Gebühren für Bargeldabhebungen: Sparkassen greifen gerne zu

Zur Zeit macht etwas die Runde in den Medien, das so neu nun auch wieder nicht ist: viele Banken und Sparkassen schränken den kostenlosen Bargeldbezug ein. Rund 11 % der Sparkassen beschränken die Zahl der kostenlosen Bargeldabhebungen pro Monat. Wenn man bedenkt, daß die meisten Sparkassen von Hause aus schon mal nicht zu den günstigsten Kontoanbietern gehören, ist das schon traurig. Die meisten Sparkassen, die solche Beschränkungen des kostenlosen Bargeldbezugs eingeführt haben, geben ihren Kunden aber immerhin noch die Möglichkeit 2-5 x im Monat kostenlos Bargeld abheben zu können. In häufig teureren Kontomodellen sind da zumeist alle Bargeldabhebungen kostenfrei inklusive.

Da jede der über 400 deutschen Sparkassen eigene Konditionen hat, ist es zudem sehr schwierig hier wirklich die einzelnen Sparkassen genau miteinander zu vergleichen. Dazu kommt das Regionalprinzip, wodurch es für Ortsfremde schwer ist bei einer günstigen Sparkasse ein Konto zu bekommen.

Es gibt allerdings diverse Möglichkeiten, daß einen Abhebegebühren kalt lassen können.

Girokonto wechseln

Es gibt immer noch genügend Banken und Sparkassen bei denen man ohne Begrenzung Bargeld abheben kann, egal wie oft. Wem das wirklich wichtig ist, der sollte sich also ein entsprechendes Kreditinstitut suchen.

Bargeldlos zahlen

Seit die EU Ende 2015 das Interbankenentgelt gedeckelt hat, gibt es immer mehr Akzeptanzstellen wo man bargeldlos bezahlen kann. Auch die Bezahlung von Kleinbeträgen mit Karte ist problemlos möglich und geht häufig auch viel schneller, da inzwischen nicht nur viele Kreditkarten und neuerdings auch die weit verbreitete Girocard, sondern auch viele Kartenlesegräte das kontaktlose Bezahlen unterstützen. Bei Beträgen unter 25 € muß man dazu weder eine PIN eingeben, noch irgendwas unterschreiben. Das geht schnell und verkürzt im Supermarkt auch häufig die Wartezeiten an der Kasse. Wer häufiger mit Karte bezahlt, braucht weniger Bargeld und kommt dann auch mit eingeschränktem kostenlosen Bargeldbezug klar.

Bargeld im Supermarkt oder an der Tankstelle beziehen

Wer eine Girocard besitzt, kann auch in den Supermärkten und Discountern von Edeka, Rewe, Penny, Netto, Aldi Süd und Toom Bargeld bekommen. Dazu muß man aber einen Einkauf von mindestens 20 € tätigen, dann ist eine Bargeldauszahlung bis zu 200 € kostenlos möglich.

Kunden der zur Cashgroup gehörenden Banken (Deutsche Bank, Commerzbank, Norisbank, Comdirect, Hypovereinsbank und Postbank) können mit ihrer Girocard auch an den rund 1.300 Tankstellen von Shell kostenlos Bargeld bekommen.

Bargeldbezug einschränken

Im Normalfall dürfte eigentlich jeder wissen wie hoch sein Bargeldbedarf im Monat ungefähr ist. Da macht es dann Sinn die Summe einmal monatlich gesammelt abzuheben und dann war es das. Dann kommt man auch mit wenigen kostenlosen Bargeldabhebungen klar. Wer lieber nur immer 10 oder 20 € abhebt und das dann am liebsten jeden zweiten oder dritten Tag, der muß sich halt eine andere Bank suchen, die das Spielchen noch eine Weile mitmacht.

Bargeld mit Kreditkarte beziehen

Viele girokontounabhängige Kreditkarten bieten ebenfalls die Möglichkeit kostenlos Bargeld am Automaten zu beziehen. Die Kreditkarten von Barclaycard zählen da zu den Vorreitern und sind teilweise sogar ohne Jahresgebühr erhältlich.

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Eigentlich ist es also gar nicht so dramatisch, wie es auf den ersten Blick scheint. Insbesondere die Möglichkeit immer häufiger auch bargeldlos zahlen zu können, ermöglichen es der Beschränkung des kostenlosen Bargeldbezugs entspannt entgegen zu sehen.

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Ein Kommentar zu Gebühren für Bargeldabhebungen: Sparkassen greifen gerne zu

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