Es muß nicht immer Wordpress sein hab ich mir gedacht und mal zum Test ein Blog auf blogger.com aufgesetzt. Der eindeutige Vorteil von blogger.com ist, daß man sich nicht um ständige Scriptupdates kümmern muß. Ein Nachteil dagegen ist, daß es viel zu wenig themes für blogger.com zur Auswahl gibt. Dennoch hab ich ein einigermaßen passabel aussehendes Theme gefunden und implentiert. Heute kam nun noch die dafür angefertigte Headergrafik dazu.
In den nächsten Wochen folgen dann natürlich noch weitere Fotos und sobald wir hier wieder schneefrei sind und die Natur Blüten trägt gehts wieder auf Fototour in den Harz. Dann werden noch viel mehr Fotos folgen.
Bin gespannt wie sich die blogger.com-Software so schlägt. Sie ist ja doch etwas einfacher gestrickt als Wordpress. Denke aber mal, daß blogger.com für einige Dinge durchaus eine sinnvolle Alternative zu Wordpress sein kann und gerade wenn ich an die ständigen Updates denke die dann bei diesem Blog wegfallen.
Beachten sollte man natürlich auch, daß blogger.com zu Google gehört und Google seine Blogsoftware natürlich auch sehr mag.
Das kann unter Umständen durchaus ein Pluspunkt mehr sein im Kampf um ein gutes Ranking in den Serps.
Wenn ich es zeitlich schaffe werde ich hier mal Wordpress und blogger.com ausführlich vergleichen, ansonsten kann ich jedem nur raten sich auch ruhig mal ein Testblog auf blogger.com einzurichten.
Heute bekam ich mal wieder eine SEO-Anfrage von einem Onlineshop. Der Shop enthielt so viele marketingtechnische Fehler, daß ich hier mal einige davon auseinandernehmen möchte, damit andere Shopbetreiber nicht die gleichen Fehler machen. Das ganze geschieht natürlich vollkommen anonym.
Herzlich Willkommen Gast! Möchten Sie sich anmelden? Oder wollen Sie ein Kundenkonto eröffnen?
Diesen Satz hat sicher jeder schon einmal gelesen und sich dabei gefragt: “Was soll der Mist?”. Genau, denn das ist die wohl dämlichste Begrüßung die einem entgegengeworfen werden kann. Als Internetnutzer möchte ich beim Aufsuchen eines Onlineshops mich erst einmal umschauen und dann ggf. etwas kaufen. Mich irgendwo anmelden oder gar ein Kundenkonto anlegen möchte ich aber garantiert nicht als erstes.
Wer diesen Satz noch in seinem Shop stehen hat sollte ihn schnellstens entfernen. Das sind wohl noch einige laut Google.
Aus diesem Satz läßt sich zudem schnell erkennen, daß hier XTCommerce als Shopsystem zum Einsatz kommt.
Der nächste Fehler der in dem Shop gemacht wurde war dann schon etwas ausgefallener. Ich konnte mir als Besucher alle Produkte zwar anschauen, bekam die Preise jedoch erst angezeigt wenn ich mich mit meinen Benutzerdaten zuvor eingeloggt hatte! Mal abgesehen von der juristischen Fragwürdigkeit dieser Vorgehensweise baut man damit gegenüber den potentiellen Kunden eine zusätzliche Hürde auf die nur die wenigsten wohl nehmen werden und sich so eher der Konkurrenz zuwenden. Wenn man das mal auf ein Ladengeschäft ummünzt würde das so aussehen, daß man die Preise im Aldi erst gezeigt bekommt, wenn man sich vorher mit seinem Personalausweis ausgewiesen hat.
Wie gesagt, es geht hier nicht um den Kauf selbst sondern lediglich um die Preisanzeige. Daß ich bestimmte Altersverifikationen einbauen kann bzw. in bestimmten Produktbereichen sogar muß wenn es um den Kauf geht ist das eine, aber doch noch nicht bei der reinen Preisanzeige.
Das nächste was mir auffiel war das Thema Versandkosten. Hierzu sollte ich per Mail (!) den Shopbetreiber anschreiben und nachfragen wie hoch die Versandkosten für mein Wunschprodukt sind. Dies widerspricht nicht nur den geltenden gesetzlichen Vorgaben sondern ist für den potentiellen Kunden mit zusätzlichem Aufwand verbunden. Die Absprungrate dürfte spätestens jetzt bereits bei 100 % liegen.
Ich hatte dem Shopbetreiber meine Bedenken mitgeteilt und ihm empfohlen sich juristischen Rat für seinen Shop einzuholen bevor er ihn optimieren läßt. Zurück kam eine Abwesenheitsmitteilung mit dem Hinweis auf den Betriebsurlaub des Shops.
Betriebsurlaub im Onlineshop?
Hallo, der Shop ist 24 h rund um die Uhr an jedem Tag erreichbar, da kann man doch nicht einfach so Betriebsurlaub machen! Jetzt stellt man sich das ganze mal in Verbindung mit der Versandkostenanfrage vor. Anstelle meiner Antwort was mich der Versand kosten würde, käme die Mitteilung, daß der Shop noch bis dann und dann Urlaub macht.
Wer einen Onlineshop eröffnet sollte sich klar werden, daß damit das Thema Urlaub gestorben ist bzw. daß man dafür sorgen muß, daß sich jemand während des Urlaubs vernünftig um den Shop kümmert. Man stelle sich vor Amazon schließt seinen Shop mal für zwei Wochen wegen Betriebsferien oder Inventur. Ich denk so mancher Onlineshopbetreiber ist noch nicht im Internet richtig angekommen und will vieles aus dem Offlinebereich einfach 1 zu 1 in die Internetwelt übernehmen. Das geht aber in ca. 100 % der Fälle schief.
Liebe Onlineshopbetreiber bitte versetzt euch bei allem was ihr tut auch mal in eure Kunden. In 99 % aller Fälle seid ihr nicht die einzigen die ein bestimmtes Produkt anbieten. Es gibt immer noch andere Mitbewerber in eurem Segment und wenn ihr erfolgreicher werden wollt als die Mitbewerber, dann müßt ihr einfach besser sein als diese.
Je geringer die Hürden für ihre Shopbesucher sind, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit daß aus den Besuchern auch zufriedene Kunden werden.