Onlinemarketing


Es ist soweit, in Leipzig findet wieder der Affiliatestammtisch statt. Die Agentur Dorst eMarketing lädt nach Leipzig in die Moritzbastei ein. Für bis zu 100 Teilnehmer sind entsprechende Räumlichkeiten in der zentral gelegenen Location reserviert. Zahlreiche Sponsoren sorgen dafür, daß man auch nicht verdursten muß, während man mit Merchants und anderen Affiliates entspannt plaudert.

Den 24.Juli 2009 sollte man sich also freihalten. Um 19 Uhr beginnt der Affiliate Stammtisch in Leipzig in der Moritzbastei.

Wer an der Veranstaltung teilnehmen möchte, der kann sich bei Amiando dafür anmelden.

Für die Anmeldung benötigt man einen speziellen Code, der da lautet: searchmedia

Allen Teilnehmern wünsche ich an dieser Stelle schon mal viel Spaß. Vielleicht ergibt sich ja auch für mich die Möglichkeit mit einigen Lesern dieses Blogs dort mal persönlich ins Gespräch zu kommen, täte mich jedenfalls sehr freuen.

Twitter hat soundsoviel Millionen User, Xing hat soviel Millionen User. Solche und ähnliche Meldungen erreichen uns fast wöchentlich. Irgendein Projekt prahlt immer mit seinen Userzahlen. Doch was sagen uns diese Userzahlen wirklich?

Nun, eigentlich nicht viel. Schaut man sich z.B. mal die 7 Millionen Xing-Mitglieder etwas genauer an, so wird man sehr viele tote Accounts finden. Accounts, die praktisch keinerlei Inhalte enthalten und deren Inhaber schon wochen-, monate- oder jahrelang nicht mehr bei Xing eingeloggt waren. Würde man diese Accounts löschen, würden wohl locker 2-3 Millionen Accounts wegfallen, ohne daß sich dies wirklich negativ auf die Aktivität der restlichen Xing-Nutzer oder auf den verbrauchten Gesamttraffic auswirken würde.

Bei Twitter sieht es nicht anders aus. Schnell mal angemeldet, vielleicht nicht sofort den Sinn erkannt und das wars dann auch schon. Leere Accounts findet man allerorten.

Auch in Foren sieht es nicht anders aus.

Hier mal ein Beispiel:

Das bekannte SEO-Forum Abakus hat mit Stand 06.07.2009 11:30 Uhr genau 23.479 registrierte Nutzer. Davon haben 8.744 Nutzer bisher keinerlei Beiträge geschrieben. Weitere 3.782 Nutzer haben gerade mal einen Beitrag verfaßt.

Das heißt, daß mindestens die Hälfte aller angemeldeten Nutzer dieses Forums inaktiv sind. Auch bei Diensten aus dem sogenannten Web 2.0-Bereich sieht es nicht wirklich besser aus. Erfahrungsgemäß verbrauchen 10 % aller Nutzer eines Dienstes rund 90 % des Traffics.

Wenn man also Angebote für Werbebuchungen bekommt oder sich mal Aktienkurse von börsennotierten Unternehmen aus dem Bereich anschaut und die Kursentwicklung nach Bekanntgabe neuer Nutzerzahlen betrachtet, sollte man immer etwas vorsichtig sein.

Was nützt es, wenn ein Dienst zwar 10 Millionen registrierte Nutzer hat, aber nur 5 oder 10 % dieser Nutzer den Dienst wirklich nutzen? Letztendlich sind es nur die 5-10 % die man z.B. mit einer Werbebotschaft wirklich erreicht und nicht die Gesamtnutzerschaft.

Ich selbst hatte mal an einem Vortrag von Ciao.com teilgenommen. Da wurde auch mit den Zahlen der angemeldeten Nutzer um sich geworfen. Die Frage wieviel der User davon wirklich aktiv sind, konnte mir die Dame nicht beantworten. Doch gerade diese Zahl sollte für die Werbetreibenden am interessantesten sein. Wer solche Zahlen nicht nennen möchte, dem sollte man als Werbetreibender mit Vorsicht begegnen.

In unzähligen Foren, in Zeitschriften und auf Kongressen wird darüber diskutiert. Was bringt Twitter eigentlich? Kann man Twitter sinnvoll einsetzen?

Und während andere sich darüber noch die Köpfe zerbrechen, habe ich für mich bereits die Lösung gefunden. Twitter ist Marketing!

Hier ein Beispiel: vor kurzem twitterte ich, daß ich zwei neue Aufträge via Xing bekommen habe. Kurz danach flatterte eine Mail mit einer Interviewanfrage bei mir rein. Man berief sich auf meinen Tweet. Gestern nun ist das Interview auf dem Corporateblog von Xing erschienen und hat mir, das ist das tolle daran, nicht nur Aufmerksamkeit, sondern auch noch ein paar nette Backlinks gebracht.

