Letzte Woche fand in Hamburg das 3. Barcamp Hamburg statt. Ich selbst hatte mich auch auf den Weg dahin gemacht. Bisher hatte ich nur an eintägigen Camps teilgenommen, das sollte jetzt das erste zweitägige Camp werden.
Donnerstag, 12.11.09
Anreise per Bahn nach Hamburg, die Züge waren alle pünktlich. Meine Kreuzbeinverschiebung machte mir aber arg zu schaffen und ich befürchtete für die kommenden Tage bereits schlimmes. Der Check-In im B & B-Hotel in Hamburg Altona verlief problemlos. Das Zimmer war perfekt, sogar kostenloses WLAN war verfügbar. Das Bett war schön groß – seit ich nach Magdeburg zog und mir ein Futonbett zulegte, bevorzuge ich solche großen Betten.
Abends ging es zur Becks Urbanite Party, die natürlich am anderen Ende der Stadt lag. Dennoch klappte dank dem gut ausgebauten Nahverkehrsnetz in Hamburg auch das problemlos. Die Party selbst war irgendwie langweilig, lag aber vielleicht auch daran, daß ich mich recht wenig mit Kunst beschäftige.
Das beste am Abend waren glaub die Hot Dogs. Ansonsten konnte man dort auf der Party so seltsame Dinge wie diese hier sehen:
Gerüchten zufolge soll man mit Kunst tatsächlich Geld verdienen können, auch wenn ich mir das hier nicht vorstellen kann. Aber es gibt auch Leute die nicht glauben, daß man im Internet Geld verdienen kann. *g*
Ich verzog mich recht früh wieder, da mein Rücken noch arge Probleme machte. Im Hotel surfte ich noch bissel durchs Netz und stellte nebenbei fest, daß Beate Uhse TV aus jugendschutzrechlicher Sicht wohl auch problemlos im Free TV laufen könnte. Geld tät ich dafür jedenfalls nicht ausgeben.
Nachts wurde ich dann nochmal wach, da ich einen Krampf im Rücken verspürte. Am anderen Morgen waren dann meine Rückenbeschwerden weitestgehend weg.
Freitag, 13.11.2009
Auf gings zu OTTO. Der OTTO Versand stellte für das Barcamp die Location zur Verfügung. Dafür herzlichen Dank, denn nicht nur die Räume stellte OTTO bereit, und das waren so um die 10 Stück, sondern auch um die Verpflegung der Barcamp-Teilnehmer kümmerte sich das OTTO-Catering. Vier Mahlzeiten am Freitag, drei am Sonnabend und dauerhaft Fruchtsäfte von saftblog.de, Mineralwasser sowie Kaffee von Kaffee-Bazar. So brauchte niemand verhungern oder verdursten. Keines der bisher von mir besuchten Camps war diesbezüglich so gut ausgestattet.
Dank des umfangreichen Frühstücks verzögerte sich der Beginn etwas. Rund 400 Leute waren übrigens zum Barcamp nach Hamburg gereist. Wie man auch eindeutig erkennen kann, sind Barcamp-Teilnehmer echte Nerds.
Am Freitag gab es zahlreiche interessante Sessions, manchmal war es recht schwer sich für eine zu entscheiden. Letztendlich konnte ich mir zahlreiche Infos aus der OTTO Personalabteilung holen, die zur Personalakquise zukünftig immer stärker auf Social Media und Web 2.0 zurückgreifen will. Danke für den tollen Vortrag und für die Einblicke in den Personalbereich. Mit außergewöhnlichen Mitteln hab ich ja auch einen Teil meines bisherigen Personals akquiriert.
Sehr gut aufgenommen wurde aucch die Google Wave-Session. An der nahm ich allerdings nicht teil, da just zu diesem Zeitpunkt eine sehr interessante Session zum Thema Twitter und Recht lief, die ich mir nicht entgehen lassen wollte. Danke dafür an Rechtsanwalt Carsten Ulbricht.
Ich selbst hielt an diesem Tag eine Session zu den Grundlagen der Suchmaschinenoptimierung, die sich vornehmlich an Anfänger richtete. Mit rund 40 Teilnehmer war sie eigentlich recht gut besucht und kam auch ganz gut an.
Mein persönlicher Höhepunkt war die Session “Twitter für Unternehmen”, die von den Jungs von OTTO gehalten wurde, die auch den Twitteraccount von OTTO pflegen. Hier hab ich eine Menge aus ihren Erfahrungen lernen können. Die gehen da richtig mit Engagement ran und ich finds toll, daß OTTO ihnen da die entpsrechenden Freiheiten läßt.
Die Präsentation soll übrigens auch online verfügbar gemacht werden. Hab sie bisher noch nicht gefunden, aber werde die hier im Beitrag ergänzen sobald ich den Link dazu habe.
Nach all den zahlreichen Sessions ging es aber noch mit Powerpointkaraoke weiter, eine sehr lustige Angelegenheit. Irgendwie bin ich froh nicht den ersten Platz gemacht zu haben, denn wie ich den Sitzsack (1. Preis) hätte nach Magdeburg bekommen sollen, wäre mir ein Rätsel geblieben.
Abends ging ich dann mal nach auf die Reeperbahn und die Herbertstraße. Wenn man schon mal in Hamburg ist, sollte man sich das auch mal anschauen. Einen separaten Blogbeitrag dazu werde ich noch verfassen, denn ich hab mir das ganze auch mal aus Marketingsicht angeschaut.
Verpaßt habe ich leider die Führungen durch das OTTO Fotostudio und die OTTO Sortieranlage. Ich hoffe, daß ich das dann im kommenden Jahr nachholen kann.
Sonnabend, 14.11.2009
Am Sonnabend begann erstmal alles wie am Tag zuvor, wobei einige Teilnehmer etwas müde dreinschauten. Zahlreiche Sessions zum Thema Onlineshops standen auf dem Plan, so auch meine kleine Session wo es darum ging was man bei der Shopgründung beachten sollte. Dann gab es noch ein Session in der es darum ging warum Quelle pleite ging, die hab ich mir leider nicht anhören können. Sehr interessant war das Streitgespräch, wo es darum ging ob Magento oder Oxid eSales CE das bessere Shopsystem sei.
Wieder gab es genügend zu essen und man hat allen an gemerkt, daß ihnen das Barcamp Hamburg 2009 gefallen hat. Für mich steht jetzt bereits fest, daß ich auch 2010 wieder nach Hamburg fahren werde, sofern nichts dramatisches dazwischen kommt.
Die Rückfahrt verlief genauso problemlos wie die Hinfahrt. Um 21 Uhr ich wieder in Magdeburg und hatte mir zudem gleich noch eine Erkältung mitgebracht. Falls die in Hamburg nun gerade jemand vermißt, dann bitte bei mir melden. Die kann hier abgeholt werden.
Wer noch mehr Fotos vom Barcamp Hamburg und der Becks Urbanite Party sehen möchte, der schaut bitte mal hier:
Becks Urbanite Party in Hamburg am 12.11.2009
Barcamp Hamburg am 13.+14.11.2009
Fazit: Für mich hat sich die Fahrt nach Hamburg auf jeden Fall gelohnt und ich kann jedem empfehlen mal die Barcampatmosphäre zu genießen.