Onlinemarketing


Vor kurzem habe ich in einer Xinggruppe eine Vorstellung eines Onlineshops gelesen und dabei nur den Kopf schütteln können über den Domainnamen.

Der Domainname bestand aus einem französischen Begriff, den ich kaum richtig aussprechen, geschweige denn schreiben kann. Und damit beginnt das Problem. Wenn ich z.B. einen Onlineshop betreibe, sollte ich mir vorher ernsthaft Gedanken machen über den Domainnamen. Das ganze sollte man nicht nur aus SEO-Gesichtsgründen tun, sondern auch aus Usabilitygründen.

Einer meiner Ex-Arbeitgeber hatte sich mal die Domain schadenkostenum30prozentsenken.de gesichert. So ein Wortgetüm kann sich niemand merken, alleine schon wenn es darum geht, ob man nun die Worte mit Bindestrich trennt oder nicht oder wie in diesem Beispiel die “30″ mit Ziffern oder Buchstaben schreibt.

Von Verwechslungen wollen wir hier erstmal gar nicht sprechen. schadenkostenum30prozentsenken.de oder nicht doch schadenkostensenkenum30prozent.de ? *grübel* ;-)

Da geht es dann nämlich schon los mit der Verwirrung. Bei der Wahl des richtigen Domainnamens sollte man also auch auf solche Dinge achten. Kann jeder den Namen richtig aussprechen? Gibt es verschiedene mögliche Schreibweisen, z.B. mit ei, ey, ai, ay usw. Gerade dann sollte man sich zumindest die anderen Schreibweisen auch sichern und auf die Hauptseite weiterleiten um es Trittbrettfahrern zu erschweren am eigenen Domainnamen zu partizipieren.

Bitte bei der Auswahl des Domainnamens auch immer das geltende Markenrecht beachten, denn sonst kann man sich unter Umständen schnell Ärger einhandeln!

Als Webmaster oder SEO kommt es häufig vor, daß man sich Domains registriert, die man nicht sofort benötigt. Viele liegen dann mehr oder weniger sinnlos rum.

Damit man dann wenigstens die Registrierungskosten reinholen kann, oder vielleicht sogar noch ein paar Euro Gewinn dabei rausschlagen kann, gibt es Anbieter für Domainparking.

Die wichtigsten Anbieter für Domainparking möchte ich an dieser Stelle einmal vorstellen und zudem noch ein paar allgemeine Hinweise zum Thema Domainparking geben.

Sedo

Der wohl bekannteste Anbieter hier in unseren Breitengraden ist Sedo. Das Unternehmen, daß auch als Handelsbörse für Domains und Webprojekte tätig ist, bietet ein eigenes Domainparkingprogramm an. Gerade auch durch die enge Zusammenarbeit mit United-Domains gelang es Sedo bei uns zahlreiche Domaininhaber für sich zu gewinnen. Die Statistiken sind vollkommen ausreichend, allerdings sind die Verdienste in der Regel nicht sehr hoch und es dauert schon eine ganze Weile, eh man die Auszahlungsgrenze von 20 Euro erreicht hat, sofern man keine Domain mit viel Traffic dort parkt, doch solche Domains werden in den meisten Fällen eh nicht geparkt, sondern mit Content versorgt.

Ecato

Über Ecato hatte ich bereits im Januar etwas geschrieben und möchte daher an dieser Stelle auf diesen Beitrag verweisen.

Adcell

Adcell ist ein Partnerprogrammnetzwerk, welches auch die Möglichkeit des Domainparking anbietet. Im Gegensatz zu den meisten anderen Domainparkinganbietern wird bei Adcell nicht auf Klickbasis abgerechnet, sondern es gibt eine erfolgsbasierte Abrechnung, die je nach eingeblendetem Partnerprogramm auf Lead- oder Salesbasis erfolgt. Man kann auch bei der Anmeldung der Domains angeben, ob auch Erotikprogramme angezeigt werden sollen. Auch Einblendungen von Erotikinhalten nur in der Nacht usw. sind möglich. Es werden nur Werbemittel von Partnerprogrammen eingeblendet, zu denen man sich vorher bei Adcell angemeldet hat.

