Traffic durch Domainnamen
“Junge, das Internet ist nicht da.” Nein, keine Panik. Die Startseite im Browser hatte sich nur verstellt und nun tauchte nicht mehr Google gleich auf, wo man doch in dieses Feld nur etwas eingeben muß, um in die große weite Internetwelt zu gelangen.
Solche Dinge spielen sich immer wieder ab und noch viel häufiger kommt es vor, daß URL’s nicht in die Adressleiste eingegeben werden sondern einfach in das Suchfeld von Tante Google. Daher ist es nicht ungewöhnlich, daß Leute bei Google nach www amazon de oder ähnliches suchen.
Doch, wie kann man sich so viel Unwissenheit zu Nutze machen und geht das überhaupt? Sicher geht das und ich möchte mit diesem Beitrag aufzeigen wie das funktioniert.
Gehen wir einmal ein paar Jahre zurück und erinnern und an den temporären Rausschmiß von BMW aus dem Google-Index. Solch ein Rausschmiß ist eine ideale Möglichkeit an Traffic zu kommen. Stellen wir uns nun einfach vor, der Rausschmiß wäre nicht temporär sondern dauerhaft gewesen. Dies hätte zur Folge gehabt, daß immer noch Leute nach bmw.de bei Google gesucht hätten, die Domain aber nicht an vorderster Position aufgetaucht wäre.
Nun haben wir natürlich eine Landingpage auf das Keyword bmw.de optimiert und ranken damit an erster Stelle und siehe da, wir haben dadurch den ganzen Traffic abgegrast, den eigentlich bmw.de bekommen sollte. Wie wir diesen Traffic dann in bare Münze umwandeln, muß man dann je nach Keyword separat erörtern.
Doch wie komme ich nun an solche gekickten Domains?
Nun, es gibt hier mehrere Möglichkeiten. Zum einen kann man pauschal auf alle möglichen bekannten Domainnamen optimieren, in der Hoffnung, daß die mal gekickt werden bei Google. Eine weitere Möglichkeit besteht aber darin sich bestimmte Suchabfragen bei Google regelmäßig anzuschauen und zu überprüfen, warum diese oder jene Domain nicht mehr rankt. Vielleicht ist sie ja gekickt worden.
Wieviel Traffic man dadurch generieren kann, ist natürlich ganz unterschiedlich. Handelt es sich um recht prominente Domainnamen a la freenet.de oder ebay.de oder amazon.com, dürfte der Traffic wohl recht groß sein. Bei klausmuellerausschweinfurtinbayern.de dürfte sich der Aufwand sicher nicht lohnen.
Ratsam ist es dann auf jeden Fall, passende Werbung einzubauen um aus dem neu gewonnenen Traffic auch einiges rauszuholen.
On November 9th, 2008 at 9:46 pm
Sehr interessante Möglichkeit, daran habe ich im Traum nicht gedacht. Allerdings lohnt sich meiner Meinung nach selbst der Aufwand bei bekannten Seitennamen nicht, denn 1. wann werden die denn schonmal gekickt und 2. muss man einiges mehr tun um bei bmw.de vorne zu stehen als nur eine seite zu optimieren – Konkurrenz ist immer da und allgegenwärtig
On November 9th, 2008 at 10:00 pm
bmw.de hab ich jetzt einfach mal nur als Beispiel genommen. Es funktioniert aber auf jeden Fall, man muß halt nur etwas Glück haben und schnell genug feststellen, wer gerade gekickt wurde.
On November 10th, 2008 at 7:55 am
Und was passiert, wenn dir bspw. bmw wegen Unerlaubtem Markenzeichennutzung nachrennt? Dachte gab doch mal ein Urteil, dass man auf Markenname nicht mehr “bewusst” optimieren darf? Oder sehe ich da was falsch?
On November 10th, 2008 at 9:30 am
“Zum einen kann man pauschal auf alle möglichen bekannten Domainnamen optimieren”
Na dann viel Spaß, sind ja nicht soo viele.
On November 10th, 2008 at 11:17 am
Domainnamenoptimierung…
Nette Ideen die hier aufgegriffen werden
Sich mit dem Thema ein paar Minuten ernsthaft zu befassen könnte durchaus neue Ideen und frischen Wind in den SEO-Alltag bringen. Ich finde die Ansätze ganz gut……
On November 10th, 2008 at 2:06 pm
Die Idee gefällt mir, aber wie sieht es bei der Optimierung auf markenrechtlich geschützten Keywords aus? Könnte es da nicht ggf. Ärger geben?
On November 10th, 2008 at 2:18 pm
Hat von euch hier niemand damals darüber gebloggt als Google youporn.com aus dem deutschen Index gekickt hatte oder als bmw.de für paar Tage draußen war und ricoh.de ebenso?
Das hat doch nichts mit Markenrecht zu tun, wenn ihr dann im Rahmen eines Blogbeitrags einen journalistischen Beitrag schreibt. Ansonsten wäre alle Zeitungen und Onlinemagazine leer, wenn da niemand einen Markennamen verwenden dürfte.
Das klingt dann in der Tagesschau so:
Guten Abend,
heute hat *piep* den Antrag auf Chapter 11 beim zuständigen Amtsgericht in New York gestellt. *piep* war aufgrund der Finanzkrise ins schleudern geraten und konnte fällige Kredite in Milliardenhöhe nicht fristgerecht zurückzahlen….
Na, dämmerts bei euch?