Aktienkauf und was man wissen sollte

Die Zinsen sind und bleiben auf einem historischen Tiefstand. Anleger haben daher Probleme Alternativen zu finden, wo sie ihr Geld gewinnbringend anlegen können. Eines gleich vorweg: absolut sichere Anlagemöglichkeiten mit hohen Zinsen gibt es nirgends. Wer heutzutage hohe Erträge erwirtschaften möchte, kommt nicht im Anlagen umhin, die ein gewisses Risiko beinhalten.

Aktien sind eine Möglichkeit von steigenden Kursen zu profitieren und teils doch sehr attraktive Renditen zu erwirtschaften. Doch natürlich bergen Aktien ein gewisses Risiko, denn nicht immer gehen die Kurse nur nach oben, sondern können durchaus auch mal stark fallen.

Wer jedoch ein paar Regeln beachtet, kann durchaus entspannt in Aktien investieren.

1. Nur Geld anlegen was man längerfristig nicht benötigt.

Wer alles Geld an der Börse investiert und dann plötzlich schon dort Geld abziehen muß um die kaputte Waschmaschine durch eine neue zu ersetzen, kann im Zweifelsfall Verluste machen, weil gerade zu dem Zeitpunkt die Kurse unterhalb des Einstiegskurses liegen. Daher sollte man nur Geld investieren, was man wirklich mittel- bis längerfristig nicht benötigt und einen Teil als Puffer immer auf Tagesgeldkonten zwischenparken für Notfälle.

2. Wer eine Aktie keine zehn Jahre halten möchte, der sollte sie nicht mal zehn Minuten besitzen.

Der Satz stammt von Warren Buffett, dem Investmentgott schlechthin. Mit seinen Investments wurde er zu einem der reichsten Menschen der Welt. Aktien sollte man immer als langfristiges Investment betrachten und sich daher auch von kurzzeitigen Rückschlägen nicht aus der Fassung bringen lassen. Nach jedem Kursrutsch geht es immer wieder bergauf und wer solche Situationen durchhält, steht am Ende doch wieder besser dar als je zuvor.

3. Nur Aktien kaufen die man auch versteht.

Auch ein Grundsatz von Warren Buffett. Wenn man nicht weiß, was die Firma eigentlich macht, wie sie ihr Geld verdient und ob das was die Firma macht in 5 oder 10 Jahren überhaupt noch benötigt wird, ob sie ein zukunftsfähiges Konzept hat, dann sollte man die Finger davon lassen. Natürlich können einem dadurch auch mal richtig gute Aktien durch die Lappen gehen. Genauso wird man so auch mal vor einem Verlust geschützt. Also erst ganz entspannt zurücklehnen, unabhängig informieren und dann überlegen ob man da investieren möchte.

4. Vorsicht vor vermeintlichen Insidertips

Mails von unbekannten Leuten, die DEN Aktientip schlechthin haben? Finger weg, am besten gleich in den Papierkorb packen. Diese Leute wollen nur eines: das Geld unbedarfter Anleger um so ihre wertlosen Aktien irgendwelcher Pennystocks zu überhöhten Preisen loszuwerden. Vorsicht auch vor irgendwelchen Spekulationen in Börsenforen im Internet. Da treiben sich Unmengen Möchtegernaktienprofis rum, die in jede noch so rudimentäre Information alles möglich hineinspekulieren und so andere zum Kauf oder Verkauf von Aktien bringen wollen.

5. Investments streuen, anstelle bündeln

Grundsätzlich gilt: nicht alles auf eine Karte setzen. Das kann letztlich zu einem Totalausfall des gesamten Vermögens führen. Daher sollte man sein Vermögen an der Börse möglichst breit streuen. Verschiedene Wertpapiere, verschiedene Branchen, verschiedene Risikoklassen. Je breiter man das Vermögen streut, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit eines Totalverlustes.

6. Aussteigen, wenn man es für richtig hält

Im Zweifel immer dann aussteigen, wenn man mit den bis dahin erzielten Renditen zufrieden ist, nicht dann wenn alle verkaufen. Natürlich können einem dadurch zusätzliche Gewinne entgehen, aber das muß nicht zwangsläufig so sein. Ansonsten zu einem späteren Zeitpunkt, z.B. nach einer Kurskonsolidierung zu niedrigeren Preisen wieder einsteigen.

7. Nicht allen Trends folgen

Irgendwer schreit „Jetzt kaufen!“ und alle stürzen los und kaufen. Häufig ohne Sinn und Verstand. Einfach ruhig bleiben. Der beste Zeitpunkt zum Kauf von Wertpapieren jeglicher Art ist, wenn die Kurse sinken und nicht wenn irgendwer meint den Verkauf ankurbeln zu müssen. Von daher ist es meistens besser gegen den Trend zu agieren. Kaufen, wenn die Kurse fallen. Verkaufen, wenn die Kurse steigen. Sagt jeder, machen aber die wenigsten. Die meisten folgen auch bei Investments der versammelten Meute. Also nicht zu sehr von anderen beeinflussen lassen. Im Gegenteil: eher mal freuen wenn die Kurse fallen und dann (nach)kaufen.

Langfristig wird man mit entsprechenden Investments an der Börse zumeist besser fahren als mit Tages- und Festgeldern, auch wenn ein bedeutend höheres Risiko bezüglich Verlusten besteht. Wer sich an die oben beschriebenen Regeln hält und entspannt an das Thema rangeht, der wird sich in den meisten Fällen über kurz oder lang über gut entwickelnde Zuwächse freuen dürfen.

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