November 2008
Monatsarchiv
30 Nov 2008 . Gespeichert unter
Suchmaschinenoptimierung.
Das Thema mit den Nofollow-Links ist ja schon seit längerem in aller Munde. Doch was bedeutet nofollow eigentlich und ist nofollow gleich nofollow?
Diesen Fragen möchte ich mit diesem Beitrag nachgehen.
Der “nofollow”-Befehl wird verwendet um dem Robot einer Suchmaschine zu sagen, daß er dem damit versehenen Link nicht folgen soll. Es ist also eine Art Stopschild. Eingesetzt wird der “nofollow”-Befehl um zum Beispiel Seiten zu schützen, die aus bestimmten Gründen nicht indexiert werden sollen. Das kann z.B. das Impressum sein, daß auf mehreren Webprojekten ansonsten gleich ist und somit duplicate Content produzieren würde. Aber auch der Link zum Kontaktformular kann es sein, der nicht indexiert werden soll, weil sich auf der Seite kein Content für den Robot findet, sondern nur das Script des Kontaktformulars.
Mit dem “nofollow”-Befehl versucht man aber auch Kommentarspammer aus Weblogs fernzuhalten usw. Es gibt also viele Gründe “nofollow” einzusetzen.
Doch hält sich Google auch an diesen Befehl? Jetzt werden natürlich alle sofort “JA” rufen, doch ich bin in letzter Zeit zu der Erkenntnis gelangt, daß Google sich in einigen Fällen anscheinend nicht wirklich dran hält.
Wie komme ich zu dieser Erkenntnis?
Am einfachsten kann man es feststellen, wenn man sich den Linkaufbau verschiedener High-PR-Seiten mal etwas genauer betrachtet. Natürlich haben diese Seiten viel eingehende Links und darunter sind wiederum viele starke Seiten die via “nofollow” verlinken, so z.B. die Wikipedia.
So kommt es denn dann vor, daß z.B. ein PR6-Blog zwar auch eingehende PR6- und PR7-Links hat, die aber alle “nofollow” sind. Trotzdem hat das Blog einen PR6. Daraus kann man somit schlußfolgern, daß Google Links die mit “Nofollow” versehen sind, zumindest teilweise zur Berechnung des Pageranks und wohl auch zur Berechnung der Positionierung in den Serps heranzieht. Auch kann ein Wikipedia-Link wohl anscheinend immer noch Auswirkungen auf die Serps haben und das trotz “nofollow”.
Woran Google ausmacht, wann sie einen “nofollow”-Link doch beachten und wann nicht ist natürlich nicht so leicht zu sagen, doch ist wohl anzunehmen, daß der Autoritätsstatus der linkgebenden Seite dabei eine erhebliche Rolle spielen dürfte.
Es kann also auch heute noch nützlich sein, wenn man sich den einen oder anderen Link holt, obwohl er mit “nofollow” versehen ist. Schaden können solche Links jedenfalls nichts und selbst wenn Google den jeweiligen nicht beachtet, kann er trotzdem immer noch dazu gut sein, um Besucher auf die eigene Seite zu locken und das ist ja letztendlich eh das Ziel aller Webmaster und SEO’s, die Steigerung der Besucherzahlen.
25 Nov 2008 . Gespeichert unter
News aus dem Internet.
Ich geh wählen: Kommunalwahl, Oberbürgermeisterwahl, Landtagswahl, Bundestagswahl, Europawahl – wenn eine Wahl ansteht, dann nutze ich auch mein Bürgerrecht, welches mir zusteht. Doch es gibt eine Wahl, der ich mich definitiv verweigere: die SEO-Wahl 2008.
SEO-United hat zu den SEO-Wahlen 2008 aufgerufen und alle folgen diesem Ruf? Alle? Nein, nicht alle, den es gibt genügend SEO’s die über so etwas nur den Kopf schütteln. Die, die sich dort feiern (lassen) sind in den meisten Fällen alles andere als professionelle SEO’s sondern eher professionelle Selbstvermarkter.
