Suchmaschinenoptimierung


Wird etwas über nofollow geschrieben, dann geht es zumeist darum, daß bei diesem oder jenem Script mal wieder standardmäßig etwas auf nofollow umgestellt wurde und schon hört man alle jammern.

Doch die nofollow-Funktion kann auch ganz nützlich sein, gerade auch wenn es darum geht Google in die richtigen Bahnen zu leiten. In Verbindung mit der robots.txt und dem Noindex-Tag kann man nämlich einiges bewirken.

Wie muß man sich das nun vorstellen?

Vergleichen wir eine mittelgroße Webseite mal mit einem Stadtplan. Es gibt unzählig viele Straßen (einzelne Unterseiten) die sich immer wieder verzweigen, teilweise zu anderen Straßen führen und so entsteht ein heilloses Wirrwarr. In manchen dieser Straßen befinden sich nur noch leerstehende Ruinen (unwichtige Unterseiten). Der Bot durchfährt nun all diese Straße und nimmt sie in seine Statistik (Googleindex) auf. Viele davon sind aber halt total unwichtig und für den Robot ist es zusätzliche Arbeit die Existenz und den Inhalt regelmäßig zu überprüfen.

Hier können wir als Verkehrsplaner (Webmaster) nun ein wenig nachhelfen. Mit entsprechenden Verkehrsschildern (Tags) sagen wir dem Bot wo er denn nun lang darf und wo nicht.

Und was soll der Bot nun sehen und indexieren dürfen und was nicht?

Nun, da ist vieles einzelfallabhängig. Grundsätzlich kann man für den Seitenbesucher eher unwichtige Unterseiten wie Impressum. Kontaktformular oder Widerrufsbelehrung einfach für den Bot sperren. Desweiteren sollte jeder Webseitenbetreiber einfach mal bei google eine Site-Abfrage mit dem Befehl

site:www.domainname.tld

machen.

Hierbei dürfte man in sehr vielen Fällen recht schnell auf Suchergebnisse stoßen die von Google als ähnlich ausgeblendet werden. In den meisten Fällen handelt es sich dabei um Unterseiten die zu starke Ähnlichkeit mit anderen Unterseiten haben. Hier sollte man dann prüfen, ob es wirklich sinnvoll ist diese Seiten im Index zu belassen oder ob man diese nicht für den Robot sperren sollte. Wenn die Seiten im Index bleiben sollen, muß man sich aber Gedanken darüber machen, wie man sie bei Google wieder einblenden kann.

Wie setzt man das ganze nun um?

Noindex: Noindex ist ein Befehl der dem Bot erlaubt sich eine Seite anzuschauen, allerdings darf er sie nicht speichern. Der entsprechende Tag wird in den Headbereich der jeweiligen Unterseite eingebaut.

Nofollow: Dieser Tag besagt, daß der Bot den auf der Seite befindlichen Links nicht folgen darf. Der Tag kann auch für einzelne Links individuell eingesetzt werden.


Meta Robots noindex nofollow

Das hier gezeigte Beispiel sagt dem Bot, daß er die Seite zwar besuchen, aber nicht indexieren darf. Gleichzeitig wird ihm verboten den darauf befindlichen Links zu folgen.


Bei diesem Beispiel darf der Bot die Seite zwar nicht indexieren, doch den darauf befindlichen Links darf er schon folgen.


Hier darf der Bot die Seite indexieren, er darf aber den darauf befindlichen Links nicht folgen.


Dies ist die häufigste Variante, hier darf der Bot die Seite indexieren und auch den Links folgen. Will man, daß der Bot nur einzelnen Links auf der Seite nicht folgt, dann setzt man auch diesen Meta-Befehl ein und definiert die einzelnen nicht zu folgenden Links entsprechend individuell mit rel=’nofollow’.

Und die robots.txt?

Nun, die robots.txt ist auch recht hilfreich. Hier kann man nämlich mit dem Befehl disallow dem Bot sagen welche Seiten er nicht besuchen darf. Das ist sozusagen ein “Einfahrt verboten”-Schild. Der Google-Robot hält sich auch an diese Vorgaben. Die robots.txt kann auch beschleunigende Wirkung haben wenn es darum geht nicht benötigte Seiten aus dem Index zu löschen.

