Oktober 2009
Monatsarchiv
29 Okt 2009 . Gespeichert unter
News aus dem Internet.
In den letzten Tagen las man einen Namen immer öfters: pip.io
Was ist pip.io?
Pip.io ist ein Social Dienst, der ähnlich wie Google Wave aufgebaut ist, gegenüber dem Dienst des Branchenprimus jedoch erhebliche Vorteile bietet. Spätestens jetzt dürfte schon mancher aufhorchen. Seit gestern hab ich dort auch einen Account und kann nur eines sagen: genial. Mit allen mit denn ich bisher über pip.io gesprochen habe war ich mich sofort einig, der Dienst bietet Vorteile gegenüber Google Wave.
Pip.io ist eine browserbasierte Kommunikationszentrale. Man kann offene wie auch geschlossene Chaträume anlegen, man kann den Dienst unter anderem mit Twitter und Facebook verknüpfen, man kann RSS-Feeds speichern und dann auf pip.io lesen. Auch 1:1-Chats sind möglich, pip.io bietet also verschiedene Kommunikationsmöglichkeiten an.
Wie kann man an pip.io teilnehmen?
Wer pip.io nutzen möchte muß sich einladen lassen. Das ist also gleich zu Google Wave, allerdings geht es hier mit dem Versand der Einladungen bedeutend schneller. Jeder pip.io-Nutzer kann täglich 10 neue User per Mail einladen. Zusätzlich kann man noch aus pip.io heraus direkt seine Twitter- und Facebookkontakte zu pip.io einladen.
Wenn jemand pip.io einmal testen möchte also einfach mir per Facebook, Twitter oder hier als Kommentar eine Nachricht zukommen lassen und ich verschicke eine Einladung.
Bitte beachten, pip.io befindet sich noch in einer Betaphase. Noch funktioniert nicht alles zu 100 % korrekt, aber der Dienst ist auf einem guten Weg sich langfristig zu etablieren, wenn kleinere Fehler behoben werden und auch zukünftig die Möglichkeiten von pip.io weiter ausgebaut werden.
Was würde ich mir wünschen bei pip.io?
Nun, ich könnte mir noch Verknüpfungen mit dem laconica-Script vorstellen, vielleicht auch zu Skype oder anderen Messengern und auch zu Diensten wie friendfeed oder ping.fm
Schöne wäre auch wenn ich die Facebook-Kommentare über pip.io lesen könnte und der Dienst auch im Firefox richtig funktionieren würde. Mit letzterem gibt es noch einige Probleme, ich nutze stattdessen pip.io im Google Chrome.
27 Okt 2009 . Gespeichert unter
Twitter.
Twitter verschickt in den meisten Fällen Mails, wenn einem jemand folgt, doch nicht wenn jemand einem nicht mehr folgt. Hier setzt der Dienst rssfriends an und hilft weiter.
Wie funktioniert rssfriends?
Zuerst einmal besucht man die Seite von rssfriends. Dort gibt man in den Suchschlitz den Accountnamen seines eigenen Twitteraccounts ein und klickt dann auf “Create RSS”. Im nächsten Schritt findet man dann die entsprechenden RSS-Links, die man mit dem RSS-Reader seines Vertrauens lesen kann.
So wird man immer informiert, wer einem neu folgt oder auch nicht mehr folgt.
Das ganze sieht dann z.B. so aus:

Lustig dann wenn man eigentlich erkennen kann, wenn jemand sogenannte Autofollowing-Tools nutzt, dann steht da Follow, Unfollow, Follow, Unfollow – *g*. So eine Handvoll User hat man so desöfteren in seinem RSS-Reader.
Der Dienst wird übrigens von Thorsten Zoerner bereitgestellt, dessen Twitteraccount ich an dieser Stelle explizit empfehlen möchte. Er beantwortet darüber auch Fragen zu rssfriends.
Wer also schon immer mal überwachen wollte, wer einem folgt oder nicht mehr folgt, dem kann ich rssfriends wirklich sehr empfehlen. Der Dienst arbeitet sehr zuverlässig.
24 Okt 2009 . Gespeichert unter
News aus dem Internet.
Gestern morgen fand nun die Liveregistrierungsphase der neuen ein- und zweistelligen .de-Domains sowie von reinen Zifferndomains unterhalb der .de-TLD statt. Ich sags gleich, ich hab keine meiner Wunschdomains abbekommen, viel Hoffung hatte ich allerdings eh nicht gehabt. Darum soll es aber in diesem Blogbeitrag gar nicht gehen.
So war gestern bereits in diversen Blogs und bei Twitter zu lesen, daß einiges wohl nicht ganz geheuer abgelaufen sein mag rund um die Registrierung der neuen Domains. Tobias schreibt zum Beispiel von seinen negativen Erfahrungen mit den vorab stattgefundenen SEDO-Auktionen.
Sascha Hottes von netzwelt kämpft z.B. derzeit um tv.de, worüber sogar der Focus in seiner Onlineausgabe berichtet.
Zur ju.de und ihrem neuen Besitzer habe ich ja bereits hier meine Meinung dargelegt.
