Neuerdings macht insbesondere eine bestimmte deutsche SEO-Agentur dadurch auf sich aufmerksam, daß sie ihren DEUTSCHEN Kunden vornehmlich Backlinks von RUSSISCHEN Seiten beschafft. Das kann dann schon mal so aussehen, wie hier von Matthias gezeigt.

Wo liegt das Problem mit Links von ausländischen Seiten?
Zur Zeit nirgends, kann man sagen, dennoch bereiten selbige keine Probleme, doch kann sich das schon bald ändern.

Der Grund ist folgender. Zu viele eingehende Links von Seiten mit fremdsprachigen Inhalten können zum einen dazu führen, daß Google die Sprachrelevanz für die eigene Seite neu festlegt. Dann rankt die Domain vielleicht weiterhin für “Kindersitz”, aber dann nicht mehr bei google.de sondern bei google.ru. Ich kenn nun aber nicht wirklich einen russischsprachigen Bürger der bei google.ru nach “Kindersitz” suchen würde und wenn dann eher in der russischen als in der deutschen Sprache.

Das zweite Problem welches ich hier sehr ist etwas anders gelagert. Welchen Sinn macht es für einen russischen (oder türkischen, israelischen, amerikanischen, serbokroatischen oder sonstwas) Webmaster einen Link in einer ihm fremden Sprache auf seine Seite zu setzen der widerum auf eine fremdsprachige Seite verweist?

Ein Link stellt ja immer auch eine Empfehlung dar, nur wem empfiehlt der Webmaster denn etwas? Das ganze kann noch funktionieren und Sinn machen, wenn ich als deutscher Webmaster z.B. auf ein Video oder bestimmtes Bild verlinken will, welches sich auf einer fremdsprachigen Webseite befindet, das sind aber auch schon die einzigen Fälle. Ein Link auf einen ausländischen Onlineshop ist da schon bedeutend fraglicher zu betrachten. Selbst wenn, würde ich dann immer noch in meiner Sprache und nicht in der der verlinkten Seite verlinken.

Hier ist also durchaus anzunehmen, daß auch die Suchmaschinen solche Diskrepanzen recht schnell feststellen und aufdecken werden. Das Ergebnis wird sein, daß die verlinkten Seiten abgewertet werden und beide webmaster, also der der verlinkten Seite und der der verlinkenden Seite somit eines von der Suchmaschine auf den Deckel bekommen werden.

Fazit: Würden wir hier nicht von Webseiten sondern von Menschen reden, täte ich der SEO-Agentur die so etwas verzapft mindestens fahrlässige Körperverletzung, ggf. sogar vorsätzliche Körperverletzung (unter Umständen mit Todesfolge) vorwerfen.