Ist das Smartphone-Konto Yomo gescheitert?

Um Yomo, das Smartphone-Konto einiger Sparkassen ist es ruhig geworden. Neue Funktionen in der App sind eher Mangelware, auch eine Kreditkarte gibt es bis dato immer noch nicht und auch die PR-Maschine in den sozialen Medien ist zum Erliegen gekommen.

Nun wurde bekannt, daß sich zwei Sparkassen aus dem Projekt zurückgezogen haben. Die Hamburger Sparkasse ist nicht mehr dabei, war aber eh noch nicht richtig dort gestartet. Man konzentriert sich dort erst einmal auf die Umstellung der hauseigenen IT und wird frühestens im ersten Halbjahr 2019 ein entsprechendes mobile only-Konto lanchieren. Ob das dann mit Yomo gemeinsam geschieht ist eher fraglich.

Die Sparkasse Bremen hat Yomo auch verlassen. Zwei Schwergewichte sind nun also raus. Ob die restlichen acht verbleibenden Sparkassen bereit sind mehr Geld in Yomo zu investieren um die Entwicklung voranzutreiben, darf ernsthaft bezweifelt werden.

Nachdem die 1822direkt auch noch mit 1822mobile als direkten Konkurrenten startete und dabei auch noch faktisch alles richtig machte, wird die Luft für Yomo immer dünner. Es wäre also nicht verwunderlich, wenn noch im laufenden Jahr das offizielle Ende von Yomo verkündet werden würde. Die Sparkassen hätten dann wieder einmal bewiesen, daß sie den Sprung in die Neuzeit nicht schaffen. Freuen würde dies Mitbewerber wie Revolut oder N26 und auch die sparkasseninterne Konkurrenz der 1822 natürlich.

Man darf also gespannt sein wie lange das Siechtum von Yomo noch genügend Befürworter für eine weitere Finanzierung findet. Sehr lange vermutlich nicht mehr.

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