Doch nicht nur dafür ist Twitter gut geeignet. Auch kann man damit den Traffic auf seinen eigenen Blogs erhöhen, wenn man den RSS-Feed in den Twitteraccopunt einspeist. Bei mir funktioniert das regelmäßig.

Plumpe Werbung a la “Jetzt billig Jeans kaufen” funktioniert dagegen gar nicht.

Also erst denken, dann twittern und dann wird sich schnell rausstellen, daß Twitter recht mächtig ist.

Ich erlebe es immer wieder. Wenn jemand meint, er will sein Geld jetzt im Internet mit Partnerprogrammen verdienen, dann wird sich meist auf das gestürzt, was auf den ersten Blick die höchsten Provisionen abwirft: DSL, Handyverträge, Finanzprodukte jeglicher Art oder Erotikanbieter.

Natürlich, 100 Euro oder sogar mehr für einen DSL-Abschluß zu bekommen ist natürlich toll und wenn man dann jeden Tag auch nur einen DSL-Vertrag vermittelt kommt man schnell auf Beträge von 3000-5000 Euro im Monat.

Zumeist stellen diese Leute dann aber nach einiger Zeit fest, daß das zwar toll klingt, aber irgendwie doch nicht so klappt wie angedacht und dann heißt es meistens, daß das ganze doch eher alles Schwindel ist.

Allerdings liegt es wohl eher daran, daß hier wieder der alte Spruch “Gier frißt Hirn” greift und die Leute sich nur auf die Höhe der Einzelprovision konzentrieren. Das ist jedoch der gravierendste Fehler, den man machen kann. Gerade aus diesem Grunde, nämlich der Höhe der Einzelprovision, sind solche Themenbereiche besonders hart umkämpft.

Es ist also besser sich eine Nische zu suchen. Ein Thema also, daß für viele relativ uninteressant ist, weil die Provisionen viel geringer sind und vielleicht auch die Zielgruppe viel kleiner ist (wobei letzteres nicht unbedingt zutreffen muß). Es gibt massig solcher Partnerprogramme die in dieses Raster passen und man muß sich nur ein wenig damit beschäftigen.

Hier hat man es dann auch viel leichter um z.b. mit seiner Webseite bei den Suchmaschinen vordere Plätze einzunehmen und darüber Neukunden zu gewinnen, die zu entsprechenden Umsätzen führen. Vielleicht macht man damit nur 1.000 Euro im Aufwand, hat aber dafür auch beträchtlich weniger Aufwand als bei den hart umkämpften Bereichen. Stattdessen kann man dann aber mehrere solcher Nischenprojekte betreiben und wenn man dann drei leicht zu pflegende Nischenwebseiten betreibt, kann man damit auch auf 3.000 Euro (oder mehr) kommen und hat viel weniger Streß dabei.

Und auch wenn es der eine oder andere nicht glaubt, es gibt noch genügend solcher Nischen zu entdecken.

Es kann manchmal so einfach sein die Conversionrate in Onlineshops zu erhöhen. Wie man es nicht macht, habe ich gerade die letzten Tage via Twitter mitbekommen und möchte das hier nun weiter geben.

Wir fangen mal bei dem wohl recht bekannten Warenhaus Karstadt an. Karstadt hat unter karstadt.de auch einen Onlineshop. Interessant wird es wenn man dort die Suchfunktion benutzt und dann z.B. einen Begriff wie “Schreibwaren” eingibt. Da kann man dann durchaus Produkte wie Füllfederhalter, Kugelschreiber, Schreibblöcke usw. erwarten.

Kann man erwarten, aber das was man dann angezeigt bekommt geht dann doch eher in eine andere Richtung, oder hat schon mal jemand versucht mit Rotwein zu schreiben? Auch haben wohl deutsche Schnellboote nicht wirklich viel mit Schreibwaren zu tun.

Liebe Leute von Karstadt.de, ihr solltet eure Suchfunktion wirklich mal überarbeiten. So eine schlechte Suchfunktion kann durchaus die Absprungraten drastisch erhöhen, denn der geneigte Onlineshopnutzer möchte nicht erst zwanzig Minuten testen welchen Begriff er eingeben muß um genau das angezeigt zu bekommen, was er auch sucht.

Jedem Onlineshopbetreiber kann man übrigens nur wärmstens empfehlen die interne Suche in seinem Onlineshop regelmäßig mal einem Test zu unterziehen und zu schauen ob die angezeigten Suchergebnisse auch wirklich zum jeweiligen Suchbegriff passen. Die Kunden werden es sicher danken.

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