Sparkasse Dortmund: Gebührenerhöhung beim Onlinekonto

40.000 Kunden der Sparkasse Dortmund bekommen unerfreuliche Post, denn die Gebühren für das Onlinekonto werden erhöht. In Zukunft kostet das Onlinekonto monatlich 2,95 €, außerdem werden 3 Cent je belegloser Buchung fällig. Lediglich die Einrichtung von Daueraufträgen ist kostenlos. Jede einzelne Überweisung wird aber mit 3 Cent abgerechnet. Die Jahresgebühr für die Girocard steigt zudem von 7,50 € auf 12 €. Für Echtzeitüberweisungen werden 28 Cent fällig. Für eine smsTAN werden 12 Cent, für eine pushTAN 6 Cent fällig, sofern die jeweilige TAN auch verwendet wurde.

300x250Wenn man bedenkt, daß es sich dabei um ein rein online geführtes Konto handelt, ist das schon heftig. Selbst wenn man keinerlei Überweisungen tätigt, kommt man schon auf jährliche Gebühren von 35,40 € für das Konto + 12 € für die Girocard. Ruckzuck kommen da, wenn man noch paar Überweisungen pro Monat tätigt, jährliche Kosten von 50 – 60 €, realistischerweise eher sogar noch mehr zusammen. Für ein rein online geführtes Girokonto ist das auch in der heutigen Zeit noch viel zu viel, denn immer noch gibt es zahlreiche Möglichkeiten das alles auch kostenlos zu bekommen.

Die neuen Jahresgebühren greifen für Neukunden der Sparkasse Dortmund bereits seit Anfang September, Bestandskunden fallen ab 01. Januar 2019 darunter.

Begründet wird die Gebührenerhöhung mit den neuen technischen Möglichkeiten, die in letzter Zeit hinzukamen: Überweisungen mittels Kwitt, kontaktloses Bezahlen, Wunsch-PIN, Multibank-Fähigkeit im Onlinebereich und Echtzeitüberweisungen. Vieles von diesen Dingen bieten andere Onlinebanken auch und erheben dennoch keine Gebühren für das Girokonto. Daher sollte man sich durchaus fragen ob es nicht Sinn macht die Bank zu wechseln, denn gerade bei rein online geführten Girokonten ändert sich für den Kontoinhaber nicht viel und Dinge wie Übertrag der Lastschriftmandate auf die neue Bank geht heutzutage größtenteils automatisiert und muß von den beteiligten Banken direkt ausgeführt werden, sodaß man als Kunde da keinen wirklichen Aufwand mehr mit hat.

Ab 2019 müssen die Banken und Sparkassen ihren Kunden jährlich eine Entgeltaufstellung kostenfrei übermitteln, indem alle angefallenen Gebühren separat aufgeschlüsselt sind. Ob das dazu führt, daß die Kunden eher mal drüber nachdenken ihr Kontomodell oder gar die Bank zu wechseln wird zeigen. Bei den hohen Kontoführungsgebühren, die aktuell immer noch von vielen Menschen gezahlt werden, wäre dies zu wünschen, denn einfacher lässt sich kein Geld einsparen. Vielleicht kommen dann auch die Sparkassen auf den Trichter, daß man nicht für jede kleine Dienstleistung Geld verlangen sollte, zumal wenn man an anderen Stellen durch neue Technologien auch wieder Geld spart.

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