Juni 2009
Monatsarchiv
30 Jun 2009 . Gespeichert unter
Suchmaschinenoptimierung.
Der SEO-Punk organisiert einmal im Monat einen SEO-Stammtisch in Berlin. Ich hab da jetzt auch bereits zweimal dran teilgenommen und mir hats gefallen. Die Location “Paules Metal Eck” ist mal etwas anderes als so manche Schicki-Micki-Bude, die sonst für solche oder ähnliche Veranstaltung herhalten muß.
Bei den Teilnehmern sind auch immer wieder neue Gesichter dabei und die Gespräche sind recht offen. Da macht es richtig Spaß auch mal die 150 Kilometer Anreise dafür auf mich zu nehmen. Wer da also mal dran teilnehmen möchte, der sollte regelmäßig hier vorbeischauen. Der SEO-Punk veröffentlicht dort die Termine und via Kommentar kann man sich dazu anmelden.
Beim letzten Stammtisch gab es zudem noch ein besonderes Leckerli. Alle Teilnehmer erhielten nämlich eine Flasche Bier geschenkt. Doch es war kein normales Bier. Die Firma Beck hat nämlich eine neue Sorte entwickelt: Beck’s Link. Ich fands toll und bedanke mich noch mal recht herzlich bei dem Sponsor.
Vielleicht hab ich ja jetzt den einen oder anderen neugierig gemacht. Neue Teilnehmer sind glaub immer gern gesehen dort. Denke mal, daß ich auch in Zukunft dort desöfteren zu finden sein werde.
19 Jun 2009 . Gespeichert unter
News aus dem Internet.
Gestern nun fand die Bundestagsdebatte mit anschließender Abstimmung über das Erschwerungszugangsgesetz statt, welches dazu führt, daß Seiten mit kinderpornographischen Inhalten mit einem Stoppschild versehen werden.
Klingt ja erstmal ganz gut, doch denkt man etwas genauer drüber nach, wird man schnell einige Haken und Ösen finden.
1. Das Gesetz verstößt gegen das Grundgesetz wo es heißt: “Eine Zensur findet nicht statt.”
2. Die technischen Sperren sind recht leicht zu umgehen, wenn man denn will.
3. Das Gesetz kann später durchaus auch auf andere Bereiche Anwendung finden. Schon jetzt werden Stimmen laut, auch Seiten mit Glücksspielinhalten und sogenannten Killerspielen auf diese Indexliste zu setzen. Was folgt dann noch? Kritische Meinungen wie diese hier?
Von 612 Abgeordneten haben sich 535 an der Abstimmung beteiligt. 389 Abgeordnete aus den Reihen der großen Koalition von CDU/CSU und SPD haben für den Antrag gestimmt. Zwar gab es in letzter Minute noch einige Änderungen am Gesetzestext, doch trotzdem wurden die rund 135.000 Mitzeichner der größten in Deutschland stattgefundenen Petition faktisch dabei übergangen.
Das Gesetz öffnet nun weitergehender Zensuer im Internet Tür und Tor, ein schwarzer Tag für die Meinungsfreiheit in Deutschland.
Vergessen wird dabei auch eines. Der Vergewaltigung von Kindern wird dadurch leider kein Einhalt geboten, denn das was man da an Dreckszeug sieht ist Geschichte, ist bereits geschehen und läßt sich damit nicht rückgängig machen. Daher sollte man andere Maßnahmen anwenden um dies zu verhindern, aber nicht mit Zensurmethoden arbeiten.
Auf abgeordnetenwatch.de kann man übrigens sehen, wie welcher Bundestagsabgeordneter abgestimmt hat. Zudem kann man beim Klick auf den Namen, dem Abgeordneten eine Nachricht schicken, die auch öffentlich angezeigt wird und worauf er dann ebenfalls öffentlich antworten kann. Bitte dabei einen höflichen Ton verwenden, denn so wie man in den Wald reinruft kommt es auch wieder zurück.
Zugleich kann man dann auch gleich sehen, ob man von seinem Abgeordneten entsprechend vertreten wird. Am 27.09.2009 ist ja schließlich Bundestagswahl und da hat es jeder selbst in der Hand wer ab dann regiert.
10 Jun 2009 . Gespeichert unter
Suchmaschinenoptimierung.
Bei Xing gab es mal wieder eine Diskussion was SEO kosten darf. Das möchte ich zum Anlaß nehmen mal hier Ansatzpunkte zu veröffentlichen.
SEO ist teuer. Nun, es ist wahr. SEO ist kein wirkliches Billigangebot. Viele denken immer noch, da die Aufnahme in die Suchmaschinen ja selbst kostenlos ist und es auch sonst im Internet zahlreiche kostenlose Angebote gibt, daß SEO auch kostenlos oder zumindest ganz billig angeboten wird. Vielfach haben manche auch ganz falsche Vorstellungen von SEO.
