Längere Eintragungszeiträume von Kreditkarten in der SCHUFA

Von vielen unbeachtet hat die Schufa etwas an ihren Löschzeiträumen verändert, wenn auch nur minimal. Bisher war es so, daß Kreditkarten aus der Schufa gelöscht werden, sobald der Kreditkartenvertrag beendet wurde. Nun findet sich in der Schufa-FAQ der Hinweis, daß Kreditkarten erst 3 Jahre nach Beendigung des Kartenvertragsverhältnisses aus der Schufa gelöscht werden.

Welche Auswirkungen hat diese Änderung?

Erstmal für den Durchschnittskartennutzer praktisch gar keine. Der bekommt das in der Regel eh nicht mit und behält seine Kreditkarte eh über längere Zeiträume im Bestand. Ich selbst habe hier eine Karte, deren Kreditkartenvertrag von mir im Herbst 1999 unterzeichnet wurde. Otto Normalverbraucher dürfte so etwas häufig auch haben, denn die Deutschen sind bei Finanzprodukten weniger wechselwillig.

Aber es gibt natürlich auch hierzulande Menschen die mehr oder weniger regelmäßig ihre Finanzprodukte wie Girokonten und Kreditkarten wechseln, gerade auch um von irgendwelchen Sonderaktionen für Neukunden profitieren zu können. Hier wird dann der Knackpunkt liegen.

Bisher haben die Leute ihre alte Karte gekündigt und die verschwand dann kurz später aus der Schufa-Akte. Bei einer danach erfolgten Neubeantragung einer anderen Kreditkarte war für die neue kartenausgebende Stelle nicht ersichtlich, daß da zuvor eine andere Kreditkarte existierte. Wenn die Karte nun mit einem „gekündigt“-Vermerk in der Schufa-Akte für drei Jahre verbleibt, ist es für „Kartenhopper“, die immer wieder regelmäßig die Kreditkarte wechseln, immer schwerer solche Aktionen mitzunehmen, denn die kartenausgebenden Stellen können solche Personen jetzt leichter identifizieren und ihnen die neue Karte ggf. verwehren.

Letztlich wünschen sich auch Banken langfristige Vertragsbeziehungen und keine Kunden die alle 12 Monate von einem Kreditinstitut zum nächsten hüpfen. Das wird jetzt im Bereich der Kreditkarten eventuell etwas schwerer. Bleibt abzuwarten wie die kartenausgebenden Stellen mit der neuen Eintragung in der Schufa-Akte umgehen.

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