Fidor und O2 kooperieren – Smartphonebank entsteht

LogoEin Paukenschlag könnte das werden: O2 hat sich mit der Fidor Bank zusammengetan und gemeinsam soll eine neue Smartphonebank entstehen. O2 hat bereits Erfahrung mit Bankingkooperationen, gab es doch bis vor kurzem die O2 Kreditkarte, die in Zusammenarbeit mit der Barclaysbank herausgegeben wurde.

Nun geht man bei O2 noch etwas weiter und will ein vollwertiges Girokonto anbieten. Das soll über eine neue App komplett geführt werden können. In Zeiten wo viele Banken Probleme haben ihre bisherigen Girokontomodelle weiter zu finanzieren, hat man sich bei O2 und Fidor etwas Neues ausgedacht.

Datenvolumen anstelle Guthabenzinsen

Wer auf Bargeldabhebungen verzichtet, sein Konto aber ansonsten regelmäßig nutzt, wird zwar keine Guthabenzinsen bekommen, dafür aber zusätzliches Datenvolumen für den genutzten O2 Tarif. Das dürfte für alle Beteiligten eine Win-Win-Situation in Zeiten von Niedrigzinsen sein. Zur Zeit arbeitet man noch an einem Preissystem, doch schon bald soll die dafür benötigte App für Android und iOS zur Verfügung stehen. Auch Nicht-O2-Kunden können das Konto eröffnen, haben aber weniger Vorteile als O2-Kunden davon.

300x250IBAN ist Geschichte

Möglich wird es auch sein, Überweisungen an Telefonnummern und Mailadressen zu senden. Statt einer ellenlangen IBAN braucht man nur noch die Telefonnummer oder Mailadresse und schon kann man die Überweisung tätigen.

Kostenlose Kontoführung

Das neue Konto wird kostenlos sein, wobei man noch am überlegen ist, ob man eine Art Nichtnutzungsgebühr einführt, wenn jemand zwar ein Konto eröffnet, dann aber nicht nutzt.

Für die Fidor Bank dürfte diese Kooperation die Chance sein recht schnell viele neue Nutzer zu gewinnen, denn O2 hat mehrere Millionen Kunden und darunter dürften nicht wenige sein, die sehr internetaffin veranlagt sind und schon alleine bei dem Gedanken zusätzliches Datenvolumen zu bekommen, recht leicht zu ködern sind. Für die traditionellen Banken ist das natürlich ein Tiefschlag, daß ein großer Mobilfunkprovider sich nicht mit einer von ihnen sondern der recht kleinen Fidor Bank dafür zusammentut.

Für bisherige Fidor Bank-Kunden dürfte sich nichts ändern, außer daß man seine Bankdienstleistungen mit der neuen App dann auch bequem vom Smartphone aus tätigen kann, was bisher mit der alten Fidor Bewegungsmelder-App noch nicht möglich ist.

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