September 2009
Monatsarchiv
25 Sep 2009 . Gespeichert unter
News aus dem Internet.
Nun bin ich auch wieder wohlbehalten aus Köln zurückgekehrt von der DMEXCO und möchte hier mal meine Eindrücke schildern.
22.09.2009 – Tag der Anreise
Für den 22.09. hatte ich mich zur Geburtstagsparty von Mirago angemeldet. Die “Miragos” hatte ich zuvor schon getroffen als ich den Kölner Dom besichtigte. Die Location war recht klein und wenn wirklich alle gekommen wären die zugesagt hatten, wäre es sehr voll geworden. Dennoch fand ich es recht schade, daß viele wohl zugesagt hatten, dann aber nicht erschienen waren. So etwas ist doch recht unhöflich dem Gastgeber gegenüber. Ich nutzte den Abend um mich mit einer Kooperationspartnerin von mir zu unterhalten, die ich schon ein gutes dreiviertel Jahr nicht mehr gesehen hatte. Außerdem lernte ich den Eberhard Blocher kennen, den Klassenkasper aus Xing, für den alles was mit Google zu tun hat grundsätzlich böse ist.
23.09.2009 – Erster Messetag
Nach einer viel zu kurzen Nacht und einem super Frühstück im Hotel ging es dann zu Fuß zur Messe. Die Ausschilderung war etwas uboptimal, so daß nicht nur ich erstmal auf der falschen Seite der Gleise entlang lief. Dann also wieder zurück und mit dem Shuttlebus zur Halle 8 gefahren.
Am Einlaß ging es relativ zügig vonstatten. Im Gegensatz zur OMD in Düsseldorf war hier in Köln bei der DMEXCO alles auf eine Messehalle konzentriert worden. Auffallend war, daß es doch einige Aussteller weniger waren als in den Jahren zuvor in Düsseldorf. Auch große Player wie Google oder United Domains waren dieses Mal nicht anwesend. Stark rückläufig war auch die Zahl der Stände an denen Schilder standen mit Aufschriften wie “Wir stellen ein:”.
Ansonsten war es wie immer auf solchen Messen: massenweise Schlipsträger. Mit meinem Piratenpartei-T-Shirt und meinem Kopftuch fiel ich da auch auf und wurde auch von mehreren Leuten angesprochen, die mich anhand meines Kopftuches identifiziert hatten. Markenbildung kann so einfach sein.
Ich konnte gute Gespräche führen und lernte einige Leute live kennen, die ich bisher nur via Xing oder so kannte. Sehr informativ fand ich auch das Gespräch mit Vivan Pein von Xing, das für mich auch sehr aufschlußreich war.
Schlange stehen war wie immer an den wenigen Imbißmöglichkeiten angesagt, wo man Bratwürste für überteuerte 3,70 Euro bekommen konnte. Hab ich mir dann erspart.
Die Standpartys hab ich mir dann auch erspart, ebenso wie die Großveranstaltungen wie OMClub oder die offizielle DMEXCO-Party. Stattdessen habe ich den Abend recht ruhig mit Begleitung in einem netten mexikanischen Restaurant verbraucht, gut gessen und ein paar Cocktails geschlürft.
Auffallend war übrigens, daß nicht nur weniger Aussteller dort waren sondern auch weniger Besucher.
23.09.2009 – Zweiter Messetag
Irgendwie war die Nacht wieder bissel zu kurz, obwohl ich doch etwas mehr Schlaf hatte als nachts zuvor. Das Frühstück im Hotel war wieder ausgezeichnet und dann ging es wieder zur Messe. Ich hatte nur noch wenige Termine gehabt, die waren aber recht interessant. So blickte ich mal hinter die technischen Kulissen des Oxid eSales-Shops und bin da nun um einiges schlauer. Dazu wirds dann in nächster Zeit noch einen entsprechenden Blogbeitrag geben. Wer noch auf XTC oder OSC als Shopsoftware setzt sollte da echt mal über einen Wechsel nachdenken.
Auch das Thema Piratenpartei und Bundestagswahl war teilweise wieder Thema meiner Gespräche. Mal schauen was der kommende Sonntag uns bringen wird.
In Sachen Affiliateprogramme hab ich dann noch ein Gespräch bei Quisma geführt. Einige ihrer Programme werden wohl die nächsten Tage den Weg zu mir finden. Ich hoffe es lohnt sich.
