Artikelverzeichnisse sind scheiße, so oder ähnlich liest man es immer wieder in den einschlägigen SEO-Blogs und Foren.

Was ist da aber nun wirklich dran? Mit diesem Beitrag möchte ich der Sache mal auf den Grund gehen.

Artikelverzeichnisse bringen nichts fürs Ranking

Ein Link ist ein Link ist ein Link… Grundsätzlich können solche Links erstmal nicht schaden. Zur Zeit beobachte ich bei einigen Keywords, daß in den Serps bei Google Ergebnisse von Artikelverzeichnissen (wieder) recht weit vorne auftauchen. Bei einem Keyword aus dem Finanzbereich fand ich auf Seite 2 bereits zwei Einträge aus Artikelverzeichnissen. Wenn also die Artikelverzeichnisse selbst so weit vorne ranken, wieso sollen die Links dann nichts für das Ranking bringen?

Artikelverzeichnisse werden häufig abgestraft und sind dann wertlos

Quark mit Soße. Zwar bestraft Google sehr viele Artikelverzeichnis durch den Entzug der grünen Pagerankanzeige in der Toolbar, aber das trifft auch auf die beiden oben erwähnten Artikelverzeichnisse zu und dennoch ranken die wie bereits erwähnt. Ganz wertlos können sie also doch nicht sein, oder?

Wer Artikelverzeichnisse nutzt wird abgestraft

Es gibt viele Gründe warum Google meint eine Webseite abstrafen zu müssen. Aber ganz ehrlich, wenn google alle Seiten abstraft nur weil sie Links aus Artikelverzeichnissen haben, dann wäre dies eine einfache Möglichkeit die Mitbewerber aus dem Weg zu räumen. Ob ich dann vielleicht lieber AV-Links auf die Seiten der Mitbewerber meiner Kunden setzen sollte und die dann so aus dem Weg kicke? ;-)

Wer bisher mitgelesen hat wird feststellen, daß solche Pauschalaussagen wie in vielen Blogs oder Foren verkündet so nicht ganz stimmen.

Fakt ist natürlich, daß in den seltensten Fällen die Artikelverzeichnisse bei solchen Hammerkeys wie “DSL”, “Handy” oder “Kredit” vorne zu finden sein werden, aber nicht jeder optimiert halt auf solche Hammerkeys. In Nischenbereichen sieht das dagegen schon ganz anders aus.

Wunder sollte man also nicht erwarten, aber ganz verteufeln sollte man die Artikelverzeichnisse auch nicht.

In letzter Zeit häufen sich die kostenpflichtigen SEO-Suiten die den (Möchtegern)-SEOs klar machen wollen, daß man mit ihren Hilfe ganz schnell ganz vorne steht. Da werden dann schon mal Preise im vierstelligen Eurobereich fällig, pro Monat versteht sich.

Was ist von solchen SEO-Tools zu halten?

Nichts. Der einzige der dran verdient an solchen Tools ist der Betreiber der sogenannten SEO-Suiten und das sogar doppelt. Diese Tools sind keine Programme die man sich einmalig kauft und dann auf dem heimischen Rechner installiert, sondern es handelt sich dabei lediglich um einen Zugang zu einem Tool das auf dem Server des Herstellers installiert ist. Das wiederum bedeutet, daß sämtliche Eingaben die man selbst dort tätigt, also z.B. die betreuten Kundenprojekte, für den Hersteller der Software einsehbar sind. Und wer stellt solche Software eigentlich her? Genau, Firmen die größtenteils auch selbst SEO für Kunden anbieten. Ein Schelm wer böses dabei denkt….

Was können diese Tools?

