News aus dem Internet


Ende Oktober 2008, also vor einem Jahr geschah es: die amerikanische Pornoseite xnxx.com wurde aus dem deutschen Google-Index ausgeschlossen. Die Betonung liegt hier auf “deutsch”, denn in google.com ist xnxx weiterhin gelistet.

Welche Auswirkungen hatte das nun für xnxx?

Damals hatte xnxx.com einen Alexarank von 144, einen Rank von dem so mancher Webmaster träumt. Was ist nun daraus geworden? Schaut man sich den Alexarank von heute an, so liegt dieser bei 151, es rtrat also in den letzten zwölf Monaten lediglich eine marginale Verschlechterung ein.

Was bedeutet dies für xnxx.com?

Nun ersteinaml nicht wirklich viel. Ob daraus ein echter Trafficverlust abzuleiten ist oder ob andere Seiten einfach stärker geworden sind müßte man näher analysieren.

Nur auf Deutschland bezogen hat xnxx.com einen Alexarank von 152 und das ohne Indexierung bei google.de

Auch youporn betroffen

Ähnlich sieht es übrigens auch bei Youporn aus. Auch die Webseite dieses Pornoanbieters ist bei google.de nicht mehr gelistet. Alexa weist für youporn.com dennoch einen Rank von 51(!) aus. Auf Deutschland bezogen liegt das Alexaranking von youporn sogar bei 25(!).

Fazit: Wer solche Seiten finden will, der findet die auch ohne Listing in google. Die Ausschlüsse solcher Pornoseiten aus Google haben für die betroffenen Webseiten wie youporn oder xnxx also keine wirklichen relevanten Auswirkungen auf den Traffic.

In den letzten Tagen las man einen Namen immer öfters: pip.io

Was ist pip.io?

Pip.io ist ein Social Dienst, der ähnlich wie Google Wave aufgebaut ist, gegenüber dem Dienst des Branchenprimus jedoch erhebliche Vorteile bietet. Spätestens jetzt dürfte schon mancher aufhorchen. Seit gestern hab ich dort auch einen Account und kann nur eines sagen: genial. Mit allen mit denn ich bisher über pip.io gesprochen habe war ich mich sofort einig, der Dienst bietet Vorteile gegenüber Google Wave.

Pip.io ist eine browserbasierte Kommunikationszentrale. Man kann offene wie auch geschlossene Chaträume anlegen, man kann den Dienst unter anderem mit Twitter und Facebook verknüpfen, man kann RSS-Feeds speichern und dann auf pip.io lesen. Auch 1:1-Chats sind möglich, pip.io bietet also verschiedene Kommunikationsmöglichkeiten an.

Wie kann man an pip.io teilnehmen?

Wer pip.io nutzen möchte muß sich einladen lassen. Das ist also gleich zu Google Wave, allerdings geht es hier mit dem Versand der Einladungen bedeutend schneller. Jeder pip.io-Nutzer kann täglich 10 neue User per Mail einladen. Zusätzlich kann man noch aus pip.io heraus direkt seine Twitter- und Facebookkontakte zu pip.io einladen.

Wenn jemand pip.io einmal testen möchte also einfach mir per Facebook, Twitter oder hier als Kommentar eine Nachricht zukommen lassen und ich verschicke eine Einladung.

Bitte beachten, pip.io befindet sich noch in einer Betaphase. Noch funktioniert nicht alles zu 100 % korrekt, aber der Dienst ist auf einem guten Weg sich langfristig zu etablieren, wenn kleinere Fehler behoben werden und auch zukünftig die Möglichkeiten von pip.io weiter ausgebaut werden.

Was würde ich mir wünschen bei pip.io?

Nun, ich könnte mir noch Verknüpfungen mit dem laconica-Script vorstellen, vielleicht auch zu Skype oder anderen Messengern und auch zu Diensten wie friendfeed oder ping.fm

Schöne wäre auch wenn ich die Facebook-Kommentare über pip.io lesen könnte und der Dienst auch im Firefox richtig funktionieren würde. Mit letzterem gibt es noch einige Probleme, ich nutze stattdessen pip.io im Google Chrome.

Gestern morgen fand nun die Liveregistrierungsphase der neuen ein- und zweistelligen .de-Domains sowie von reinen Zifferndomains unterhalb der .de-TLD statt. Ich sags gleich, ich hab keine meiner Wunschdomains abbekommen, viel Hoffung hatte ich allerdings eh nicht gehabt. Darum soll es aber in diesem Blogbeitrag gar nicht gehen.

So war gestern bereits in diversen Blogs und bei Twitter zu lesen, daß einiges wohl nicht ganz geheuer abgelaufen sein mag rund um die Registrierung der neuen Domains. Tobias schreibt zum Beispiel von seinen negativen Erfahrungen mit den vorab stattgefundenen SEDO-Auktionen.