Google Adsense

Google Adsense dürfte den meisten Webmaster ja ein Begriff sein. Seit kurzem gibt es auch die Möglichkeit Domains bei Google Adsense zu parken. Hierzu muß man separate AGB in seinem Adsenseaccount bestätigen. Ausgenommen sind, und das deckt sich weitestegehend mit den Google Adwords-Bestimmungen, Domains mit Erotikkeywords, Bier- und Alkoholikakeywords, Keywords mit Bezug auf Tragödien oder aktuelle Ereignisse, Domains die gegen Markenrecht verstoßen usw.

Die Statistiken werden ganz normalen in die normale Adsensestatistik mit eingepflegt und sind dort nachzulesen.

Erste Tests dazu werde ich in nächster Zeit mal starten und schauen was mir Adsense in diesem Bereich bringt.

namedrive

Bevor Google Adsense auch Domainparking anbot, war Namedrive wohl der größte Konkurrent für Sedo. Das Prinzip funktioniert hier analog zu Sedo, jedoch wird bei Namedrive noch in US-Dollar abgerechnet, also kann es bei den Einanhmen schon Differenzen aufgrund des Dollarkurses geben. Auszahlungen erfolgen via Paypal oder Banküberweisung. Es stehen verschiedene Layouts und umfangreiche Anpassungsmöglichkeiten zur Verfügung.

Es gibt noch mehr Anbieter in diesem Segment, z.B. DomainSpa, Domainsponsor, Goldkey, iMonetize, Parked oder TrafficZ. Ichabe nur einmal die wichtigsten hier vorstellen wollen.

Was gilt es sonst noch zu beachten beim Domainparking?

Es gibt bereits Urteile, daß auch das Parken von Domains als gewerbliche Handlung zu betrachten ist. D.h., man sollte natürlich genau aufpassen, welche Domains man beim Domainparking-Anbieter seines Vertrauens parkt und auch regelmäßig überprüfen, was dort für Anzeigen eingeblendet werden.

Vorsicht gilt wie immer bei Domains mit Markenbezeichnungen im Domainnamen. Hierzu hatte ich erst vor kurzem in diesem Blog berichtet.

Sinn macht Domainparking meistens nur wenn man eine größere Zahl an Domains zur Verfügung hat, denn die Einnahmen einzelner Domains sind meist so gering, daß man sonst schwerlich die Auszahlungsgrenze erreicht. Domains die von alleine schon viel Traffic generieren, sollte man wohl eher mit unique Content füllen und entsprechende Werbung platzieren. Das dürfte ansonsten mehr bringen.

Fazit: Reich wird man wohl in den allerseltensten Fällen durch Domainparking, aber zumindest hat man die Möglichkeit seine Registrierungskosten damit wieder auszugleichen.

Es gibt wirklich nichts, was es nicht gibt. Diese Erfahrung durfte ich heute wieder einmal machen.

Doch fangen wir vorne an. Meine Mutter bat mich im Internet doch mal Ausschau zu halten nach einem Dichtring für ihren Schnellkochtopf. Also bin ich mal bissel rumgesurft. Erstaunlicherweise fand ich nur einen Anbieter für diesen besagten Dichtring, aber einer ist ja besser als keiner.

Diese Seite sah schon etwas seltsam aus. Es war dann auch mehr ein Inhaltsverzeichnis und so packte ich denn den Dichtring in den Warenkorb und klickte auf selbigen. Da kam erst eine Meldung ob ich in den Shop wolle (dachte, da war ich bereits? *grübel*), die ich dann bestätigte.

