Bisher war es so, daß Banken Negativzinsen in erster Linie für sehr hohe Guthaben einführten. Der Broker Flatex geht nun als erste Bank in Deutschland einen anderen Weg. Ab 15. März 2017 werden auf alle Guthaben auf dem Depotkonto Negativzinsen in Höhe von 0,4 % p.a. berechnet, egal wie viel Geld da auf dem Depotkonto.

Flatex bietet kein Girokonto an, sondern lediglich ein Verrechnungskonto zum angebotenen Depot. Wer also umgehen möchte, daß er bei Flatex Negativzinsen zahlen muß, sollte entweder das dort verfügbar rumliegende Geld anlegen oder auf ein anderes Konto überweisen.

Laut Flatex liegen im Durchschnitt 6.000 € auf den Depotkonten der ca. 180.000 Flatex-Kunden. Das wären dann durchschnittlich 24 € Negativzinsen pro Jahr und Kunde. Die kann man sich sicherlich sparen. Andere Broker haben aber bereits gesagt, daß sie auch zukünftig auf Negativzinsen verzichten werden.

Ob man den Broker wechselt oder nicht, sollte jeder für sich entscheiden. Wer bisher mit Flatex zufrieden war, wird sicher eher das dort liegende Bargeld abziehen oder anlegen. Wer eh mit dem Gedanken spielt sich einen anderen Broker zu suchen, der hat jetzt einen Grund mehr dazu.