Am Stand von Oxid hatte ich übrigens noch ein lustiges Erlebnis. Während ich mich dor mit Marco unterhielt, sagte plötzlich jemand “Hallo Torsten” zu mir. Ich drehte mich um und grüßte die junge Dame ebenfalls. Der Blick von Marco zu der jungen Frau und dann zu mir sprach Bände.
Ist ja auch nicht verwunderlich, oder? Grüße von hier an die Tanzmaus.
Dann gings auch langsam zurück zum Bahnhof, dort traf ich mich dann noch mit Timur Sener von Senkrecht IT und wir hatten ein sehr informatives Gespräch. Die Rückfahrt verlief planmäßig, auch wenn mich die schwer bewaffneten Polizisten in den Bahnhöfen von Köln und Hannover doch etwas irritierten.
Mein Fazit: Für mich hat sich die Reise nach Köln gelohnt. Ich hatte sehr nette und aufschlußreiche Gespräche und konnte auch neue Kontakte knüpfen. Einige geschäftliche Dinge haben sich ergeben und es wird sich zeigen was da draus wird. Ohne vorherige Terminvereinbarung hatte man es an vielen Ständen aber schwer Ansprechpartner zu finden. Im kommenden Jahr werde ich wieder nach Köln fahren, sofern die DMEXCO eine Fortführung finden wird.
20 Sep 2009 . Gespeichert unter
News aus dem Internet.
Twitter ist in aller Munde. Die einen finden es genial und sehen da drin das Marketing 3.0-Tool schlechthin, andere wie unser Bundeswahlleiter haben Angst vor einem Tool, das praktisch unbeherrschbar ist.
Neben Twitter gibt es aber noch eine ganze Reihe anderer Microbloggingdienste. Es kann nicht schaden mal einen Blick auf diese Alternativen zu werfen, bieten sie doch die Möglichkeit das eigene Microbloggingmarketing auf mehrere Füße zu stellen.
Hier eine Liste alternativer Microbloggingdienste ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Wer weitere Dienste kennt, kann diese gerne in den Kommentaren posten und ich ergänze sie dann entsprechend.
bleeper.de – basiert auf dem Laconica-Script
identi.ca – basiert auf dem Laconica-Script
jaiku.com
niimo.com
Luonica – basiert auf dem Laconica-Script
brainbird – basiert auf dem Laconica-Script
microciaran – basiert auf dem Laconica-Script
Quatschsprech – basiert auf dem Laconica-Script
br3nda – basiert auf dem Laconica-Script
chirup.com – basiert auf dem Laconica-Script
arroyo – basiert auf dem Laconica-Script
tweet.ie – basiert auf dem Laconica-Script
Collaborynth – basiert auf dem Laconica-Script
Coffs Harbour Microblog – basiert auf dem Laconica-Script
Addic7ed.com – WHAT? – basiert auf dem Laconica-Script
sweetter.net
twitter.ph
brightkite
Foxtweet
saigonica
Ich hatte noch Beschreibungen zu weiteren Diensten gefunden, die allerdings waren bereits wieder eingestellt worden. Ich denke aber mal, daß man mit dieser Liste schon etwas anfangen kann.
Microblogging wird sich in nächster Zeit immer mehr durchsetzen, zumal es recht viele Einsatzmöglichkeiten gibt.
16 Sep 2009 . Gespeichert unter
Suchmaschinenoptimierung.
Links sind das Salz in der Googlesuppe. Jeden Tag aufs neue gehen unzählige Webmaster los und suchen ihn, den Megalink der sie an ihren Konkurrenten vorbei auf Platz 1 schiebt.
Eines vorweg: es gibt ihn nicht, DEN Link überhaupt.
Man braucht also schon mehr als nur einen Link um erfolgreich zu sein und schon da tauchen die Probleme auf. Wie bekommt man nun die benötigten Links? Google rät: produziere guten Content für die Besucher. Ganz unrecht hat Google nicht, richtig guter Content wird auch gerne mal freiwillig verlinkt. Sei es ein guter Blogbeitrag mit wichtigen Infos, sei es eine umfangreiche Statistik, ein megatolles Foto oder was auch immer.
Doch natürlich kann man nicht täglich so einen Hype lostreten und gerade auch der kleine Handwerker um die Ecke ist mit so etwas einfach nur überfordert. Er will doch eigentlich nur, daß jemand bei ihm anruft und ihm einen Auftrag erteilt….