Was sich dann auftat war ein Shop aus meiner Anfangszeit im Internet, zumindest was das Framegerüst und das Design an sich anging. Okay, ich bin so etwas ja gewöhnt, also ab zum Warenkorb und dann den Dichtring bestellt. Nebenbei bemerkt empfand ich den Preis von 14,50 Euro schon als recht teuer, aber egal. Positiv überrascht war ich dann, als ich massig Zahlungsmöglichkeiten, u. a. auch alle möglichen Kreditkartentypen angeboten bekam. Also mich für Zahlung via VISA entschieden und auf weiter geklickt. Zuvor noch fix eine abweichende Lieferadresse angegeben, ja auch das war möglich(!), und dann die Kreditkartendaten eingegeben. Doch was war das? Das Feld enthielt einige vorgegebene Jahreszahlen, die von 2003 bis 2010 reichten. Hmm, dumm nur, daß meine Kreditkarten alle 2012 ablaufen. Was also tun?

Ich hab mich dann erstmal zum Impressum durchgeklickt und eine Telefonnummer gesucht. Also dort angerufen und mein Problem vorgetragen. Die Antwort überraschte mich:

“Ja, da haben heute schon ein paar Leute angerufen. Das muß umprogrammiert werden. Sie können mir jetzt aber die korrekten Ablaufdaten geben und im Formular geben sie dann einfach ein anderes Ablaufjahr ein.”

Hallo? Das Problem besteht garantiert nicht erst seit heute, denn Kreditkarten laufen in der Regel 3-4 Jahre, also ist das Problem mindestens schon seit Anfang 2008, eher aber seit 2007, bekannt.

Ich weiß nicht auf welcher Basis dieser Shop aufgebaut ist, ich habe so etwas in der Art vorher nicht gesehen. Aber ich kann mir sehr gut vorstellen, daß an dieser Stelle eine hohe Abbruchrate zu verzeichnen ist, wenn nicht bereits schon früher. Wenn dieser Shop auf den aktuellen Stand der Technik und des Designs gebracht werden würde, könnte man da sicher den Umsatz verdoppeln, wage ich mal zu behaupten.

Also liebe Shopbetreiber. Schaut euch euren Onlineshop genau an. Testet die verschiedenen Zahlungsmöglichkeiten. Funktioniert wirklich alles? Gibt es irgendwo Probleme und ganz wichtig: macht der Shop von außen einen seriösen und einladenden Eindruck? Am besten auch mal Fremde drüber schauen lassen und deren Kritik auch wirklich ernst nehmen.

Ich bekomme auch immer wieder Anfragen wo es um SEO geht und lehne diese häufig ab, weil das Design grottenschlecht ist oder die Usability oder beides. Da kann dann auch der beste SEO nichts ausrichten, wenn die zahlreichen Besucher gleich wieder wegklicken oder während des Bestellvorgangs verwirrt abbrechen.

Kann man Twitter zur Trafficgenerierung für Webseiten nutzen? Dieser Frage gehe ich zur Zeit nach, zumal ich da mit einem Kollegen gerade intensiv drüber diskutiere.

Eines gleich vorab: aus SEO-Sicht bringt Twitter nichts bzw. nicht viel. Alle Links sind nofollow bzw. über Short-URL-Dienste maskiert. Wobei zumindest das Thema nofollow habe ich hier im Blog bereits an anderer Stelle erörtert.

Was kann nun Twitter für mich tun?

Twitter kann mir helfen den Traffic auf meiner Seite zu erhöhen. Am einfachsten geht dies z.B. bei dynamischen Seiten die einen RSS-Feed besitzen, z.B. Weblogs. Hier kann man dann via Tools a la Twitterfeed den RSS-Feed direkt in den Twitteraccount einspeisen.

Zur Zeit teste ich dies, seit 18.01.2009, mit 35 RSS-Feeds aus ebensovielen Regionalportalen auf einem nagelneuen Twitteraccount. Darüber werden aktuelle News aus zahlreichen deutschen und europäischen Ferienregionen eingespeist. Dabei geht es nicht nur um News über die die großen Seiten eh bereichten, sondern vielfach um Dinge die sonst etwas abseits liegen bleiben und nicht überall zu finden sind.