Alles, aber kein SEO. SEO basiert zu einem ganz großen Teil auf zwei Pfeilern die mir kein noch so tolles Tool ersetzen kann: Erfahrung und Bauchgefühl. Beides muß man sich erarbeiten. Wenn ich heute eine SEO-Anfrage bekomme, dann weiß ich nach spätestens 15 Minuten ob die gewünschten Ziele realistisch erreichbar sind in einem angemessenen Zeitrahmen oder auch nicht und wie groß der Aufwand dafür sein wird. Ein Blick wie die Seite onsitemäßig aufgebaut ist, eine Site-Abfrage bei Google, ein Blick auf die bereits vorhandenen Links und die aktuellen Rankingpositionen und ein kurzer Blick wer sich so auf Seite 1 bei den jeweiligen Keys rumtreibt. Der Rest ist dann ein reines Bauchgefühl und in 99 % der Fälle lag ich damit bisher immer richtig.

Viele der durch die Tools ausgeworfenen Statistiken und Grafiken mögen unerfahrene Kunden vielleicht begeistern, aber die Aussagekraft auf die Frage ob und in welchem Zeitrahmen die gewünschten Ziele erreichbar sind sagen sie auch nicht aus.

Fazit: Man kann auch ohne diese ganzen kostenpflichtigen Tools erfolgreich SEO betreiben, auch bei Highend-Keywords! Wichtig ist nur, daß man die entsprechende Erfahrung besitzt und die kann nunmal keine noch so teure Software ersetzen. Das eingesparte Geld nehm ich lieber und schaffe noch einen zusätzlichen Arbeitsplatz wenn ich Bedarf habe. Da tu ich dann noch etwas Gutes mit.

Vor jeder Angebotserstellung stellt sich für mich erstmal die wichtigste Frage: auf welche Begriffe soll die Seite optimiert werden? Die Frage stellt sich aber auch jeder Webseitenbetreiber der sich früher oder später einmal mit dem Thema Suchmaschinenoptimierung beschäftigt. Natürlich ist es für viele das wichtigste Ziel bei ihrem Hauptkeyword auf der ersten Seite zu landen. Wer hat nicht schon einmal davon geträumt bei Keywords wie “Kredit”, “Porno” oder “DSL” ganz vorne mitzuspielen und die großen Provisionen zu kassieren?

Solche Keywords sind dementsprechend auch hart umkämpft. Nicht jeder hat das Potential bzw. das nötige Kleingeld um seine Seite entsprechend zu pushen. Doch ist das denn auch unbedingt nötig? Singlekeywords sind zwar zumeist am stärksten umkämpft, doch bedeutet das nicht gleichzeitig, daß sie auch am besten konvertieren oder den meisten Traffic liefern. Zudem stellt sich auch noch die Frage wie qualifiziert der Traffic ist.

Was also tun?

In den meisten Fällen gibt es noch zusätzliche Keywords die interessant sein könnten. Anstelle dem Singlekeyword “Handy” könnte man z.B. auf Begriffe wie “Nokia Handy kaufen” oder “LG Handy Vergleich” optimieren. Je umfangreicher die Keywordkombi ist desto geringer ist zwar in der Regel der Traffic, doch er ist auch zugleich qualifizierter und führt zu einer höheren Konversion. Traffic ist also nicht, es kommt auch drauf an, daß er qualifiziert ist. So kann man sich dann erst einmal auf die einzelnen Kombinationen stürzen und später immer noch sich auf umkämpftere Singlekeys stürzen. Dann hat man nämlich bereits einen entsprechenden Grundaufbau in Sachen Linkbuilding und es wird etwas leichter auch die Hammerkeys zu stürmen.

handy-keywords

Gebe ich “Handy” in den Suchschlitz bei Google ein, bietet mir Google auch andere Suchkombinationen an. Hieraus kann man sich durchaus passende Nischenkeywords raussuchen, auf die es sich dann zu Beginn leichter optimieren läßt.

Bei der Auswahl der Keywords sollte man auch bedenken, daß nicht jeder Suchmaschinennutzer auch immer die passenden Fachbegriffe kennt. Daher sollte man auch ruhig auf allgemeinere Umschreibungen für den eigentlichen Begriff optimieren. Suchen die Leute denn wirklich nach “Webdesign” oder nicht doch nach “Homepage bauen”?

