Da ich gerade an einem Blog über Zeitschriften arbeite, werfe ich natürlich auch mal den einen oder anderen Blick auf die Webseite der jeweiligen Zeitschrift. Dabei eght es mir dann in erster Linie darum etwas über die Zeitschrift im Allgemeinen und die Abo-Möglichkeiten im Speziellen zu erfahren.

Einige Zeitschriften scheinen aber diesbezüglich mit dem Internet auf Kriegsfuß zu stehen. Von Usability keine Spur und anscheinend haben es einige Zeitschriften wohl auch nicht nötig Abos zu verkaufen, denn es ist teilweise recht aufwändig oder sogar unmöglich Informationen zum Abo der jeweiligen Zeitschrift zu bekommen.

Hier nun ein paar Beispiele dazu:

Die Frauenzeitschrift myself

Die zu der Zeitschrift myself gehörende Webseite findet man unter myself.de Bei dem namen der Zeitschrift hatte ich irgendwie zuerst eine Heimwerkerzeitschrift vor meinem geistigen Auge gesehen, war dann aber doch irgendwie überrascht da eine Frauenzeitschrift vorzufinden.

Im Menü kann ich mich über Mode, Schönheit, Gewinnspiele, Horoskope und einiges mehr informieren. Abo der Zeitschrift – Fehlanzeige!

Im Hauptteil der Seite erfahre ich welcher Stiefeltyp zu mir paßt und ich kann eine Armbanduhr gewinnen. Von einem Zeitschriftenabo aber nichts zu sehen.

Erst nachdem ich mir die beiden rechten Spalten etwas genauer angeschaut habe, stelle ich fest, daß sich in der ganz rechten Spalte zwischen Quick-Links und Forum ein Bereich findet, der auf den Abo-Shop verlinkt. Wer nicht ganz so beharrlich sucht, wird diesen Link sicher schnell übersehen, zumal er sich im unteren Abschnitt des sichtbaren Bereichs befindet.

Magazin Stern

Das Magazin Stern dürfte den meisten bekannt sein und zu finden ist das zugehörige Webangebot auf stern.de

Doch wehe, man möchte ein Stern-Abo abschließen, denn vor dem Abo haben die Stern-Macher den Fleiß gesetzt, nämlich den Fleiß eine Möglichkeit zum Abschluß des Abos überhaupt zu finden.

Das Menü verweist mich auf Themegebiete wie Politik, Wirtschaft, Reise, Sport oder Auto. A wie Abo ist dort aber nicht zu finden. Dafür bekomme ich aber die “Bilder des Tages” angezeigt.

Im gesamten sichtbaren Bereich weit und breit nichts zu sehen von einer Möglichkeit den Stern im Abo beziehen zu können. Scrollt man ein klein wenig nach unten kann man sich den Stern.de-Bildschirmschoner downloaden, aber immer noch kein Abo bestellen. Gesundheitsratgeber und der Hinweis sich doch mal die Humor-Seite von stern.de anzuschauen scheinen wichtiger zu sein als Abos zu verkaufen.

Erst wenn man fast ganz unten angekommen ist und dabei das Mausrad gefühlte mehrere Kilometer bewegt hat bekommt man einen Link angezeigt wo man ein Stern-Abo abschließen kann.

Fazit: Der Rückgang von Abozahlen im Printbereich hat nicht nur etwas mit der wachsenden Dominanz des Internets zu tun, sondern vielfach einfach mit der nicht vorhandenen Usability der Webseiten der jeweiligen Zeitschriften. Dort wird nämlich anscheinend gerne vergessen, daß das wichtigste für eine solche Webseite es sein sollte zu verkaufen, nämlich Abos zu verkaufen.