Depotvergleich: ING Direkt Depot und Smartbroker Depot

In Zeiten der Niedrigzinsen bieten Wertpapiere eine gute Möglichkeit zur Vermögensbildung. Dafür bedarf es allerdings auch eines passenden Wertpapierdepots. Weil auch hier Gebühren anfallen können, ist ein Vergleich verschiedener Depots unumgänglich.

Das Direkt Depot der ING

Das Direkt Depot der ING ist grundsätzlich kostenlos. Eine jährliche Grundgebühr fällt nicht an. Im Rahmen einer Sonderaktion werden für die Wertpapiertransaktionen in den ersten sechs Monaten nur 2,90 € berechnet. Doch danach sieht es anders aus: 4,90 € + 0,25 % vom Kurs und ggf. noch eine Handelsplatzgebühr, die abhängig vom Handelsplatz ist und zwischen 0 € und 12,50 € liegt. Die Maximalgebühr beträgt 69,90 € je Transaktion.

Beim Kauf von Fondsanteilen über die Fondsgesellschaft fällt ein Ausgabeaufschlag an. Der ist bei jedem Fonds unterschiedlich und kann durchaus bis zu 5-6 % betragen.

Beim Kauf von Aktien, ETF und Zertifikaten mittels Sparplan fällt ein Aufschlag von 1,75 % vom Kurswert an. Das ist gerade bei ETF recht viel. Für die Rendite von Sparplänen ist das eher kontraproduktiv, da sich diese durch den Aufschlag entsprechend reduziert. Bei lang laufenden Sparplänen kann sich das signifikant bemerkbar machen. Allerdings gibt es auch bei der ING immer wieder Sonderaktionen einzelner Papiere bei den ein reduzierter oder gar kein Aufschlag bei Sparplänen zu zahlen ist. Da diese Aktionen immer wieder mal eingestellt werden können, sollte man sich darauf also nicht zu sehr verlassen.

Als Verrechnungskonto dient ein kostenloses Extra-Konto, das bei Depoteröffnung automatisch mit eröffnet wird.



Das Smartbroker Depot

Eine Alternative ist das Depot von Smartbroker, das in Zusammenarbeit mit der DAB BNP Paribus entstanden ist. Auch hier fallen keine jährlichen Depotgrundgebühren an.

Die Grundgebühr pro Transaktion beträgt 4 €. Dazu kommen Börsenplatzgebühren, die je nach Handelsplatz und Wertpapierart zwischen 0,00657 % und 0,013138 % (mind. 82 Cent) liegen. Bei den zahlreichen ausländischen Handelsplätzen gibt es unterschiedliche Mindestgebühren. Dort liegt die Grangebühr je Transaktion bei 9 €.

Spannend wird das Smartbroker Depot speziell bei Fonds und ETF. Beim Kauf von Fonds fallen keine Ausgabeaufschläge an. Ein wesentlicher Vorteil gegenüber dem ING Direkt Depot. Das betrifft über 18.000 verfügbare Fonds. Fondssparpläne werden grundsätzlich gebührenfrei ausgeführt. Bei Sparplänen für ETF, Aktien und Zertifikaten fällt eine Transaktionsgebühr von 0,2 % (mindestens 80 Cent) an. Allerdings gibt zahlreiche ETF (über 300) die aktuell komplett gebührenfrei als Sparplan geordert werden können. Auch hier ist Smartbroker bedeutend besser als das ING Direkt Depot aufgestellt.

Bei Wertpapierkäufen an inländischen Handelsplätzen liegen zudem die Gebühren unter denen des ING Direkt Depots. Transaktionen an ausländischen Handelsplätzen sind teurer, aber für den Durchschnittskunden im Normalfall eh nicht relevant.



Zusammengefasst ist das Depot von Smartbroker dem ING Direkt Depot vorzuziehen. Gerade auch bei Fonds- und ETF-Sparplänen hat man hier zahlreiche Vorteile und kann die Wertpapiere bedeutend günstiger erwerben.

Beliebte Beiträge:

Datenschutz
, Besitzer: (Firmensitz: Deutschland), verarbeitet zum Betrieb dieser Website personenbezogene Daten nur im technisch unbedingt notwendigen Umfang. Alle Details dazu in der Datenschutzerklärung.
Datenschutz
, Besitzer: (Firmensitz: Deutschland), verarbeitet zum Betrieb dieser Website personenbezogene Daten nur im technisch unbedingt notwendigen Umfang. Alle Details dazu in der Datenschutzerklärung.