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Die Olsenbande




"Die Olsenbande" ist einfach nur Kult. Zwischen 1968 und 1998 entstanden insgesamt 14 Filme rund um die Olsenbande. Bei den Filmen um die Olsenbande handelt es sich um Krimikomödien über drei Kleinganoven. In Dänemark, dem Heimatland der Olsenbande, sowie in der DDR wurden die Filme der Olsenbande zum Kult. Die Erfolge dieser Filmserie waren beeindruckend.

Folgende Filme sind entstanden:

1. Die Olsenbande (Olsen-Banden) - 1968
Premiere in Dänemark: 11. Oktober 1968 - Premiere in der DDR: 26. Juni 1970
Länge: 77 Minuten
In ihrem ersten Film stiehlt die Olsenbande einen Kunstgegenstand aus dem Erbe der Hohenzollern, das anlässlich einer deutschen Kulturwoche in Kopenhagen ausgestellt wird.
Dieser Film, der als Parodie auf James Bond sowie auf die Sex-Welle in Dänemark der späten 1960er Jahre angelegt war, unterscheidet sich in vielerlei Hinsicht noch sehr von seinen Nachfolgern - die Olsenbande verkehrt noch regelmäßig in Connys Bordell, während Frauengeschichten in den späteren Filmen weitgehend ausgespart werden, und außerdem ist er actionreicher als die späteren Filme.

2. Die Olsenbande in der Klemme (Olsen-Banden på spanden) - 1969
Premiere in Dänemark: 3. Oktober 1969 - Premiere in der DDR: 25. Juni 1971
Länge: 105 Minuten (Dänemark), 104 Minuten (Deutschland)
Im zweiten Film hat Bandenchef Egon dem Verbrechen abgeschworen - angespornt durch die hübsche Sozialfürsorgerin Bodil Hansen (Ghita Nørby). So überredet Egon erst Kjeld, dann Benny, es von nun an mit ehrlicher Arbeit zu versuchen. Doch dann werden die drei ungewollt Zeugen eines Banküberfalls, der von amerikanischen Gangstern geplant und verübt wurde. Als die Olsenbande der Tat beschuldigt wird, sinnt sie auf Rache - und wird schließlich wieder rückfällig.

3. Die Olsenbande fährt nach Jütland (Olsen-Banden i Jylland) - 1971
Premiere in Dänemark: 8. Oktober 1971 - Premiere in der DDR: 30. Juni 1972
Länge: 96 Minuten (Dänemark), 94 Minuten (Deutschland)
Im dritten Film fährt die Olsenbande an die dänische Nordseeküste, wo sich ein Bunker mit einem Nazischatz befinden soll. In Jütland jedoch, das unter Kopenhagenern einen eher zweifelhaften Ruf besitzt, begegnen sie dem Schrotthändler Mads Madsen (Karl Stegger). Dieser kann am Ende das Nazigold an sich bringen, während er die Olsenbande mit Falschgeld abspeist. Der dritte Film wird von Kennern als der erste wirklich gute angesehen.

4. Die Olsenbande und ihr großer Coup (Olsen-Bandens store kup) - 1972
Premiere in Dänemark: 6. Oktober 1972 - Premiere in der DDR: 26. Juni 1973
Länge: 94 Minuten
Im vierten Film kann die Olsenbande einen Geldtransport umbemerkt um vier Millionen dänische Kronen erleichtern. Allerdings sind auch zwei Großverbrecher namens "König" (Arthur Jensen) und "Knappe" (Poul Reichhardt) hinter dem Geld her. Schließlich kann es Sonja (Annika Persson), die schöne Schwester des "Knappen", in ihren Besitz bringen.

5. Die Olsenbande läuft Amok (Olsen-Banden går amok) - 1973
Premiere in Dänemark: 5. Oktober 1973 - Premiere in der DDR: 21. Februar 1975
Länge: 97 Minuten (Dänemark), 96 Minuten (Deutschland)
Benny, Kjeld und Yvonne haben sich von Egon losgesagt, weil Benny plant, aus Geldgründen Ragna (Birgitte Federspiel) zu heiraten, die hässliche Tochter des Ladenbesitzers Kvist (Ejnar Federspiel). So ist Egon gezwungen, seinen Plan allein bzw. mit Hilfe von Dynamit-Harry durchzuführen - bis sich herausstellt, dass auch bei Familie Kvist nicht das erhoffte Geld zu holen ist. Am Ende gelingt der Olsenbande zwar die Flucht nach Mallorca, das Geld jedoch landet in der Müllverbrennungsanlage.