Der Vorteil ist natürlich auch, daß man dem Follower so mit einem Schlag gleich 35 Portale bekannt macht, selbiger aber anstelle 35 RSS-Feeds zu abonnieren nur einem Twitteraccount folgen muß.

Wichtig ist natürlich, den Account bei Twitter entsprechend zu promoten, um so möglichst viele Follower zu gewinnen. Interessant wird es dann wenn es um die Auswertung des Traffics geht, um zu erkennen, wieviel User über Twitter auf das jeweilige Portal gekommen sind.

Auch für Onlineshops könnte sich ein Twitteraccount durchaus rechnen, schließlich kann man darüber aktuelle Sonderangebote promoten oder auch Pflegetips o.ä. für die Produkte bekannt machen.

Bin übrigens gespannt, wann der erste Hersteller mal eine Rückrufaktion via Twitter verbreitet. Aber dazu müßten die Hersteller erst einmal Twitter für sich entdecken als Marketingtool.

Mit meinem Kollegen habe ich darüber diskutiert was Twitter bringt. Er ist der Meinung, daß man damit die Besucher eher anderen Communities zuspielt, anstelle sie auf seiner Seite zu halten. Ich selbst sehe das etwas anders und betrachte Twitter eher als Mittel Besucher direkt an sich zu binden.

Twitter zur Kundenbindung nutzen – funktioniert das oder nicht?

Wie seht ihr das? Was habt ihr für Erfahrungen damit gemacht?

Von viralem Marketing dürften die meisten sicher schon etwas gehört haben. Erinnert sei dabei an die schwäbische Vertonung von Star Wars. Solche Dinge machen dann ja schnell die Runde.

Doch funktioniert so etwas auch bei Onlineshops? Kann man Onlineshops per viralem Marketing bewerben?

Meine Antwort lautet: JA!

Ein Beispiel dafür möchte ich auch bringen. In der Xing-Gruppe Onlineshops wurde vor kurzem ein Thread eröffnet wo es um die sinnlosesten Onlineshops ging.

Gut, so richtig sinnlose Shops waren bisher nicht dabei, aber das liegt sicher auch immer im Auge des Betrachters. Als ich heute einer Bekannten den Link zu einem Shop gab, der dort genannt wurde, gab sie mir dafür einen anderen Link und der hatte es in sich.

Es geht dabei um den Paraplüsch-Onlineshop. Die Seite kombiniert auf einzigartige Weise einen Onlineshop mit einem Flashgame. Ich hab den Link zu dem Shop gleich mal vorhin dort in dem Thread gepostet und wurde auch kurze Zeit später im Messenger schon drauf angesprochen. Wer sich eine Weile mit dem Spiel beschäftigt wird begeistert sein, die Chance daß aus dem Gamer ein Käufer wird, dürfte doch relativ hoch sein. Die Plüschtiere sind auch preislich voll im normalen Rahmen und dürften wohl nicht nur bei kleinen sondern auch bei großen Kindern ihre Fangemeinde haben.

Solch einen Link schickt man gerne weiter und so dürfte sich die Investition in das Flashgame sicherlich bezahlt gemacht haben. Alleine schon, daß ich jetzt darüber blogge, ist ja ein Zeichen dafür, daß virales Markerting auch bei Onlineshops funktionieren kann. Wichtig dabei ist ja nur, daß man etwas bietet, was andere nicht bieten.

Also liebe Onlineshopbetreiber, laßt mal die kleinen grauen Zellen arbeiten und schaut was ihr euren Besuchern sonst noch so bieten könnt. Es muß nicht gleich ein Flashgame sein, aber es gibt sicher fast für jeden Bereich etwas, wo man sich stark von den Mitbewerbern abheben kann. Manchmal reicht es schon aus, wenn man ein etwas “verrücktes” Produkt in sein Portfolio mit aufnimmt.

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