Sascha Hottes von netzwelt kämpft z.B. derzeit um tv.de, worüber sogar der Focus in seiner Onlineausgabe berichtet.

Zur ju.de und ihrem neuen Besitzer habe ich ja bereits hier meine Meinung dargelegt.

Peinlich in meinen Augen, daß Domains wie kz.de, sa.de oder ss.de nicht zur Registrierung gesperrt wurden, sondern frei registrierbar waren und auch registriert wurden. Hier wäre mehr Fingerspitzengefühl von Seiten der DENIC nötig gewesen. Solche Buchstabenkombinationen sind für KFZ-Kennzeichen auch gesperrt.

Interessant sind auch so manche Registrierungen, wo es um Marken geht, ich denke da nur mal an so Domains wie X3 (BMW) oder A8 (Audi) oder vielleicht sogar t.de (Telekom?). Die Damen und Herren Anwälte sowie das Bundeskartellamt werden also in den nächsten Wochen und Monaten einiges zu tun bekommen.

Wieso ausgerechnet o2 sich die gleichnamige Domain schon vor 9 Uhr registrieren konnte, muß sicher auch noch geklärt werden. Es bleibt spannend und ich hoffe aus den ganzen Ungereimtheiten hat die DENIC etwas gelernt fürs nächste Mal.

Seit heute 9 Uhr kann man auch ein- und zweistellige .de-Domains registrieren. Nicht nur SEOs, Domaingrabber und Webmaster versuchten ihr Glück (zumeist erfolglos). Auch die Junge Union Bayern hat sich ins Getümmel gestürzt und sogar Glück gehabt. Glück, naja darüber kann man noch streiten, denn sie haben sich die Domain ju.de gesichert.

ju.de – wie spricht sich das eigentlich aus wenn man den Punkt wegläßt? Genau: Jude.

Hmm, ich bin zwar nicht religiös, aber wenn ich da an meinen Besuch von “Jesus Christ Superstar” zurückdenke, war es glaube so, daß ein Jude wohl Jesus verraten haben soll und dann kam die Sache mit der Kreuzigung usw. Seit dem Zeitpunkt liegen wohl Juden und Christen im Klinch miteinander und den Rest kennen wir aus Geschichtsbüchern.

Ausgerechnet der wohl katholischste Landesverband der Jungen Union registriert sich nun die Domain ju.de Das ist so, als wenn sich Opel die Domain Golf.de gesichert hätte oder so. Jetzt bin ich mal gespannt wie der Zentralrat der Juden oder irgendeine andere jüdische (oder schreibt man jiddische? *grübel*) Organisation darauf reagiert, denn ich tät das schon als einen Affront ansehen.

Schauen wir also mal, ob das noch ein politisches Nachspiel haben wird.

Das es mit Quelle zu Ende geht dürfte inzwsichen jeder mitbekommen haben, selbst in Hintertupfingen. Nicht nur die Quelle-Shops schließen ihre Pforten, sondern auch das Partnerprogramm ist nun bald Geschichte.

Als erstes Netzwerk hat Zanox das Quelle-Partnerprogramm gestoppt. Heute landete folgende Mail in meinem Postfach:

Sehr geehrte (r) Partner,

wie am 19.10.2009 bekannt wurde, droht der Quelle GmbH zum Jahresende die
Abwicklung. Aus diesem Grunde ist davon auszugehen, dass die Quelle GmbH
keine weiteren Werbemaßnahmen finanzieren wird.

Wir werden daher, zum Schutz der Publisher, das Programm mit Ablauf des
heutigen Tages pausieren.

Zuletzt möchten wir Ihnen versichern, dass wir Sie auch weiterhin auf dem
Laufenden halten, sobald sich neue Erkenntnisse ergeben.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr zanox-Team

Wie es aussieht hat Zanox also selbst die Reißleine gezogen und nicht die entsprechenden Verantwortlichen bei Quelle. Publisher von Quelle sollten also vorsorglich alle Werbemaßnahmen für das Quelle-Partnerprogramm schnellstmöglich beenden, denn es dürfte nicht sichergestellt sein, daß die Provisionen auch tatsächlich zur Auszahlung gelangen.

Ich denke mal, daß die anderen Netzwerken in Sache Quelle Partnerprogramm wohl auch bald nachziehen werden, alleine schon um ihre Publisher zu schützen und damit auch den eigenen Ruf nicht zu gefährden. Netzwerke die ihre Publisher bei solchen Dingen ins offene Messer laufen lassen dürften schnell einen entsprechenden Ruf unter den Affiliates weghaben und entsprechend gemieden werden. Erinnern möchte ich an die Sache mit den AGB-Änderungen bei Tradedoubler, die Tradedoubler auch einige Publisher gekostet haben.

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