Hier trägt man die entsprechenden seiten oder Unterordner ein. Danach legt man sich, falls nicht bereits vorhanden, einen Google Webmaster-Account an und löscht dort die entsprechenden Unterseiten oder Ordner raus. Die sind dann im Normalfall binenn 24-72 h aus dem Index dauerhaft verschwunden.

Bei einem Kundenprojekt haben wir zur Zeit den Fall, daß er in seinem Shop rund 18.000 Produkte gelistet hat. Im Google-Index befinden sich allerding über 86.000 Seiten. Ein eindeutiges Zeichen dafür, daß sehr viel interner duplicate Content vorhanden ist. Mit den hier beschriebenen Methoden läßt sich dieser beseitigen und somit auch das Ranking des Shops nachhaltig verbessern.

Nicht mehr im Index benötigte Seiten werden per robots.txt ausgeschlossen, die Links zu diesen Unterseiten auf “Nofollow” gesetzt.

Je nach Bauart des Webprojekts sind derartige Arbeiten manchmal etwas komfortabler, manchmal etwas zeitaufwendiger auszuführen. Hilfreich und wirksam ist es auf jeden Fall. Von daher also ruhig mal schauen was sich zu den eigenen Projekten so alles findet und dann die entsprechenden Vorkehrungen treffen.

Letzte Woche klingelte mein Telefon. Ein Shopbetreiber rief an. Vor einigen Wochen hatte er seine Shopsoftware updaten lassen und seitdem ging es mit dem Umsatz rapide bergab. Genau genommen hatte er in den letzten fünf Wochen rund 100.000 Euro Umsatzrückgang zu verzeichnen.

Normalerweise ist ein normales Update eines CMS oder Onlineshops relativ harmlos und hat keinerlei nennenswerte Auswirkungen auf das Ranking einer Webseite. Daher war ich auch zuerst skeptisch ob es wirklich daran lag. Da das Update der Software bereits rund sechs Wochen zurücklag war es natürlich recht schwer das vorherige Ranking des Shops nachzuvollziehen. Also wurden zuerst einmal Standarddinge wie robots.txt geprüft. Da keine robots.txt vorhanden war konnte selbige auch nicht falsch konfiguriert sein, auch sonst stand überall im -Bereich der Seite “index,follow”.

Auich die Description war zum großen Teil vernünftig konfiguriert, sodaß von dort aus auch keine Gefahr für duplicate Content ausging.

Also machte ich mich an eine Siteabfrage und kämpfte mich von Seite zu Seite. Wie es der Zufall wollte fand ich irgendwo noch eine Produktunterseite die einen alten Google-Cache besaß. Dabei fiel mir auf, daß dort ein anderer Title-Tag angezeigt wurde. Ein Vergleich mit der aktuellen Seite bestätigte meine Vermutung.

Vor dem Update war der Title-Tag nach dem Muster

Produktbezeichnung – Domainname

aufgebaut.

Nach dem Update war er nach dem Muster

Domainname – Produktbezeichnung

konfiguriert worden.

Da Google mehrere zehntausend Seiten indexiert hatte, wurde dann hier von internem duplicate Content ausgegangen, was zu einer Abstufung in den Rankings um ca. 10 – 25 Plätzen führte. Das Ergebnis hab ich ja oben bereits angedeutet. Zwar waren noch paar andere Kleinigkeiten vorhanden, aber diese Title-Tag-Geschichte stellte nach meinem Dafürhalten den größten Einzelposten dar.

Inzwischen wurden die Title-Tags entsprechend umgestellt und nun heißt es für den Shopbetreiber warten wie schnell Google davon Wind bekommt und die Serps entsprechend anpaßt. Meine Aufwand belief sich dabei auf ca. 25 Minuten Telefongespräch und ca. 15 Minuten Fehlersuche. Der Aufwand die entsprechenden Änderungen vorzunehmen dürfte für die betreuende Agentur bei weniger als 15 Minuten gelegen haben. Alles in allem also eine Stunde Arbeit die aber für den Shopbetreiber jetzt gravierende positive Auswirkungen haben wird, sobald Google alles aktualisiert hat.

Liebe Onlineshopbetreiber!

Bevor ihr also irgendwelche Updates macht, macht ruhig mal ein paar Screenshots von Produktunterseiten und/oder speichert euch den Quellcode einer Produktunterseite separat ab. Dann habt ihr hinterher eine entsprechende Vergleichsgrundlage ob alles noch so konfiguriert ist wie es zuvor war. Nach dem Update dann gleich abgleichen ob alles noch so ist wie es vorher war in Bezug auf Title-Tags, Description und URL-Struktur und ansonsten gleich korrigieren.