Auch beachten sollte man die Zielgruppe. Ist man wirklich bundes/weltweit tätig oder nicht doch nur regional? Was es nützt es einem Eiscafe in Ottendorf-Okrilla wenn es beim Singlekeyword “Eiscafe” auf Platz 1 steht? Wirklich mehr Besucher und Umsatz wird darüber nicht kommen. Mehr als ein streicheln des Egos kommt da nicht bei rum. Auch so etwas ist bei der Findung der passenden Suchbegriffe zu beachten.

Das Google Adwords Keywordtool kann übrigens auch Hilfe leisten bei der Auswahl der richtigen Haupt- und Nebenkeywords. Manchmal soll aber auch schon einfach nachdenken und ausprobieren zum Erfolg geführt haben. ;-)

Heute macht es bei Twitter die Runde: BMW meint: “Kaufen Sie sich lieber einen Audi.” Nunja, ich bin eh kein Fan von Fahrzeugen mit dem blau-weißen Propeller als Erkennungszeichen, doch ganz so viel Ehrlichkeit hat mich natürlich auch etwas stutzig gemacht.

Wer es nicht glaubt, findet hier den Beweis dafür.

Was ist passiert?

Nun der BMW-Webserver läßt es zu, daß jeder x-beliebige eine BMW-URL nach seinen Wünschen manipulieren kann. Das Ergebnis sieht man oben. Sicherlich kann man so etwas noch belächeln, doch wer Böses im Schilde führt, der kann das natürlich auch ausnutzen um Schadecode einzuschleusen, der dann auf anderen Rechner zum Beispiel Trojaner freisetzt o.ä.

Es ist natürlich bedenklich, wenn so etwas bei einem Unternehmen wie BMW passiert, wo man eigentlich genügend fachkundige Sysadmins haben dürfte, die solche Sicherheitslücken bereits im Vorfeld ausfindig machen und schließen sollten.

Jetzt bleibt abzuwarten, wie sich die Sache weiter entwickelt und wann diese Scriptlücke bei BMW geschlossen wird. Bis dahin empfiehlt BMW weiter Audi und Mercedes.

Update:Inzwischen wurde die Lücke seitens BMW geschlossen.

Erfolgreiche Suchmaschinenoptimierung – was ist das eigentlich? Wann kann man die Suchmaschinenoptimierung als erfolgreich bezeichnen?

Häufig bekommt man dann Antworten wie: “..erfolgreiche Suchmaschinenoptimierung ist wenn man ganz vorne steht…”. Doch ist es das wirklich alleine?

Ich sage nein, zu einer erfolgreichen Suchmaschinenoptimierung gehört viel mehr, es geht darum bei den richtigen Keywords vorne zu stehen. Ich möchte hier mal ein Beispiel nennen.

Keyword “dsl info”.

Mehr als 7 Millionen Ergebnisse meint Google in seinen Datenbank für diese Keywordkombi zu finden. Einige Zeit rankte ich mit einem ehemaligen Projekt von mir dort auf Platz 1. Der eine odere andere wird jetzt sagen: toll, Platz 1 für eine Platzierung bei so vielen Ergebnissen.

Was hat es mir gebracht? Nun, ca. 10-12 Besucher am Tag. Ist das wirklich eine erfolgreiche Suchmaschinenoptimierung gewesen?

Ich sage NEIN, denn es kam wie gesagt kein signifikanter Traffic dabei rüber. Deshalb gehört es auch immer dazu vorab zu prüfen über welche Keywords wirklich Traffic zu generieren ist, aus dem man dann neue Kunden, Werbeeinnahmen usw. generieren kann. Da kann es dann auch mal Sinn machen auf ein Keyword mit nur einigen hundert Ergebnissen zu optimieren. Viele Ergebnisse bei Google bedeuten nicht immer auch viel Traffic.

Also nicht gleich in Ehrfurcht erstarren, wenn jemand euch eine Top10-Platzierung bei mehreren Millionen Suchergebnissen zeigt, es muß nicht immer Erfolg oder Kompetenz bedeuten.

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