Searchwiki und die Auswirkungen
Mit Searchwiki hat google ein Tool vorgestellt, mit dem Benutzer irrelevante Ergebnistreffer aussortieren können. Ist das das Ende von SEO, fragen sich Klaus Eck, Baynado und einige andere?
Zuerst einmal: es wird nichts so heiß gegessen wie es gekocht wird.
Schaut man sich das ganze etwas genauer an, wird man schnell feststellen, daß für SEO’s keine Gefahr besteht ihre Geldeinnahmequelle zu verlieren, Dinge wie Usability aber durchaus noch mehr an Relevanz zulegen können.
Google bietet seit kurzem, vorerst nur in Amerika, die Suchergebnisse zu bewerten und sogar auszublenden. Doch das ganze geht nur unter bestimmten Bedingungen:
1. Man benötigt ein Google-Konto.
2. Man muß im eingeloggten Zustand die Suche ausführen.
3. Die Veränderungen wirken sich nur auf die selbst zu sehenden Serps aus, sprich wenn ich ein Ergebnis ausblende, bekommen alle anderen User mit der gleichen Suchabfrage dieses Ergebnis immer noch zu sehen.
Es kann natürlich durchaus sein, daß Google reagiert, wenn ein Suchergebnis überdurchschnittlich oft ausgeblendet wird, doch stellt sich dann hier die Frage was überdurchschnittlich bedeuten könnte.
Die Serps im ausgeloggten Zustand sind also erstmal nicht gefährdet. SEO’s sollten sich trotzdem Gedanken machen, denn man sollte sich nun genau überlegen ob die zu optimierende Seite wirklich einen Mehrwert bietet und deshalb in den Serps möglichst weit vorne gelistet werden sollte. Je größer der Mehrwert für den Suchmaschinennutzer ist, desto seltener werden die User diese Seite wohl ausblenden. Es gilt also nach wie vor der Spruch “Content is King”. Doch gilt eventuell bald noch mehr “guter Content ist Kaiser”.
Fazit: SEO’s werden auch in Zukunft trotz (oder gerade wegen?) Searchwiki ihre Daseinsberechtigung haben und somit braucht sich wohl noch niemand auf die Suche nach einer neuen Verdienstmöglichkeit zu machen.
On November 22nd, 2008 at 2:10 pm
Was ich mir Vorstellen kann ist das wie du schon sagst wenn etwas sehr oft ausblendet wird das es dann ein wenig absagt. Doch hier ist die Frage was viel ist. Andersrum kann ich mir auch vorstellen das was steigen kann aber im Grunde wird es wirklich nur dafür sein das sich Leute ihre eigenen SERPs zusammenstellen können.
Zusätzlich gibt es dort draußen wirklich noch wenige die einen Google Account besitzen und vor allem immer eingeloggt sind beim Suchen. Ich kenne auch sehr viele die zum Beispiel Angst davor haben ihre Daten zu speichern und diese lieber immer manuell eingeben. Wenn die E-Mails oder die Feeds gelesen sind wird sich wieder ausgeloggt.
Ich kann mir wirklich kaum vorstellen das diese Funktion einen großen Erfolg feiern wird. Dafür sind die Leute einfach zu Faul das immer etwas gevotet wird nur weil es einmal hilft. Zusätzlich gehen viele nach dem Besuch einer Webseite gar nicht zurück wenn das Ergebnis gefunden wurde und vorab kann wirklich schlecht gevotet werden ob es gut oder schlecht ist.
On November 22nd, 2008 at 6:09 pm
Hallo Torsten,
ich denke auch, dass das erst mal nicht so heiß gegessen wird.
Man muss sich ja auch folgendes vor Augen halten:
- Wer loggt sich schon von der breiten Masse (!) ein und macht so was. Derzeit sicher nur Experten und eben SEOs. Die Daten werden also nicht sonderlich repräsentativ sein.
- Wer sucht denn mehrmals (!!!) nach dem gleichen Begriff und sortiert (!) hinterher noch die Treffer? Dieses Verhalten erscheint mir für den Normaluser eher hirnrissig zu sein.
Bleibt also fraglich, was Google mit den Daten machen will. Es werden nur sehr wenig sein und dazu keinesfalls repräsentativ.
Man darf aber gespannt bleiben. Vielleicht hat G. noch ein Ass im Ärmel bei dieser Funktion. Bis jetzt kann ich aber noch keines erkennen…