Deutsche setzen weiter auf Sparbücher und Tagesgeldkonten

Seit Jahren sind die Zinsen am Boden. Viel mehr als 0,1 bis 0,3 % gibt es praktisch nirgends mehr auf Sparbüchern und Tagesgeldkonten. Trotzdem sind die meisten Deutschen bisher nicht gewillt etwas an ihrer Geldanlagestrategie zu ändern. Gerade mal 9 % aller Deutschen investieren in Wertpapiere jeglicher Art. Das ist ein äußerst niedriger Wert.

In anderen Ländern hat sich längst auch unter Privatleuten mit kleinerem und mittlerem Vermögen eine Aktienkultur entwickelt. Der Effekt: das Vermögen der Menschen wächst dort schneller als in Deutschland. Durch die wieder steigende Inflation laufen dagegen die Menschen in Deutschland Gefahr künftig weniger für ihr Geld kaufen zu können. Aktuell liegt die Inflation in Deutschland bei rund 1,9 %, die Zinsen wie oben genannt bei 0,1 – 0,3 %.

Doch das hält die Deutschen nicht davon ab weiter auf traditionelle Geldanlagen zu setzen. Hauptgrund ist die Angst vor Kursverlusten an der Börse. Dieses gibt es natürlich immer wieder mal, das ist ganz normal. Solange man dann aber nicht panisch verkauft und diese Verluste auch tatsächlich realisiert, passiert eigentlich erstmal gar nichts. Wer nicht bei jeder kleinen Auf- oder Abwärtsbewegung gleich in Panik ausbricht und alles umschichtet, sondern einfach mal nichts tut und abwartet, der fährt zumeist besser, denn nach jedem Abwärtstrend geht es auch wieder aufwärts.

Nicht nur das: wer sich nicht verrückt machen lässt, nutzt fallende Kurse um günstig Wertpapiere aufzukaufen und profitiert danach bei steigenden Kursen von höheren Wertsteigerungen.

Geführenfrei kaufen - über 5.000 Fonds und ETFsWer sich wenig mit Wertpapieren auskennt, dennoch aber dort eine Anlage wagen möchte, der sollte auf einfach strukturierte Produkte setzen und bloß nicht jeden Tag ins Depot setzen. Sinnvoll können hier sogenannte Indexfonds sein, auch als ETF bekannt. Da sie nicht aktiv betreut werden, haben sie niedrigere Kosten, was sich auch positiv auf die Rendite auswirkt. Ob man sich für einen ETX auf den DAX, den MSCI World-Index, den S&P 500 oder einen anderen Index entscheidet bleibt jedem selbst überlassen. Im Zweifelsfall teilt man sein Engagement auf mehrere unterschiedliche ETF auf und verringert etwaige Risiken durch breitere Streuung noch mehr.

Wer also in Zukunft nicht weiter nur magere Zinsen bekommen möchte, sollte sich mit dem Thema Wertpapiere näher auseinander setzen und zumindest einen Teil des Vermögens darin längerfristig anlegen.

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