Wer heutzutage einen Kredit aufnimmt, bekommt bei Kreditabschluß auch vielfach eine Restschuldversicherung (RSV)angeboten. Doch stellt sich für viele häufig die Frage, was eine Restschuldversicherung eigentlich ist und wann sie greift.
In den fünfziger Jahren wurde die Restschuldversicherung in den USA entwickelt und kam dann in den sechziger Jahren auch nach Deutschland. Ursprünglich wurde durch einen Einmalbeitrag eine sinkende Versicherungssumme (das Restdarlehen) gegen das Risiko des Ablebens versichert. Zwischenzeitlich werden auch laufende Beiträge vereinbart, die Versicherungssumme kann dadurch konstant bleiben und weitere Risiken können ebenso abgesichert werden. So schließen moderne Restschuldversicherungen nicht nur das Risko des Todes des Kreditnehmers ein, sondern leisten auch bei schweren Krankheiten und Arbeitslosigkeit.
Der Vorteil einer Restschuldversicherung z.B. im Vergleich zu einer alternativen Risikolebensversicherung ist, daß bei einer Restschuldversicherung keine Gesundheitsprüfung erfolgt.
Worauf ist beim Abschluß einer Restschuldversicherung zu achten?
Sofern von seiten der Bank der Abschluß einer Restschuldversicherung nicht vorgeschrieben ist, sind die Kosten der Restschuldversicherung auch nicht im effektiven Jahreszins berücksichtigt und müssen dort noch einkalkuliert werden. Wer bereits eine private Versicherung gegen Arbeitslosigkeit und/oder eine Risikolebensversicherung hat, kann sich die Kosten der Restschuldversicherung sparen. Für alle anderen wäre es anzuraten gründlich zu prüfen ob die Rückzahlung des Kredites auch unter veränderten umständen sichergestellt ist. Sollte man zu dem Schluß kommen, das es mit der Rückzahlung des Kredites z.B. durch Krankheit, Tod eines Kreditnehmers oder Arbeitslosigkeit zu gravierenden Engpässen kommen könnte, sollte man unbedingt eine Restschuldversicherung abschließen.