Die einzelnen Abstimmungspunkte führen bei mir nicht mal zu einem müden Lächeln und wenn ich mir da so anschaue wer da alles zur Wahl steht, dann denk ich manchmal “Arme SEO-Szene, sind das wirklich deine besten Leute?”. Es gibt so einige wenige Namen, die dort aufgeführt sind, wo ich sage die sind wirklich gut, die Jungs, aber der Großteil sind nur Clowns.
Auch solche Fragen nach dem besten SEO-Artikel oder der besten SEO-Seite sind eigentlich schwachsinnig. Jeder hat andere Ansprüche und was für den einen die Top-Info ist, ist für den anderen kalter Kaffee von vorvorgestern.
Auch solche Fragen wie nach der größten SEO-Enttäuschung lassen mich nur mit dem Kopf schütteln. Das ganze ist alles andere als vernünftig durchdacht und führt eher dazu, die SEO-Szene ins Lächerliche zu ziehen.
Da bin ich doch ganz froh, daß ich mir da ein kleines aber feines Netzwerk von Kollegen aufgebaut habe, mit denen ich mich austausche und wo man weiß, daß die auch wirklich Ahnung haben und nicht als Clown von einer Sauforgie zur nächsten tigern und da den großen Macker raushängen lassen wollen.
Von meiner Kollegenschelte hier, möchte ich übrigens explizit genau zwei Personen ausnehmen, die dort zur Wahl stehen: Uwe Tippmann und Bastian Ebert. Beide zählen zu denen, die ich wirklich schätze.
24 Nov 2008 . Gespeichert unter
Suchmaschinenoptimierung.
Zum Thema Blogkommentare hatte ich an dieser Stelle ja schon mal etwas geschrieben.
Doch wie findet man eigentlich passende Blogs, die thematisch auch noch zur eigenen Seite passen? Das ganze vereinfacht seit kurzer Zeit die Software Fast Blog Finder. Fast Blog Finder ist ein englischsprachiges Tool, das es recht einfach macht entsprechende Blogs zu finden. Man gibt einfach ein Keyword ein und das Tool sucht die passenden Blogs in deren Beiträgen das Keyword auftaucht raus. Dabei kann man auch noch angeben in welcher Sprache der Blogbeitrag sein soll.
Das Ergebnis ist beeindruckend. Man bekommt nicht nur den einzelnen Blogbeitrag angezeigt, sondern noch mehr Infos: PR der Hauptseite des Blogs, PR des Blogbeitrags, ausgehende Links, Hinweis ob die Kommentare mit nofollow versehen sind. Zudem kann man direkt aus der Software heraus den Artikel lesen UND kommentieren. Die Software notiert dann automatisch, wann man den Kommentar gepostet hat. Ein weiteres Feld ermöglicht persönliche Notizen zu hinterlassen. All diese Daten lassen sich auch als pdf, Excel, HTML oder wasauchimmer-Datei exportieren.
Ich hab das Tool ausführlich getestet und bin beeindruckt. Die Vollversion kostet so um die 40 Euro (je nach Dollarkurs). Aber auch mit der kostenlosen Testversion kann man einiges anfangen um sich erst einmal einen Überblick zu verschaffen.
Natürlich kann man jetzt sagen, daß man damit Kommentarspammern Tür und Tor öffnet, aber ich bin der Meinung, daß damit viele Blogs auch die Gelegenheit bekommen neue Stammleser zu gewinnen.
Im Gegensatz zu vielen Nofollow-Listen, die so im Netz kursieren, ist Fast Blog Finder immer auf dem aktuellen Stand. Es spricht übrigens auch nichts dagegen in Nofollow-Blogs zu kommentieren, wenn einem das Blog gefällt. Auch deren Betreiber freuen sich über sinnvolle Blogkommentare.
22 Nov 2008 . Gespeichert unter
Suchmaschinenoptimierung.
