Yomo – Neues Kontomodell der Sparkassen

Teile der Sparkassengruppe werden modern. Mit Yomo („Your Money“) planen zehn regionale Sparkassen ein gemeinsames Kontomodell, das ausschließlich via Smartphoneapp funktioniert. Damit wollen die Sparkassen Anbietern wie N26 und Fidor entgegentreten.

Yomo ist keine eigenständige Bank, sondern lediglich ein spezielles Kontomodell. Das jeweilige Girokonto wird bei einer der teilnehmenden Sparkassen geführt. Das führt auch dazu, daß nur bestimmte Basisleistungen für alle Yomo-Kunden gleich sind, jede Sparkasse aber verschiedene Zusatzleistungen zu eigenen Konditionen anbieten kann. Kontoführung und Girocard sind für alle Yomo-Kunden kostenlos.

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Grundsätzlich wird man der regional am nächsten gelegenen Sparkasse zugewiesen, wenn man sich bei Yomo registriert. Allerdings besteht dann noch die Möglichkeit die Sparkasse zu wechseln. Daher sollte man vorab erstmal die Konditionen der teilnehmenden Sparkassen miteinander vergleichen und prüfen welche Leistungen man in Anspruch nehmen möchte und was die wo kosten. So lassen sich dann ggf. auch noch ein paar Euro sparen, wenn man Zusatzleistungen in Anspruch nehmen möchte, die bei dem kostenlosen Grundangebot nicht enthalten sind.

Enthalten ist auf jeden Fall eine Girocard, die auch auch die gerade im Test befindliche Girocard kontaktlos-Funktion beherrschen soll. Ansonsten gibt es auf der Karte ein Maestro-Cobranding, allerdings ohne Paypass-Funktion. Für 2017 plant man auch die Herausgabe einer Yomo-Kreditkarte.

Folgende Sparkassen sind aktuell an Yomo beteiligt:

Hamburger Sparkasse
Berliner Sparkasse
Sparkasse Köln-Bonn
Kreissparkasse Köln
Sparkasse Bremen
Stadtsparkasse München
Sparkasse Paderborn-Detmold
Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen
Stadtsparkasse Düsseldorf
Ostsächsische Sparkasse Dresden

Bleibt abzuwarten ob den Sparkassen mit Yomo der große Wurf gelingt. Ansonsten werden sie es in den kommenden Jahren immer schwerer haben die jüngere Zielgruppe für sich zu gewinnen, denn gerade die steht stark im Focus der Fintechs.

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