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Ludwig Uhland


Warum eine Seite über Ludwig Uhland? Nach Ludwig Uhland war die Schule benannt, in die ich von 1980 bis 1990 in Staßfurt ging. Daher möchte ich über Ludwig Uhland hier auch mal ein paar Zeilen schreiben.

Ludwig Uhland lebte von 1787 bia 1862. Er war Dichter, Literaturwissenschaftler und politischer Kopf seiner Zeit. Schon während des Jurastudiums in seiner Heimatstadt beschäftigt sich Ludwig Uhland in einem Kreis Gleichgesinnter mit «altdeutscher» Literatur und Volkspoesie. Ein Aufenthalt in Paris nach seiner juristischen Promotion gibt ihm 1810 Gelegenheit zu intensiven Studien der altfranzösischen Epik. 1814 läßt sich Ludwig Uhland als Rechtsanwalt in Stuttgart nieder. Er greift aktiv in den württembergischen Verfassungsstreit ein und wird 1819 freisinniger Abgeordneter im württembergischen Landtag. 1829 erhält er eine Professur für deutsche Sprache und Literatur an der Universität Tübingen. Diese legt er nach Auseinandersetzungen mit der Regierung 1833 nieder. 1848 sitzt Ludwig Uhland als Konstitutionalist auf der Linken der Frankfurter Nationalversammlung und setzt sich 1849 öffentlich für die von Erschießung bedrohten badischen Revolutionäre ein. Den preussischen Orden «Pour-le-mérite», den ihm 1853 Alexander von Humboldt anträgt, und den bayrischen Maximiliansorden lehnt Ludwig Uhland mit dem Hinweis auf die Opfer staatlicher Repression ab. Ludwig Uhland stirbt 1862 in Tübingen. Nach seinem Tod wird der unerschrockene Demokrat mehr und mehr von chauvinistischen Kreisen vereinnahmt und diskreditiert.

Quelle: FH Augsburg


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