Bearbeitungsgebühren für Kredite sind unzulässig – jetzt Geld zurückholen

Der BGH hat entschieden: Bearbeitungsgebühren für Verbraucherkredite sind unzulässig. Die jahrelang von Banken praktizierte Berechnung solcher Gebühren ist nun höchstrichterlich gekippt worden. Für Verbraucher bedeutet das, sie können sich diese Gebühren von ihrer Bank zurückerstatten lassen. Wichtig ist, daß die Kreditverträge vor Mai 2011 abgeschlossen wurden. Zurück gehen kann man bis 2004, dann endet die 10-Jahres-Frist.

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Für welche Kredite kann man Bearbeitungsgebühren zurückfordern?

Grundsätzlich erstmal für alle Ratenkredite, die man zum Beispiel abschloss um ein Auto oder die neue Küche damit zu bezahlen. Noch nicht ganz klar ist, ob auch Immobilienkredite darunter fallen. Dies wird erst in der Urteilsbegründung des BGH zu lesen sein, die aber noch nicht erschienen ist. Unabhängig davon sollten Kunden bereits jetzt ihre Bank kontaktieren und die entsprechende Bearbeitungsgebühr zurückfordern. Damit stellen sie sicher, daß sie ihre Ansprüche innerhalb der Verjährungsfrist geltend gemacht haben. Für Kredite aus dem Zeitraum 2004 – April 2011 müssen die Verbraucher ihre Forderungen bis zum Jahresende 2014 bei ihrer Bank geltend machen. Für später geschlossene Kreditverträge gilt eine dreijährige Verjährungsfrist. Wichtig dabei ist, daß für Verträge aus dem Jahr 2004 eine taggenaue Verjährung gilt. Verträge die also vor dem 30.10.2004 abgeschlossen wurden, fallen nicht mehr unter die neue Rechtsprechung!

Wie sollten Verbraucher vorgehen um die Bearbeitsgebühr zurückzufordern?

Dazu gibt es einen Musterbrief, den die Verbraucherzentralen erstellt haben und den man dafür verwenden kann. Der ist zum Download als PDF erhältlich: https://www.vz-nrw.de/mediabig/231348A.pdf. Sollte die Bank auf das Schreiben nicht reagieren, sollte man schnellstmöglich einen Anwalt einschalten und ggf. gegen die Bank klagen. Auf jeden Fall sind die Chancen den Prozess zu gewinnen aufgrund der höchstrichterlichen Entscheidung des BGH sehr gut.

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