Sparkasse Köln-Bonn: Negativzinsen nun auch für Privatkunden

Bei der Sparkasse Köln-Bonn bröckelt ein Tabu. Für vermögende Privatkunden, die viel Bargeld auf ihrem Girokonto liegen haben, werden nun auch Negativzinsen in Höhe von 0,4 % p.a. berechnet. Bisher haben die Sparkassen ja immer drauf bestanden, daß sie Privatkunden keinerlei Negativzinsen berechnen, doch auch diese Aussage kann man nun anscheinend nicht mehr pauschal aufrecht erhalten.

Wenn man noch bedenkt, daß die Sparkasse Köln-Bonn die zweitgrößte Sparkasse Deutschlands ist, kann man sich vorstellen, daß nun wohl auch andere Sparkassen irgendwann nachziehen werden.

Was können betroffene Kunden nun tun?

Im Grunde gibt es zwei Möglichkeiten:

1. Das Girokonto zu einer anderen Bank umziehen, die keine Negativzinsen nimmt und das Geld dann dort rumliegen lassen. Alternativen gibt es noch mehr als genug.

2. Das Geld, und es scheint sich hier ausschließlich um sehr vermögende Kunden der Sparkasse zu handeln, sinnvoll anlegen. An der Börse kann man immer noch sehr gut Geld verdienen. Selbst Brexit und die Wahl Trumps zum US-Präsidenten konnten daran bisher nichts ändern.

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Mit ETF und Fonds ohne Ausgabeaufschlag kann man auch heutzutage noch sehr günstig an der Börse investieren und mittel- bis langfristig Gewinne realisieren. Wenn man bedenkt, daß die Inflation sich wieder der 2 %-Marke nähert, Geldanlagen auf Sparbüchern und Tagesgeldkonten irgendwas um die 0,1 – 0,2 % bringen und auch bei Festgeldanlagen seltenst die 1 %-Marke geknackt wird, ist eine Geldanlage in derartige Konstrukte heutzutage niemandem mehr mit ruhigem Gewissen zu vermitteln. Selbst Fonds, die „nur“ 5-6 % Rendite im Jahr erwirtschaften, sind da bedeutend sinnvoller.

Es bleibt nun abzuwarten wie andere Sparkassen agieren werden. Das Problem mit sehr vermögenden Kunden, die viel Bargeld rumliegen haben, dürfte sich nicht nur auf die Sparkasse Köln-Bonn eingrenzen lassen.

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Wer also viel Geld frei rumliegen hat, sollte sich ernsthaft Gedanken bezüglich einer sinnvollen Geldanlage machen. Selbst wenn die EZB die Zinssätze wieder leicht anheben sollte, dürfte es noch Jahre dauern bis die Zinssätze wieder auf einem Niveau sind wo es sich lohnt sein Geld in Tages- und Festgeld anzulegen. Bis dahin sollte man dafür sorgen, daß die Inflation nicht die Minizinsen und noch mehr auffrisst.

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