Sparkasse Essen: Gebührenerhöhung für Onlinekonto

Nein, es ist kein Aprilscherz was den Kunden der Sparkasse Essen in den nächsten Tagen ins Haus flattert. Die Sparkasse erhöht nämlich zum 01.04.2018 die Gebühren. Das beliebte Onlinekonto kostet bisher 3,75 € im Monat. Ab 01.04.2018 werden dafür 4 € fällig. Das alleine wäre jetzt noch kein Drama, wobei 4 € für ein online geführtes Girokonto auch bereits recht viel sind, aber zusätzlich wird dann auch für jede Einzelbuchung noch separat eine Gebühr von 15 Cent fällig. Wer also 20 Buchungen pro Monat auf seinem Kontoauszug stehen hat, der zahlt dann insgesamt 7 € Gebühren dafür: 4 € Grundgebühr + 20 x 0,15 € für die Buchungen.

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Wie hoch die monatliche Belastung für den einzelnen Kunden der Sparkasse Essen nun tatsächlich ist, hängt also davon ab wie viele Buchungen getätigt werden. Wer viel mit Karte zahlt, was der Sparkasse sogar noch Gebühreneinnahmen vom Händler bringt(!), zahlt dennoch 15 Cent an die Sparkasse für jede Buchung. Da wird dann sogar doppelt abkassiert.

1822MOBILEGerade wer sein Konto eh bereits komplett online führt, ist nicht zwingend auf eine Filialbank angewiesen und hat es leichter zu wechseln. In diesem Bereich gibt es zahlreiche kostenlose Girokonten. Wem dabei daran liegt möglichst im Sparkassenverbund zu bleiben, der dürfte mit den Kontomodellen der 1822 direkt gut bedient sein, die als Tochter der Frankfurter Sparkasse von 1822 seit jeher kostenlose Girokonten anbieten.

Wer also Geld sparen möchte, kann dies durch einen Kontowechsel recht leicht tun. Die Banken sind seit einiger Zeit auch verpflichtet den Kontowechsel zu erleichtern und die Umstellung von Daueraufträgen und Lastschriften selbständig vorzunehmen. Es ist also recht leicht geworden von Bank 1 zu Bank 2 zu wechseln. Binnen 14 Tagen müssen die Banken das abgeschlossen haben.

Für Filialbanken wird es in Zukunft immer schwerer, attraktive Kontoangebote zu unterbreiten und es dürfte mit steigenden Gebühren zu immer häufig werdenden Verschiebungen der Kunden hin zu Onlinebanken kommen. Damit bleiben irgendwann für Filialbanken nur noch Kunden ohne Onlinezugang oder die aus anderen Gründen unbedingt eine Filialbank benötigen. Das wird wohl bei Sparkassen und Volks- und Raiffeisenbanken immer häufiger zu Fusionen führen.

Nun bleibt abzuwarten wie die Kunden der Sparkasse auf die Gebührenerhöhung reagieren werden. Zumindest sind sie ihr nicht bedingungslos ausgeliefert.

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