Revolut Prepaid Mastercard – günstige Alternative für Jeden

Prepaidkarten sind häufig etwas für Leute, die keine herkömmliche Kreditkarte bekommen. Aber manchmal gibt es auch Modelle, die da ganz andere Zielgruppen im Blick haben. Dazu gehört die Prepaid Mastercard von Revolut.

Aber ganz klar: auch für Leute mit schlechter Schufa oder wer aus irgendeinem anderen Grund unbedingt eine Prepaid Mastercard benötigt, ist die Karte von Revolut natürlich geeignet und zugleich bedeutend günstiger erhältlich als deutsche Prepaid Mastercards.

Die Karte ist schon etwas länger am Markt erhältlich, hat aber in den letzten Wochen und Monaten nochmal beträchtlich an Attraktivität zugelegt.

Was kann die Revolut Prepaid Mastercard?

Zuerst einmal ist es eigentlich keine klassische Prepaid Mastercard (mehr), sondern ein britisches Girokonto mit zugehöriger Mastercard. Die könnte somit auch als Debit Mastercard vermarktet werden, aber ist weiterhin als Prepaid gelabelt. Im Unterschied zu den meisten Prepaid Mastercards ist die Karte von Revolut allerdings mit hochgestanzter Kartennummer versehen und nicht nur mit aufgedruckter Kartennummer. Das ist schon mal ein wesentliches Unterscheidungskriterium.

Während bis vor kurzem Einzahlungen durch Überweisung nur auf ein Sammelkonto erfolgten, und damit war die Karte wirklich eine Prepaid Mastercard, ist nun eine persönliche GB-IBAN für jede Karte inkludiert, weshalb sie halt eher als Debitcard anzusehen ist.

Das besondere der Karte ist aber ihre Mehrwährungsfähigkeit. Man kann bis zu 25 Währungsunterkonten auf der Karte führen und in mehr als 120 Währungen ohne irgendwelche Aufschläge bezahlen. Dabei liegen die Wechselkurse nur minimal unter den amtlichen Kursen. Da keine Fremdwährungsgebühren anfallen, lässt sich die Karte also auch sehr bequem außerhalb der Eurozone verwenden. An den Wochenenden sind die Aufschläge die Wechselkurse in der Regel schlechter, daher vorher auf das entsprechende Währungskonto etwas einzahlen und schon spart man wieder etwas Geld.

Die Karte unterstützt inzwischen auch das kontaktlose Bezahlen via NFC, wobei ich selbst noch eine Karte ohne diese Funktion habe, weshalb meine Revolut Mastercard hier eher so rumliegt und darauf wartet bei Austausch nach Gültigkeitsablauf durch eine Karte mit NFC ersetzt zu werden.

Für das Aufladen der Revolut Prepaid Mastercard gibt es mehrere Möglichkeiten. Zum einen kann man natürlich direkt per Überweisung in Euro oder GB auf die zugehörige IBAN das Kartenkonto befüllen. Auch eine Einzahlung von einer Debitkarte aus ist kostenlos möglich. Wer mittels einer Kreditkarte das Revolutkonto befüllen möchte, zahlt dagegen 1 % Gebühren.

Die Revolut Prepaid Mastercard ist ausschließlich über die Revolutapp zu verwalten. Hier kann man auch einstellen, welche Zahlungen möglich sein sollen, ob man Bargeld mit der Karte abheben darf usw. Auch eine komplette Sperrung der Karte ist möglich. Wer sicher gehen möchte, daß nicht jeder die Kartennummer kennt, kann zusätzliche virtuelle Mastercards generieren, die man dann für Zahlungen bei bestimmten Partnern online verwenden kann.

Welche Kosten fallen bei der Revolut Prepaid Mastercard an?

Die Kontoführung ist kostenfrei. Es müssen dafür keine Jahresgebühren oder ähnliches gezahlt werden. Damit hebt sich Revolut schon mal wesentlich von deutschen Angeboten ab. Für die physische Mastercard werden 6 € einmalig verlangt. Bei einer Gültigkeit der Karte von drei Jahren, macht das also umgerechnet 2 € pro Jahr. Durch das was man an Fremdwährungsgebühren beim Einsatz der Karte in Ländern mit anderen Währungen spart, hat man diesen Betrag sehr schnell wieder drin. Lädt man die Karte via Überweisung oder mittels einer Debitkarte auf, fallen auch dafür keine Kosten an. So lässt sich die Karte wirklich sehr kostenneutral nutzen.

Bargeldauszahlungen bis zu 200 britische Pfund pro Monat sind kostenfrei möglich.

Natürlich geht es auch etwas teurer, denn Revolut bietet auch eine Premiumvariante an, die 7,99 € pro Monat kostet. Dafür kann man dann bis zu 400 britische Pfund pro Monat kostenlos abheben am Automaten. Auch ist eine Reisekrankenversicherung inklusive, die weltweit genutzt werden kann. Das dürfte wohl nur für die Leute interessant sein, die wirklich viel im Ausland unterwegs sind. Für die meisten Kunden ist das kostenlose Angebot von Revolut vermutlich mehr als ausreichend. Weitere Premiumfeatures sollen noch folgen, so ist wohl auch ein Loungezugang in Planung. Die Premiumkarte soll wohl auch edler aussehen, aber das dürfte nicht so zwingend den Ausschlag für die kostenpflichtige Variante geben.

Mit der Revolut Prepaid Mastercard gibt es ein sehr attraktives Kartenmodell, das für fast jeden eine ideale Ergänzung im Kartenportfolio darstellt und sei es nur um im Urlaub außerhalb der Eurozone bargeldlos und ohne Fremdwährungsgebühren bezahlen zu können.

Wer ansonsten kein Problem damit hat, sein Kartenkonto ausschließlich via App zu verwalten und damit, daß der Support kein deutsch spricht, dem sei die Revolut Prepaid Mastercard in der Standardversion wirklich empfohlen.

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