Da gibt es halt Menschen die immer noch denken, daß ein sEO da vor irgendeinem geheimen Programm sitzt, drei Knöpfe auf der Tastatur drückt und schon kommt die Kundenseite ganz nach vorne. Wäre es doch nur so, dann würde ich jetzt diesen Artikel nicht schreiben.
SEO ist viel Handarbeit. Arbeit, welche sich nicht komplett automatisieren läßt, auch wenn viele Submittertools und was weiß ich noch alles im Netz rumwuseln und das Blaue vom Himmel versprechen. Aber versprechen kann man ja viel…
Ich hab einen Kunden der vorm kurzem (endlich) auf ein neues CMS umgestellt hat. Im Zuge dieser Umstellung veränderten sich URL-Strukturen, fielen alte Dateien komplett weg usw. Für mich bedeutete daß, daß ich stundenlang in der Google-Webmasterkonsole rumwuselte, zudem noch desöfteren die robots.txt anpassen mußte und mich darüber mit dem Kunden per Mail und Telefon austauschte. Rechne ich das zusammen, sind da locker 3-4 volle Arbeitstage bisher draufgegangen und ganz fertig sind wir damit immer noch nicht. Title-Tags und Description müssen auch noch fertig angepaßt werden und so kommt eines zum anderen.
Ein wichtiger Punkt ist auch der Linkaufbau. Viele sehen da nur, daß das setzen eines Links doch nur wenige Minuten dauert und verstehen daher nicht, warum das denn so teuer sein soll. Dabei wird aber gern vergessen, daß der SEO diese Linkquellen erst einmal für sich erschließen muß.
Bei mir liegen zum Beispiel Listen mit ca. 9.000 potentiellen Linkquellen auf dem Rechner, die ich manuell prüfen muß. Da kann man sich dann mal vorstellen, was das ganze an Zeit kostet und die muß natürlich auch jemand bezahlen und das kann nunmal nur der Kunde sein.
Ich hab auch bereits mehrere Stunden im ICQ mich mit Kollegen ausgetauscht nur um dann eine oder zwei recht gute Linkquellen genannt zu bekommen. auch das ist Arbeit und auch die muß irgendwer bezahlen.
Kunden die halt nicht bereit sind einen solch erhöhten Aufwand zu bezahlen müssen halt auch damit rechnen nur Links zu bekommen, die halt keine High-End-Qualität haben. Deshalb verhandel ich mit meinen portentiellen Kunden da auch nicht lange. Entweder meine Preise werden akzeptiert oder der Webmaster muß sich wen anderen suchen. Auch bei SEO gilt: wer billig kauft, kauft zweimal.
Angebote a la “Wir bringen Sie auf Seite 1 für 99 Euro im Monat” o.ä. sollte man also mit Vorsicht genießen. Zumeißt versteckt sich im Kleingedruckten solcher Angebote dann irgendein Hinweis, daß es egal ist mit welchem Keyword das ganze geschieht und bei welcher Suchmaschine usw. Dann steht man vielleicht wirklich auf Seite 1 – bei Altavista mit dem Keyword “blaugrün gesprenkelte südamerikanische Waldameise” oder so. Da sind dann auch 99 Euro rausgeschmissen.
Da jede Seite anders aufgebaut und strukturiert ist und zudem eine eigene Historie besitzt und auch bei den mannigfaltigen Themengebieten es ganz nunterschiedlich ist wie stark die jeweilige Konkurrenz ist, ist es schier unmöglich mit Pauschalangeboten zu werben. Die Optimierungsmöglichkeiten die angewendet werden müssen, sind einfach zu unterschiedlich, als das man das alles in ein Pauschalangebot packen könnte.
Die Frage “Was kostet SEO?” kann man also nicht so einfach beantworten und das ist das komplexe an der ganzen Sachen. Vergleiche verschiedener Anbieter können dadurch halt auch erschwert werden, da jede SEO andere Ansätze verfolgt und es auch nicht immer nur einen richtigen Optimierungsansatz gibt.
Allen die auf der Suche nach einem SEO sind, wünsche ich dabei viel Erfolg und vielleicht schaut der eine oder andere auch mal hier vorbei.
9 Jun 2009 . Gespeichert unter
Suchmaschinenoptimierung.
Ich werde öfters gefragt, welche SEO-Tools ich denn verwende. Meine erste Antwort lautet dann immer: “mein Gehirn”.
Aber es ist wirklich so, vieles kann man durhc nachdenken lösen ohne irgendwelche SEO-Tools. Doch das eine odere andere kleine SEO-Tool setze ich natürlich auch ein und möchte ich an dieser Stelle mal kurz vorstellen.
Free Monitor for Google
Das Tool “Free Monitor for Google” ist ein kostenloses Tool, mit dem man die Positionierungen von Webseiten bei bestimmten Keywords überwachen kann. Die Keywords lassen sich bequem aus einer .txt-Datei importieren, was gerade bei längeren Keywordlisten vorteilhaft ist. Man kann sich auch bequem anzeigen, wer noch vor einem steht bei dem jeweiligen Keyword. Die Abfragen funktionieren mit und ohne Google API. Die Ergenisse kann man als CSV-Dateien exportieren und somit z.B. Kunden auch bequem zugänglich machen.
