spielt die Domainendung eine eher untergeordnete Rolle.