Peinlich in meinen Augen, daß Domains wie kz.de, sa.de oder ss.de nicht zur Registrierung gesperrt wurden, sondern frei registrierbar waren und auch registriert wurden. Hier wäre mehr Fingerspitzengefühl von Seiten der DENIC nötig gewesen. Solche Buchstabenkombinationen sind für KFZ-Kennzeichen auch gesperrt.
Interessant sind auch so manche Registrierungen, wo es um Marken geht, ich denke da nur mal an so Domains wie X3 (BMW) oder A8 (Audi) oder vielleicht sogar t.de (Telekom?). Die Damen und Herren Anwälte sowie das Bundeskartellamt werden also in den nächsten Wochen und Monaten einiges zu tun bekommen.
Wieso ausgerechnet o2 sich die gleichnamige Domain schon vor 9 Uhr registrieren konnte, muß sicher auch noch geklärt werden. Es bleibt spannend und ich hoffe aus den ganzen Ungereimtheiten hat die DENIC etwas gelernt fürs nächste Mal.
23 Okt 2009 . Gespeichert unter
Suchmaschinenoptimierung.
Früher zählte ich auch zu denen die versuchten via Linktausch viele Links zu bekommen. In den letzten Jahren hat sich das drastisch geändert, die meisten Linktauschanfragen die ich per Mail erhalte werden gleich ungelesen auf dem Server gelöscht. Wenn ich tausche, dann nur noch mit einzelnen Leuten denen ich auch vertrauen kann und nicht mit jedem dahergelaufenen Webmaster.
Was ist nachteilig am Linktausch?
Eine ganze Menge. Zuerst einmal beginnt alles mit den Verhandlungen mit dem anderen Webmaster. Auf welche Seite kommt der Link, wo soll man selbst einen setzen usw. Dazu kommt, daß man niemandem trauen kann, sprich man muß überwachen ob der Link da auch bleibt oder irgendwann einfach gelöscht wird. Ich selbst führe für so etwas keine Statistiken, denn früher konnte man sich auf seine Linkpartner verlassen. Heute sieht das anders aus.
Wichtig ist natürlich auch, daß man selbst nichts bekommt ohne etwas zu geben. Das ist natürlich auch nachteilig.
Ich selbst bin daher längst weg vom Linktausch. Es gibt im Netz genügend Quellen wo man Links herbekommen kann ohne auch nur etwas dafür geben zu müssen. Wenn ich nur mal schaue, daß alleine in den letzten Tagen ca. 100 neue Backlinkquellen sich mir aufgetan haben für die ich nichts geben muß, da stellt sich mir die Frage warum ich da noch Linktausch machen soll? Die Linktauschpartner muß man ja auch erstmal suchen und wer das in Foren wie webmasterpark oder abakus macht, bekommt immer nur Links aus der gleichen Webseitenbrühe. Ich bevorzuge da eher Linkquellen die andere nicht nutzen, denn es geht nicht darum gleichzuziehen mit der Konkurrenz sondern besser zu sein als die Konkurrenz. Das kann man nur, wenn man bessere Links hat und die bekommt man selten durch normalen Linktausch.
Während ich diesen Post schreibe gingen schon wieder zwei Anfragen bei mir, eine davon von der Agentur die die Webseite der “Bank of Scotland” betreut. Ich hab auch diese beiden Anfragen ungelesen gelöscht, denn ich glaub mal nicht, daß man mir im Gegenzug einen Startseitenlink von der Bank of Scotland-Webseite angeboten hätte. *schmunzel*
Mein Fazit: Linktausch nur in Ausnahmefällen und mit Webmastern die man kennt. Ansonsten gibt es im Internet unzählige Linkmöglichkeiten, wo man keinen Link zurückgeben muß. Da kann man sich den Aufwand der beim Linktausch entsteht auch einfach sparen.
23 Okt 2009 . Gespeichert unter
News aus dem Internet.
Seit heute 9 Uhr kann man auch ein- und zweistellige .de-Domains registrieren. Nicht nur SEOs, Domaingrabber und Webmaster versuchten ihr Glück (zumeist erfolglos). Auch die Junge Union Bayern hat sich ins Getümmel gestürzt und sogar Glück gehabt. Glück, naja darüber kann man noch streiten, denn sie haben sich die Domain ju.de gesichert.
ju.de – wie spricht sich das eigentlich aus wenn man den Punkt wegläßt? Genau: Jude.
Hmm, ich bin zwar nicht religiös, aber wenn ich da an meinen Besuch von “Jesus Christ Superstar” zurückdenke, war es glaube so, daß ein Jude wohl Jesus verraten haben soll und dann kam die Sache mit der Kreuzigung usw. Seit dem Zeitpunkt liegen wohl Juden und Christen im Klinch miteinander und den Rest kennen wir aus Geschichtsbüchern.
Ausgerechnet der wohl katholischste Landesverband der Jungen Union registriert sich nun die Domain ju.de Das ist so, als wenn sich Opel die Domain Golf.de gesichert hätte oder so. Jetzt bin ich mal gespannt wie der Zentralrat der Juden oder irgendeine andere jüdische (oder schreibt man jiddische? *grübel*) Organisation darauf reagiert, denn ich tät das schon als einen Affront ansehen.
Schauen wir also mal, ob das noch ein politisches Nachspiel haben wird.
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