Depotvergleich: ING-Diba und comdirect

Wer sein Geld an der Börse investieren möchte, braucht dafür ein Depot zur Verbuchung der Wertpapiere. Zwei der beliebtesten Depots kommen von der ING-Diba und von der comdirect bank. Doch welches Depot ist besser, welches sollte man für seine Wertpapieranlagen wählen?

Depotführung

Beide Depots haben keine Grundgebühr, wobei dies nur auf die ING-Diba bedingungslos zutrifft. Bei der comdirect bank fällt in den ersten drei Jahren keine Grundgebühr an. Danach fällt auch weiterhin keine Grundgebühr wenn

-das comdirect Girokonto aktiv genutzt wird oder
-ein aktiver Wertpapiersparplan besteht oder
-mindestens zwei Trades pro Quartal ausgeführt werden

Trifft keine der drei Bedingungen zu, wird eine Depotgebühr von 1,95 € pro Monat berechnet. Die Abrechnung erfolgt dann quartalsweise.

ETF-Sparpläne

Inzwischen gibt es wohl keine Depotbank, die keine ETF-Sparpläne im Portfolio hat. Bei der ING-Diba sind es 70 verschiedene ETF, die als Sparplan bespart werden können, bei der comdirect bank sind es sogar 200 ETF. Beim Kauf fallen dafür Gebühren an. Bei der ING-Diba betragen diese 1,75 % vom Kaufwert, bei der comdirect bank 1,5 % vom Kaufwert. Bei den 90 Top-Preis-ETF der comdirect fallen sogar gar keine Gebühren beim Kauf an. Dort gilt es nur zu beachten, daß sich die Zusammensetzung der comdirect Top-Preis-ETF ändern kann.

Sparpläne können bei der comdirect ab 25 €, bei der ING-Diba ab 50 € eingerichtet werden.

ETF-Einmalanlage

Bei der Einmalanlage fallen bei beiden Banken Gebühren analog zu denen anderer Wertpapiere an. Das heißt 4,90 € + 0,25 % vom Kaufwert. Bei der comdirect gilt zudem ein Mindestpreis von 9,90 €.

Aber auch hier gilt: keine Regel ohne Ausnahme. Bei der comdirect kann man die 90 Top-Preis-ETF gebührenfrei kaufen, wenn die Anlagesumme zwischen 1.000 – 50.000 € liegt.

Bei der ING-Diba gibt es 200 ETF, die man gebührenfrei kaufen kann, sofern der Anlagebetrag 500 € oder mehr beträgt.

Beide Sonderaktionen können jederzeit enden oder angepasst werden.

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Aktien, Zertifikate, Optionsscheine und andere Wertpapiere

Die Kostenstruktur der beiden Depots ist ähnlich angelegt. Es fällt pro Kauf eine Fixgebühr von 4,90 € + 0,25 % vom Kurswert an. Bei der comdirect bank beträgt die Mindestgebühr 9,90 €, bei der ING-Diba gibt es dies nicht. Zusätzlich fallen noch Handelsplatzgebühren von 1,50 € (comdirect) bzw. 1,75 € (ING-Diba) an. Beim Kauf via Direkthandel entfallen diese Handelsplatzgebühren.

Die Maximalkosten je Transaktion betragen 59,90 € bei der comdirect und 69,90 € bei der ING-Diba.

Bei Käufen unter 2.000 € Anlagesumme und via Direkthandel hat die ING-Diba hier leicht die Nase vorn, sprich ist etwas günstiger.

Zusammenfassung Depotvergleich ING-Diba und comdirect

Beide Depots haben ähnliche Strukturen. ETF-Sparpläne lassen sich kostengünstiger über die comdirect bank realisieren. Bei Einmalanlagen von ETF kann die ING-Diba mit 200 ETF punkten, die man bereits ab 500 € Anlagebetrag kostenfrei erwerben kann. Bei sonstigen Wertpapierkäufen liegt die ING-Diba unter 2.000 € Anlagesumme leicht vorne und ist danach mit der comdirect gleichauf. Bei den Depotgrundgebühren ist hervorzuheben, daß das Depot der ING-Diba dauerhaft komplett kostenlos ist, bei der comdirect bank ist dies nur in den ersten drei Jahren der Fall und ansonsten an Bedingungen geknüpft.

Je nach Anlagekonzept ist also eines der beiden Depots zu bevorzugen. Im Zweifelsfalls kann man natürlich auch beide Depots eröffnen und das jeweils günstigere für die geplante Transaktion verwenden.

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Die Depots werden beide online geführt, denn auf Filialen verzichten beide Banken.