6. Der (voraussichtlich) letzte Streich der Olsenbande (Olsen-Bandens sidste bedrifter) - 1974
Premiere in Dänemark: 4. Oktober 1974 - Premiere in der DDR: 25. Dezember 1977
Länge: 94 Minuten (Dänemark), 88 Minuten (Deutschland)
Hier ist es wieder Egon, der nichts mehr mit der Olsenbande zu tun haben will - er arbeitet nun für den nach außen hin ehrenwerten Geschäftsmann Holm-Hansen jr. (Bjørn Watt-Boolsen), für den er die weltweit gesuchten Bedford-Diamanten aus einem Schweizer Tresor holen soll. Als er erkennt, dass man ihn nur als Werkzeug missbraucht hat, sinnt er auf Rache. Schließlich gelingt es ihm, den Verkauf der Juwelen zu vereiteln, das Geld an sich zu bringen und für Holm-Hansens Verhaftung zu sorgen. Am Ende dieses Films, der - wie im Titel schon deutlich wird - der letzte der Reihe werden sollte, gelingt der Bande die Flucht nach Mallorca. Das Wort voraussichtlich kam in den deutschen Titel, da dieser Film in der DDR erst nach dem nachfolgenden erschien.

7. Die Olsenbande stellt die Weichen (Olsen-Banden på sporet) - 1975
Premiere in Dänemark: 26. September 1975 - Premiere in der DDR: 12. November 1976
Länge: 100 Minuten
Aus dem geplanten ruhigen Leben auf Mallorca wird nichts - das Dumme Schwein (Ove Verner Hansen) stiehlt die Millionen für seinen Autraggeber, die Firma Multi-Scan. Die will das Geld der Olsenbande in Form von Goldbarren per Bahn ins Ausland bringen. Egon, der im Gefängnis den gesamten Fahrplan der Dänischen Staatsbahn auswendig gelernt hat, will sie sich zurückholen. Auf Grund einer Fahrplanänderung (Umstellung vom Winter- auf den Sommerfahrplan) droht aber der ganze Plan zu scheitern, so dass die Olsenbande im Netz der Staatsbahn ein heilloses Chaos anrichtet.
Dieser Film wird von vielen Fans wegen seiner besonders gut durchdachten Story als der beste der Reihe angesehen.

8. Die Olsenbande sieht rot (Olsen-Banden ser rødt) - 1976
Premiere in Dänemark: 1. Oktober 1976 - Premiere in der DDR: 22. Dezember 1979
Länge: 101 Minuten
Egon soll im Auftrag von Baron Løvenvold (Bjørn Watt-Boolsen) eine wertvolle chinesische Vase stehlen, die dieser heimlich verkaufen will. Als er aber auch hier wieder hintergangen wird, ist er nun seinerseits hinter der Vase her - zunächst im Schloss des Barons, dann im Königlichen Theater in Kopenhagen. Diese Szene gilt als die beste aller Olsenbandenfilme - während das Stück Elverhøj von Friedrich Kuhlau gespielt wird, arbeitet sich die Olsenbande im Takt der Musik mit Hilfe von Brecheisen und Sprengsätzen unbemerkt bis in den Zuschauerraum vor, wo sie die Vase und das Geld an sich nehmen können.

9. Die Olsenbande schlägt wieder zu (Olsen-Banden deruda) - 1977
Premiere in Dänemark: 30. September 1977 - Premiere in der DDR: 19. Juni 1981
Länge: 97 Minuten
Benny und Kjeld haben sich wegen seines Alters von Egon losgesagt und Yvonnes Neffen Georg (Claus Ryskjær) zu ihrem neuen Bandenchef auserkoren. Dieser setzt auf Verbrechen mit Hilfe von modernster Computertechnik. Nachdem Egon jedoch Georgs ersten Coup vereitelt, überredet er ihn zur Zusammenarbeit beim Einbruch in die Kopenhagener Filiale der Weltbank.