Artikelverzeichnisse sind scheiße, so oder ähnlich liest man es immer wieder in den einschlägigen SEO-Blogs und Foren.

Was ist da aber nun wirklich dran? Mit diesem Beitrag möchte ich der Sache mal auf den Grund gehen.

Artikelverzeichnisse bringen nichts fürs Ranking

Ein Link ist ein Link ist ein Link… Grundsätzlich können solche Links erstmal nicht schaden. Zur Zeit beobachte ich bei einigen Keywords, daß in den Serps bei Google Ergebnisse von Artikelverzeichnissen (wieder) recht weit vorne auftauchen. Bei einem Keyword aus dem Finanzbereich fand ich auf Seite 2 bereits zwei Einträge aus Artikelverzeichnissen. Wenn also die Artikelverzeichnisse selbst so weit vorne ranken, wieso sollen die Links dann nichts für das Ranking bringen?

Artikelverzeichnisse werden häufig abgestraft und sind dann wertlos

Quark mit Soße. Zwar bestraft Google sehr viele Artikelverzeichnis durch den Entzug der grünen Pagerankanzeige in der Toolbar, aber das trifft auch auf die beiden oben erwähnten Artikelverzeichnisse zu und dennoch ranken die wie bereits erwähnt. Ganz wertlos können sie also doch nicht sein, oder?

Wer Artikelverzeichnisse nutzt wird abgestraft

Es gibt viele Gründe warum Google meint eine Webseite abstrafen zu müssen. Aber ganz ehrlich, wenn google alle Seiten abstraft nur weil sie Links aus Artikelverzeichnissen haben, dann wäre dies eine einfache Möglichkeit die Mitbewerber aus dem Weg zu räumen. Ob ich dann vielleicht lieber AV-Links auf die Seiten der Mitbewerber meiner Kunden setzen sollte und die dann so aus dem Weg kicke? ;-)

Wer bisher mitgelesen hat wird feststellen, daß solche Pauschalaussagen wie in vielen Blogs oder Foren verkündet so nicht ganz stimmen.

Fakt ist natürlich, daß in den seltensten Fällen die Artikelverzeichnisse bei solchen Hammerkeys wie “DSL”, “Handy” oder “Kredit” vorne zu finden sein werden, aber nicht jeder optimiert halt auf solche Hammerkeys. In Nischenbereichen sieht das dagegen schon ganz anders aus.

Wunder sollte man also nicht erwarten, aber ganz verteufeln sollte man die Artikelverzeichnisse auch nicht.

In letzter Zeit häufen sich die kostenpflichtigen SEO-Suiten die den (Möchtegern)-SEOs klar machen wollen, daß man mit ihren Hilfe ganz schnell ganz vorne steht. Da werden dann schon mal Preise im vierstelligen Eurobereich fällig, pro Monat versteht sich.

Was ist von solchen SEO-Tools zu halten?

Nichts. Der einzige der dran verdient an solchen Tools ist der Betreiber der sogenannten SEO-Suiten und das sogar doppelt. Diese Tools sind keine Programme die man sich einmalig kauft und dann auf dem heimischen Rechner installiert, sondern es handelt sich dabei lediglich um einen Zugang zu einem Tool das auf dem Server des Herstellers installiert ist. Das wiederum bedeutet, daß sämtliche Eingaben die man selbst dort tätigt, also z.B. die betreuten Kundenprojekte, für den Hersteller der Software einsehbar sind. Und wer stellt solche Software eigentlich her? Genau, Firmen die größtenteils auch selbst SEO für Kunden anbieten. Ein Schelm wer böses dabei denkt….

Was können diese Tools?

Alles, aber kein SEO. SEO basiert zu einem ganz großen Teil auf zwei Pfeilern die mir kein noch so tolles Tool ersetzen kann: Erfahrung und Bauchgefühl. Beides muß man sich erarbeiten. Wenn ich heute eine SEO-Anfrage bekomme, dann weiß ich nach spätestens 15 Minuten ob die gewünschten Ziele realistisch erreichbar sind in einem angemessenen Zeitrahmen oder auch nicht und wie groß der Aufwand dafür sein wird. Ein Blick wie die Seite onsitemäßig aufgebaut ist, eine Site-Abfrage bei Google, ein Blick auf die bereits vorhandenen Links und die aktuellen Rankingpositionen und ein kurzer Blick wer sich so auf Seite 1 bei den jeweiligen Keys rumtreibt. Der Rest ist dann ein reines Bauchgefühl und in 99 % der Fälle lag ich damit bisher immer richtig.