Mit Searchwiki hat google ein Tool vorgestellt, mit dem Benutzer irrelevante Ergebnistreffer aussortieren können. Ist das das Ende von SEO, fragen sich Klaus Eck, Baynado und einige andere?
Zuerst einmal: es wird nichts so heiß gegessen wie es gekocht wird.
Schaut man sich das ganze etwas genauer an, wird man schnell feststellen, daß für SEO’s keine Gefahr besteht ihre Geldeinnahmequelle zu verlieren, Dinge wie Usability aber durchaus noch mehr an Relevanz zulegen können.
Google bietet seit kurzem, vorerst nur in Amerika, die Suchergebnisse zu bewerten und sogar auszublenden. Doch das ganze geht nur unter bestimmten Bedingungen:
1. Man benötigt ein Google-Konto.
2. Man muß im eingeloggten Zustand die Suche ausführen.
3. Die Veränderungen wirken sich nur auf die selbst zu sehenden Serps aus, sprich wenn ich ein Ergebnis ausblende, bekommen alle anderen User mit der gleichen Suchabfrage dieses Ergebnis immer noch zu sehen.
Es kann natürlich durchaus sein, daß Google reagiert, wenn ein Suchergebnis überdurchschnittlich oft ausgeblendet wird, doch stellt sich dann hier die Frage was überdurchschnittlich bedeuten könnte.
Die Serps im ausgeloggten Zustand sind also erstmal nicht gefährdet. SEO’s sollten sich trotzdem Gedanken machen, denn man sollte sich nun genau überlegen ob die zu optimierende Seite wirklich einen Mehrwert bietet und deshalb in den Serps möglichst weit vorne gelistet werden sollte. Je größer der Mehrwert für den Suchmaschinennutzer ist, desto seltener werden die User diese Seite wohl ausblenden. Es gilt also nach wie vor der Spruch “Content is King”. Doch gilt eventuell bald noch mehr “guter Content ist Kaiser”.
Fazit: SEO’s werden auch in Zukunft trotz (oder gerade wegen?) Searchwiki ihre Daseinsberechtigung haben und somit braucht sich wohl noch niemand auf die Suche nach einer neuen Verdienstmöglichkeit zu machen.
19 Nov 2008 . Gespeichert unter
Kundenerlebnisse.
Heute mal wieder ein Beispiel wie man es nicht machen sollte.
Im Briefkasten war heute ein an mich direkt adressierter Brief, also keine reine Postwurfsendung, von Kabel Deutschland. Darin wurde mir verkündet, daß jetzt auch bei mir Internet über Kabel Deutschland mit bis zu 32 Mbit/s verfügbar sei und das ganze für gerade mal 22,90 Euro/Monat.
Im Vergleich zu meiner manchmal etwas wackligen Aliceleitung als nicht nur doppelt so schnell, sondern auch noch 7 Euro günstiger im Monat. Da VDSL von der T-Com hier bei mir immer noch auf sich warten läßt, wäre das ja eine nette Alternative gewesen. Aber wie gesagt, es wäre halt, denn als ich dann auf der Kabel Deutschland-Webseite das Paket bestellen wollte, stand dort wiederum, daß bei mir nur Telefonie, aber kein Internet via Kabel Deutschland verfügbar sei, ich mich aber als Interessent registrieren könne.
Hallo, liebe Leute von Kabel Deutschland, anscheinend weiß wohl ebi euch die linke Hand nicht, was die rechte macht oder wie? Wenn ihr schon im Vorfeld euch solche Patzer erlaubt, glaubt ihr dann wirklich daß die Leute sich dann von bunten Prospekten ködern lassen? Wer im Vorfeld schon die potentiellen Kunden verärgert, sollte sich nicht wundern wenn es mit der Neukundenakquise schwer ist.
Ich hab jetzt jedenfalls die Schnauze voll von Kabel Deutschland und warte nun doch lieber weiter auf die VDSL-Verfügbarkeit von T-Com.
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