Aber auch ohne den Megahype zu produzieren kann man heutzutage bequem an Links kommen. Möglichkeiten dazu gibt es viele. Dinge wie Branchenverzeichnisse, Webkataloge, Artikelverzeichnisse dürften inzwischen jedem bekannt sein. Neben diesen gibt es aber noch viele weitere Möglichkeiten.
Zuallerst sollte man, und das empfiehlt eigentlich jeder meiner Kollegen, die Linkstruktur der Mitbewerber analysieren. Backlinkchecker kursieren viele im Netz, teils kostenlos, teils kostenpflichtig. Viele basieren auf den Daten, die der Yahoo Siteexplorer auswirft.
Der Nachteil dabei ist, daß man damit nur Linkquellen findet, die andere bereits nutzen. Interessanter ist es sich Linkquellen zu suchen, die halt nicht jeder nutzt. Solche Linkquellen findet man aber weniger durch Backlinkchecker. Hier helfen zum einen Gevatter Zufall weiter, aber auch die Erbtante Google (Grüße an Monika an dieser Stelle) kann hier nützliche Dienste leisten.
Die meisten Webseiten entstehen heutzutage unter Zuhilfenahme eines sogenannten Content-Management-Systems (CMS). Jedes CMS hat so seine Eigenheiten und so kennt jeder Webmaster sicher die Eigenheiten seines selbst von ihm eingesetzten CMS am besten. Hier kann sich ein Ansatz finden um an neue Links zu kommen. Während man bei Wordpress weiß, daß z.B. die Links aus den Kommentaren stadardmäßig als “nofollow” klassifiziert sind, sieht das bei anderen Blogscripten anders aus. Auch sonst bietet viele CMS verschiedene Möglichkeiten um an Links zu kommen. Da jedes CMS so seine persönlichen Erkennungsmerkmale hat, gilt es die ausfindig zu machen und danach dann zu suchen. Hilfreich kann es dabei auch sein, einmal selbst ein kleineres Projekt mit einem anderen als dem sonst selbst genutzten CMS aufzusetzen und so dieses CMS zu testen und zu analysieren.
Der Markt an CMS ist recht groß und so wird es eigentlich nicht langweilig. Man findet dadurch immer neue Linkquellen und kann sich somit von der Masse der anderen Webmaster abheben.
Neben dieser Möglichkeit sind ja immer noch die berühmten .edu-Links gefragt bei den Webmastern. Dabei geht es in erster Linie nicht nur um den angezeigten PR, sondern halt darum, daß die Seiten der verschiedenen Universitäten mit zu den ältesten Webseiten im Netz überhaupt gehören. Hier gibt es noch viele Möglichkeiten an ganz nette Links zu kommen, aber auch hier gilt es tief in den Weiten des Netzes zu recherchieren.
Wem das alles noch nicht reicht, dem ist anzuraten sich mal zu SEO-Stammtischen zu begeben. Da wird gerne der eine oder andere Tip weitergegeben. Allerdings sollte man da auch bereit sein selbst den einen oder anderen echten Tip weiter zu geben. Ein nächster kleiner SEO-Stammtisch findet übrigens am 23.09. in Köln statt. Interessenten daran können sich auch gerne bei mir melden.
10 Sep 2009 . Gespeichert unter
News aus dem Internet.
Gerade ist mal wieder einer dieser SEO-Contests gestartet, organisiert von den OM-Club-Organisatoren. Natürlich stürzen sich gleich alle wie die Geier drauf und die entsprechenden Keyworddomains wurden auch bereits alle belegt. Der Preis ist ein iPhone 3 GS 32 MB.
Ich selbst werde bei dieser Aktion nicht mitmachen. Das liegt nicht daran, daß ich mir keine Chancen auf den Hauptpreis ausrechne, sondern eher daran, daß ich keine Lust habe mein Wissen für eine Aktion zu verschleudern, dir mit eigentlich ncihts bringt udn stattdessen meinen Mitbewerbern UND Google womöglich noch meine Linkquellen sowie meine Arbeitsweise offenlegt. Das alles für eine Chance eventuell ein Handy zu gewinnen, daß ich eh nicht haben will? Rechnet man sich den dabei entstehenden Aufwand aus, stellt man zudem recht schnell fest, daß das ganze ein recht teurer Spaß sein dürfte. Wenn also jemand wirklich so ein Handy haben möchte, dann sollte er vielleicht einfach eines kaufen – kommt effektiv bedeutend billiger.