Viele der durch die Tools ausgeworfenen Statistiken und Grafiken mögen unerfahrene Kunden vielleicht begeistern, aber die Aussagekraft auf die Frage ob und in welchem Zeitrahmen die gewünschten Ziele erreichbar sind sagen sie auch nicht aus.

Fazit: Man kann auch ohne diese ganzen kostenpflichtigen Tools erfolgreich SEO betreiben, auch bei Highend-Keywords! Wichtig ist nur, daß man die entsprechende Erfahrung besitzt und die kann nunmal keine noch so teure Software ersetzen. Das eingesparte Geld nehm ich lieber und schaffe noch einen zusätzlichen Arbeitsplatz wenn ich Bedarf habe. Da tu ich dann noch etwas Gutes mit.

Vor jeder Angebotserstellung stellt sich für mich erstmal die wichtigste Frage: auf welche Begriffe soll die Seite optimiert werden? Die Frage stellt sich aber auch jeder Webseitenbetreiber der sich früher oder später einmal mit dem Thema Suchmaschinenoptimierung beschäftigt. Natürlich ist es für viele das wichtigste Ziel bei ihrem Hauptkeyword auf der ersten Seite zu landen. Wer hat nicht schon einmal davon geträumt bei Keywords wie “Kredit”, “Porno” oder “DSL” ganz vorne mitzuspielen und die großen Provisionen zu kassieren?

Solche Keywords sind dementsprechend auch hart umkämpft. Nicht jeder hat das Potential bzw. das nötige Kleingeld um seine Seite entsprechend zu pushen. Doch ist das denn auch unbedingt nötig? Singlekeywords sind zwar zumeist am stärksten umkämpft, doch bedeutet das nicht gleichzeitig, daß sie auch am besten konvertieren oder den meisten Traffic liefern. Zudem stellt sich auch noch die Frage wie qualifiziert der Traffic ist.

Was also tun?

In den meisten Fällen gibt es noch zusätzliche Keywords die interessant sein könnten. Anstelle dem Singlekeyword “Handy” könnte man z.B. auf Begriffe wie “Nokia Handy kaufen” oder “LG Handy Vergleich” optimieren. Je umfangreicher die Keywordkombi ist desto geringer ist zwar in der Regel der Traffic, doch er ist auch zugleich qualifizierter und führt zu einer höheren Konversion. Traffic ist also nicht, es kommt auch drauf an, daß er qualifiziert ist. So kann man sich dann erst einmal auf die einzelnen Kombinationen stürzen und später immer noch sich auf umkämpftere Singlekeys stürzen. Dann hat man nämlich bereits einen entsprechenden Grundaufbau in Sachen Linkbuilding und es wird etwas leichter auch die Hammerkeys zu stürmen.

handy-keywords

Gebe ich “Handy” in den Suchschlitz bei Google ein, bietet mir Google auch andere Suchkombinationen an. Hieraus kann man sich durchaus passende Nischenkeywords raussuchen, auf die es sich dann zu Beginn leichter optimieren läßt.

Bei der Auswahl der Keywords sollte man auch bedenken, daß nicht jeder Suchmaschinennutzer auch immer die passenden Fachbegriffe kennt. Daher sollte man auch ruhig auf allgemeinere Umschreibungen für den eigentlichen Begriff optimieren. Suchen die Leute denn wirklich nach “Webdesign” oder nicht doch nach “Homepage bauen”?

Auch beachten sollte man die Zielgruppe. Ist man wirklich bundes/weltweit tätig oder nicht doch nur regional? Was es nützt es einem Eiscafe in Ottendorf-Okrilla wenn es beim Singlekeyword “Eiscafe” auf Platz 1 steht? Wirklich mehr Besucher und Umsatz wird darüber nicht kommen. Mehr als ein streicheln des Egos kommt da nicht bei rum. Auch so etwas ist bei der Findung der passenden Suchbegriffe zu beachten.

Das Google Adwords Keywordtool kann übrigens auch Hilfe leisten bei der Auswahl der richtigen Haupt- und Nebenkeywords. Manchmal soll aber auch schon einfach nachdenken und ausprobieren zum Erfolg geführt haben. ;-)

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