Sparda-Bank Berlin schafft kostenloses Girokonto ab

Erst kürzlich berichtete ich hier von der Einführung von Negativzinsen bei der Sparda-Bank Berlin. Nun gibt es den nächsten Hammer für die Kunden der Sparda-Bank Berlin. Zum 01.10.2017 sind die Girokonten nicht mehr kostenlos. Für die genossenschaftlich organisierten Sparda-Banken ist das ein Novum, denn gerade das kostenlose Girokonto war bisher das Aushängeschild der Sparda-Banken. Daher bemühen sich die anderen Sparda-Banken auch gleich klarzustellen, daß bei ihnen das Girokonto kostenlos bleibt und dies ein Alleingang der Sparda-Bank Berlin ist.

In einer Videobotschaft gibt sich der Vorstand der Sparda-Bank Berlin daher auch etwas zerknittert und so wirklich glücklich scheint man mit dieser Gebühreneinführung selbst nicht zu sein.

Die Gebührenspanne liegt zwischen 1,50 € / Monat für das Onlinekonto und 11,90 € / Monat für das Girokonto, das auch Nichtgenossenschaftsmitglieder abschließen können.

Rund 500.000 Kunden hat die Sparda-Bank Berlin bisher, eine Zahl die sich damit sicherlich nicht halten lässt. Solange es noch ausreichend kostenlose Girokonten gibt, werden zumindest diejenigen jetzt wohl die Bank wechseln, die ihr Konto online führen (können und wollen).

Bei dann vermutlich gleichbleibenden Fixkosten für die Bank, werden die dann wegbrechenden Kunden wohl dazu beitragen, daß die Konsolidierung nicht so schnell gelingt wie gewünscht.

Da der Wechsel der Bankverbindung heutzutage schnell und unbürokratisch verläuft, zumal die Banken das unter sich abklären in Sachen Daueraufträge und Lastschriften, ist die Hürde für einen Girokontowechsel bedeutend geringer als noch vor ein paar Jahren.

Begründet wird die Einführung der Kontoführungsgebühren mit dem anhaltenden Zinstief. Bleibt abzuwarten ob die Kontoführungsgebühren wieder abgeschafft werden, wenn die Zinswende eintritt.

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