Für Leute wie mich sind solche SEO-Contests aber dennoch recht interessiert, denn so werden mir doch Optimierungsstrategien und Linkquellen praktisch auf einem silbernen Tablett präsentiert. Auch Tante Google wird sich das ganze sicher näher anschauen und so den einen oder anderen Entschluß daraus ziehen. Sollte also jemand in nächster Zeit abgestraft werden oder es zu sonstigen Verschiebungen im Ranking usw. kommen, könnte auch die Teilnahme an so einem SEO-Contest durchaus mit ein Grund dafür sein.
Wenn man sich aber anschaut wieviel Leute schon wieder an diesem SEO-Contest teilnehmen, bewahrheitet sich mal wieder der alte Spruch: Gier frißt Hirn.
Falls jemand wirklich nicht weiß wohin mit all der Zeit und all den Linkquellen – einfach Bescheid sagen ich wüßte da schon etwas mit anzufangen. Ansonsten einfach mal nachdenken, wer der wirkliche Gewinner solch eines SEO-Contests ist.
7 Sep 2009 . Gespeichert unter
News aus dem Internet.
Bei Xing moderiere ich u.a. eine Gruppe zum Thema Onlineshops. Gestern nun haben wir in den Foren etwas aufgeräumt. U.a. gibt es dort ein Unterforum, wo man seinen Onlineshop präsentieren kann. Nach der gestrigen Aufräumaktion waren dort ca. 10 % weniger Threads zu sinden. Der Grund: die Shops existierten nicht mehr.
Die Links leiteten entweder ins Nirvana, auf Parkingseiten oder man konnte dort auch lesen: “Momentan wird unsere Seite aktualisiert. Wir sind ab dem 9. Februar wieder für Sie da!” Allerdings stand nicht dabei in welchem Jahr.
Immer wieder stelle ich fest, daß viele Onlineshopbetreiber denken, daß mit dem Einstellen des Shops ins Internet die Besucher (und Käufer) von alleine kommen. Auch lassen sich viele von Anbietern wie 1&1 oder Strato gerne vorgaukeln, wie einfach daß doch alles ist. Vielen Shopbetreibern fehlt jedoch ein schlüssiges Gesamtkonzept. Da gibt es dann Shops deren Warensortiment man erst NACH einer kompletten Registrierung zu Gesicht bekommt. Es gab Shops, die designtechnisch so grottenschlecht waren, daß niemand auch nur im entferntesten geglaubt hätte, daß dies ein echter Onlineshop ist und dort wohl auch nie etwas gekäuft hätte. Von den ganzen Fehlern aus SEO-Sicht möchte ich da gar nicht erst sprechen. Wie die Besucher den Shop überhaupt finden sollen, darüber machen sich die wenigsten Gedanken. Wenn er im Netz steht werden die Besucher schon kommen, denken auch heutzutage noch viele Onlineshopbetreiber. Die Ernüchterung wenn die Besucher ausbleiben kommt dann recht schnell.
Mein Tip an alle (zukünftigen) Onlineshopbetreiber. Bevor ihr mit eurem Shop startet, informiert euch genau, was es alles zu beachten gilt. Eine tolle Idee alleine ist noch kein Garant für den Erfolg eines Shops. Erstellt ein Konzept und sorgt auch dafür, daß finanziell auch ein entsprechendes Polster vorhanden ist um die ersten 6-12 Monate zu überstehen.
Alleine für die Erstellung eines Shops incl. Design sowie für das Marketing sollte man zum Start rund 6-10.000 Euro investieren, Kosten für den Wareneinkauf NICHT mitgerechnet. Je nach Umfang des Shops usw. können diese Startkosten auch durchaus höher angesiedelt sein. Wenn es wirklich so einfach wäre, wie es mancher Webspaceanbieter suggeriert, hätte Deutschland schon ne Menge Millionäre mehr.
Und noch etwas. Das nur rund 10 % der in der Gruppe vorgestellten Shops nicht mehr existieren heißt nicht, daß die anderen 90 % der Shops richtig gut laufen. Im Gegenteil: mehr als 10-20 % aller existierenden Onlineshops dürften wohl eher nicht wirklich in der Gewinnzone sein bzw. nennenswerte Umsätze machen. Wer also zu den 10-20 % der erfolgreichen Shops gehören möchte, muß sich anstrengen! Es wird einem nichts geschenkt, auch bzw. gerade nicht im Internet.
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