10. Die Olsenbande steigt aufs Dach (Olsen-Banden går i krig) - 1978
Premiere in Dänemark: 6. Oktober 1978 - Premiere in der DDR: 28. Dezember 1981
Länge: 102 Minuten
In diesem Film versucht Egon, für Bang-Johansen (Bjørn Watt-Boolsen) einen Mikrofilm aus der so genannten Reichsregistratur zu stehlen. Auf Grund einer Verwechslung kann er den Film aber nicht wie verabredet übergeben, weshalb er an der Uhr des Kopenhagener Rathausturms bleiben muss, bis er den wahren Aufbewahrungsort des Films preisgibt - oder bis der große Zeiger ihn herunterstößt. Erst Kjeld und Benny können ihn retten.

11. Die Olsenbande ergibt sich nie (Olsen-Banden overgiver seg aldrig) - 1979
Premiere in Dänemark: 26. Dezember 1979 - Premiere in der DDR: 7. Januar 1983
Länge: 105 Minuten
Egon versucht sich diesmal im Aktiengeschäft. Die Jagd der Olsenbande nach Aktien des renommierten Kopenhagener Kaufhauses Magasin du Nord, die sie u.a. ins EG-Hauptquartier nach Brüssel führt, ist jedoch letzten Endes erfolglos - die Aktien sind nichts mehr wert, als Dänemark aus der EG ausgeschlossen wird.

12. Die Olsenbande fliegt über die Planke (Olsen-Bandens flugt over plankeværket) - 1981
Premiere in Dänemark: 16. Oktober 1981 - Premiere in der DDR: 25. Mai 1984
Länge: 90 Minuten
Egon plant seinen unwiderruflich letzten Coup - den Diebstahl von unterschlagenem Geld aus dem Tresor der Versicherungsfirma Hoher Norden. Dabei wird deutlich, dass die Firma an illegalen Waffengeschäften von internationaler Größenordnung beteiligt ist. Bahs und Balling planten, die Bande mit dem 12. und letzten Film in den Ruhestand zu schicken. Auf Wunsch der Produktionsfirma Nordisk Film wurden daraus zwei Filme gemacht, die eine zusammenhängende Story von drei Stunden Länge erzählen.

13. Die Olsenbande fliegt über alle Berge (Olsen-Banden over alle bjerge) - 1981
Premiere in Dänemark: 26. Dezember 1981 - Premiere in der DDR: 17. August 1984
Länge: 96 Minuten
In der direkten Fortsetzung des vorhergehenden Films reist die Bande u.a. nach Paris, wo sie den Waffenhandel vereiteln können. Am Ende gelingt es Benny und Kjeld, die Millionen an sich zu bringen, während Egon als unheilbar kriminell in eine psychiatrische Anstalt eingewiesen wird.

14. Der (wirklich) allerletzte Streich der Olsenbande (Olsen-Bandens sidste stik) - 1998
Premiere in Dänemark: 18. Dezember 1998 - Premiere in der BRD: 16. November 1999
Länge: 101 Minuten (Dänemark), 90 Minuten (Deutschland)
Nach 17 Jahren gelingt Egon die Flucht aus der Psychiatrie. Mit Kjeld und Benny plant er einen letzten Coup - er will die britischen Kronjuwelen stehlen. Doch zur Ausführung dieses Plans kommt es nie - das Auftauchen der hochbrisanten Wandenberg-Dokumente, die er im Auftrag von Staatssekretär Hallandsen (Bjørn Watt-Boolsen) verschwinden lassen soll, hält Egon voll und ganz in Atem. Schließlich verbringt die Olsenbande einen geruhsamen Lebensabend in Børges Haus in Portugal.

Die Darsteller in den Filmen der "Olsenbande":

Egon Olsen - Ove Sprogøe
Benny - Morten Grunwald
Kjeld - Poul Bundgaard
Yvonne - Kirsten Walther
Børge - Jes Holtsø
Inspektor Mortensen - Peter Steen, Jesper Langberg
Kommissar Jensen - Axel Strøbye
Assisten Holm - Ole Ernst, Dick Kaysø



Mehr zum Thema Egon Olsen und die Olsenbande findet man auch mit Firstload im Usenet.

Partner:

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