Curve – Proxi-Kreditkarte für Selbständige

Curve gibt es schon eine ganze Weile. Das britische Fintech-Startup hat sich etwas ganz spezielles ausgedacht und dabei eine ganz bestimmte Zielgruppe im Auge: Selbständige.

Ein englisches Promovideo beschreibt das Prinzip von Curve.

Curve ist eine Mastercard, die selbst kein eigenes Kreditlimit besitzt, dafür aber direkt andere hinterlegte Kreditkarten belastet. Interessant ist das Produkt also eh nur für Menschen, die mehr als eine Visa- oder Mastercard besitzen. Nutzer von Amex-Karten sind leider inzwischen außen vor. Die konnte man bis vor einer Weile zwar auch als zu belastende Karte hinterlegen, inzwischen aber nicht mehr. Funktioniert also nur mit Visa- und Mastercard.

Warum legt Curve Wert darauf, daß man selbständig ist?

Das hängt damit zusammen, daß die Curve Mastercard als Businesscard konzipiert ist und die dürfen nur an Selbständige ausgegeben werden.

Hätte Curve seine Mastercard nicht auch als normale Karte konzipieren können?

Ja, hätten sie. Dann wäre aber ihr Geschäftsmodell nicht aufgegangen. Zum Hintergrund: 2015 hat die EU die Interbankenentgelte bei Karteneinsatz auf 0,3 % gedeckelt. Die lagen früher teils weit über einem Prozent. Aber: diese Deckelungsgrenze greift nicht bei Businesskarten, da können immer noch höhere Interbankenentgelte verlangt werden.

Und darauf basiert die Finanzierung von Curve. Setzt man die Curve Mastercard ein, wird ein Interbankenentgelt von den Händlern an die kartenausgebende Bank gezahlt. Hinterlegt man jetzt seine private Kreditkarte bei Curve, belastet diese Curve lediglich die gedeckelten 0,3 %. Die Differenz steckt Curve ein und finanziert so sein Angebot.

Und wie funktioniert Curve genau?

Nachdem man seine Karten hinterlegt hat, kann man selbige nun praktisch im Safe oder sonstwo deponieren. Statt zig Zahlkarten mit sich rumzuschleppen, braucht man nur noch die Curve Mastercard. In der App, die man dazu braucht, stellt man ein welche Karte belastet werden soll und bezahlt dann damit. So hat man immer alle Karten (außer Amex halt) dabei, obwohl man nur eine einzige Karte in der Brieftasche hat.

Im Grunde ist es vergleichbar mit Paypal. Was Paypal für Onlinezahlungen ist, nur halt nicht auf Selbständige begrenzt, ist Curve nun für Offlinezahlungen.

Welche sonstigen Kosten fallen bei Curve an?

Für die Karte selbst fällt keine Jahresgebühr o.ä. an. Allerdings werden bei Zahlungen in Fremdwährung 1 % Fremdwährungsgebühr auf den offiziellen Mastercard-Wechselkurs berechnet. Wer Karten besitzt die keine Fremdwährungsgebühr berechnen, sollte bei Zahlungen in Fremdwährung also lieber diese Karten direkt einsetzen.

Welche Währung die Hauptwährung ist, kann man bei der Beantragung der Karte selbst festlegen.

Wo kann man die Curve Mastercard beantragen?

Die Curve Mastercard kann man hier beantragen. Wer bei der Beantragung den Promocode HG0W1 eingibt, bekommt zusätzlich 500 Curvepoints (=5 britische Pfund) gutgeschrieben.

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