Download von Free Monitor for Google
Xenu Link Sleuth
Ganz wichtig ist auch das kostenlose SEO-Tool Xenu Link Sleuth. Xenu sucht nach veralteten und nicht mehr funktionierenden Links. Das ist schon insofern wichtig, um die Webseiten aktuell zu halten und kann sich auch positiv auf das Ranking auswirken, wenn der Robot keine oder nur wenige nicht funktionierende Links findet. Ich hatte so auch mal bei einer Überprüfung einer Webseite über 400 nicht mehr funktionierende Links egfunden, die mir dann schön sortiert aufgelistet wurden und so von mir recht leicht entfernt werden konnten.
Xenu Link Sleuth liegt aktuell in der Version 1.3c vor und sollte ruhig desöfteren mal auf den eigenen Webseiten zum Einsatz kommen.
Download von Xenu Link Sleuth
EditPad Lite
EditPad Lite ist kein SEOTool, sondern ein Texteditor. Da ich diesen Editor recht gerne benutze möchte ich ihn an dieser Stelle auch erwähnen. Es gibt zudem eine kostenpflichtige Pro-Version von EditPad, die einen größeren Funktionsumfang hat. Doch auch mit der Lite-Version (aktuell 6.4.5) kann man sehr gut arbeiten.
Download von EditPad Lite
LinkDiagnosis
Linkdiagnosis ist ein Plugin für Firefox. Mit ihm lassen sich die eingehenden Backlinks einer Webseite sehr komfortabel analysieren. So wird angezeigt, ob der über den Yahoo Siteexplorer erfaßte link noch existiert, follow oder nofollow ist und welchen PR die linkgebende Seite hat. Das alles kann man sich bequem als CSV-Liste auf den Rechner laden und dann in Ruhe auswerten.
LinkDiagnosis halte ich für eines der wichtigsten SEO-Tools überhaupt, die ein SEO haben sollte.
Download von LinkDiagnosis
Es gibt noch einige interessante Plugins und SEO-Tools mehr, z.B. die Firefox-Plugins SEOQuake und SEOpen. Letztendlich muß natürlich jeder selbst entscheiden für welche SEO-Tools er sich entscheidet, aber vielleicht konnte dieser Beitrag dazu eine kleine Hilfe sein. Dann hat er seinen Zweck ja bereits erfüllt.
5 Jun 2009 . Gespeichert unter
Suchmaschinenoptimierung.
Vielfach wird sie unterschätzt, doch sie ist ein wirksames Mittel in Sachen Onsiteoptimierung: die robots.txt.
Die robots.txt dient dazu dem Suchmaschinenrobot zu sagen, welche Dateien und Ordner er indexieren darf und welche für ihn tabu sind. Normale Suchmaschinenrobots halten sich auch an diese Vorgaben.
Es kommt immer wieder vor, daß man im Index auf Suchergebnisse stößt, wo man sich fragt warum die eigentlich im Index sind. Das ist dann wieder ein Punkt, wo die Anwendung einer robots.txt hilfreich sein kann.
Was sollte man grundsätzlich sperren für die Robots?
Grundsätzlich sollte man alle Dateien sperren, die nur für Admins wichtig sind bzw. die keine suchmaschinenrelevanten Daten enthalten. Bei Wordpress würde ich grundsätzlich folgende Dateien Ordner sperren:
/wp-admin/
/wp-login.php
Viele sperren auch das Impressum aus, insbesondere wenn es mehrere Webprojekte mit gleichem Impressum gibt. Auch das Kontaktformular kann man sperren.
Bei anderen CMS gibt es Ordner die z.B. /admin/ oder /fileadmin/ heißen. Auch diese sollte man dann sperren. Dateien, die es nicht mehr gibt, kann man über die robots.txt auch sperren. Sie verschwinden dann schneller aus dem Google-Index.
Bei einem Kunden habe ich nach einer Umstellung des CMS so die im Google-Index enthaltenen Dateien um ca. 80 % verringert. Hilfreich ist hier zudem die Anwendung der Google Webmasterkonsole. Mit Hilfe selbiger kann man die Löschung von Dateien und Ordnern aus dem Index beantragen. Selbige müssen dann aber entweder einen 404 ausgeben oder aber in der Robots.txt gesperrt sein.
Letztendlich geht es nicht darum möglichst viele Seiten im index zu haben, sondern wirklich nur die relevanten Seiten im Index zu haben. Würden alle Webmaster dies entsprechend sorgfältig handhaben, gäbe es wohl wohl locker 20-30 % weniger Seiten im Google-Index. Vielleicht wäre die Differenz sogar noch größer. Man schaue sich nur mal das hier an.
Vielfach kann durch den Ausschluß verschiedener Dateien und Ordner übrigens auch (interner) duplicate Content vermieden/beseitigt werden im Google-Index. Dies wirkt sich dann wieder positiv auf das Ranking der anderen Unterseiten auf.
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